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Lyrik zur Weihnachtszeit
 
 
 
 
 
 
 
 

Christgeschenk



Mein süßes Liebchen! Hier in Schachtelwänden
Gar mannigfalt geformte Süßigkeiten.
Die Früchte sind es heiliger Weihnachtszeiten,
Gebackne nur, den Kindern auszuspenden.

Dir möcht ich dann mit süßem Redewenden
Poetisch Zuckerbrot zum Fest bereiten:
Allein was solls mit solchen Eitelkeiten?
Weg den Versuch, mit Schmeichelei zu blenden!

Doch gibt es noch ein Süßes, das vom Innern
Zum Innern spricht, genießbar in der Ferne:
Das kann nur bis zu dir hinüberwehen.

Und fühlst du dann ein freundliches Erinnern,
Als blinkten froh dir wohlbekannte Sterne,
Wirst du die kleinste Gabe nicht verschmähen.

von Johann Wolfgang von Goethe

 

Weihnachten

Markt und Straße steh’n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus;
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh’n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern,
wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen;
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen. -
O, du gnadenreiche Zeit!

von Joseph von Eichendorff

 

 

Der Christbaum

Der Christbaum ist der schönste Baum,
den wir auf Erden kennen;
im Garten klein, im engen Raum,
wie lieblich blüht der Wunderbaum,
wenn seine Blümchen brennen.

Denn sieh, in dieser Wundernacht
ist einst der Herr geboren,
der Heiland, der uns selig macht;
hätt’ er den Himmel nicht gebracht,
wär alle Welt verloren.

Doch nun ist Freud’ und Seligkeit,
ist jede Nacht voll Kerzen.
Auch dir, mein Kind, ist das bereit’t,
dein Jesus schenkt dir alles heut,
gern wohnt er dir im Herzen.

O laß ihn ein! Es ist kein Traum.
Er wählt dein Herz zum Garten,
will pflanzen in dem engen Raum
den allerschönsten Wunderbaum
und seiner treulich warten.

Deutsches Volksgut / Volkslied
 


Der Stern

Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.

Wilhelm Busch
 

 

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wundervoll beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins weite Feld,
hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!

von Joseph von Eichendorff

 

Deutsche Weihnachstlieder

Engel

stille Nacht

Weihnachtsgedichte, Verse und Lyrik haben vor allen Dingen in der Vorweihnachtszeit oder im Advent Saison. Es ist die Zeit, in der man die Weihnachtskarten für seine Lieben oder auch Geschäftsfreunde schreibt. Ein paar gereimte Worte oder Zeilen machen sich auf diesen Karten zusammen mit netten Grußworten immer gut.

 

 


 

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