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1853 wird Van
Gogh im niederländischen Ort Groot Zundert (Nordtrabant)
geboren. Erst im Alter von 27 Jahren entscheidet er
sich für die Malerei, nachdem er in seinen anderen Berufen,
Hilfslehrer, Prediger, Buchbinder und Theologe gescheitert
war.
Sein Bruder Theo, mit dem er immer in regem Briefwechsel
steht, hat ihn stets finanziell unterstützt.
1880 zeichnet er intensiv Szenen aus dem Milieu der
Bergarbeiter und kopiert Werke von Millet.
Geht nach Brüssel und studiert an der Kunstakademie
anatomisches und perspektivisches Zeichnen. Lernt im
November den holländischen Maler Rappard kennen und freundet
sich mit diesem an.
1881zeichnet Landschaften
und besucht den Maler Mauve, den er sehr verehrt. Malt erste
Stilleben in Öl und Aquarell.
1882 Bricht
mit Mauve, der ihn unterrichtete, weil er nicht nach
Gipsmodellen arbeiten wollte. Auch die Beziehungen zu
anderen Malern sind gespalten.
1886 lässt
sich in Paris nieder und schreibt sich an der Ecole des
Beaux_Arts ein, besucht Maler und Zeichenklassen. Freundet
sich mit Gauguin an.
"Heute ist es ebenso wichtig, durch den
Impressionismus zu gehen, wie man früher durch ein Pariser
Künstleratelier gehen musste." schreibt er.

1887 Trifft
Bernard. In Diskussionen mit Bernard und Gauguin weigert
sich Vincent , den Impressionismus als eine Endstufe in der
Entwicklung der Malerei anzusehen.
Stellt mit Gauguin, Bernard und
Toulouse-Lautrec im Café du Tambourin aus und dekoriert die
Wände mit japanischen Holzschnitten. Die Gruppe nennt sich "Peintres
du Petit Boulevard" im Unterschied zu den "Peintres
du Grand Boulevard"(Monet, Sisley, Pissarro, Degas,
Seurat).
Malt mehrere Bilder in der Technik des
Pointillismus.
1888 verlässt
Paris, wo er in zwei Jahren mehr als 200 Bilder gemalt hat
und geht nach Arles. Das helle Licht des Südens und die Wärme
der Farben faszinieren ihn.
Worte van Goghs:
" Ich habe mich im Süden Frankreichs
eingerichtet, und ich habe tausend Gründe zu arbeiten. Ich
möchte ein anderes Licht sehen und glauben, dass die Natur
unter helleren Himmeln mir von der japanischen Art zu
zeichnen und zu fühlen eine bessere Vorstellung gibt, ich
möchte vor allen Dingen mehr Sonne haben..."
In dieser begnadeten Landschaft tritt der
schöpferische Genuis des Malers mächtig und leidenschaftlich
hervor.

Sternen-Nacht
Museum of Modern Art, New York
Die Farben werden aggressiv, die Formen
verwandeln sich in gequälte Furchen, Spiralen und Kurven.
Träumt vom Zusammenleben in einer
Künstlergemeinschaft. Malt zahlreiche Bilder mit blühenden
Blumen und Bäumen, die an japanische Landschaften erinnern.
Will den Traum von der Künstlerkommune
verwirklichen.
Malt u.a.die berühmte "Brücke von Langlois"
und eine Serie von Sonnenblumen.


Sonnenblumen
Neue Staatsgalerie, München
Nach Aufforderung durch van Gogh kommt
Gauguin nach Arles, die beiden Maler leben und arbeiten
zusammen.
" Monate später verschlechtert sich die
Beziehung, Vincent soll angeblich am 23. 12. mit einem
Rasiermesser auf Gauguin losgegangen sein. Gauguin verlässt
van Gogh, in dieser Nacht erleidet Van Gogh einen Anfall
geisiger Umnachtung und soll sich einen Teil des linken
Ohres abgeschnitten haben. Als Ursache seines geistigen
Leidens werden Epilepsie, Trunksucht und Schizoprenie
vermutet.
1889 Vincent
malt Bilder mit verbundenem Ohr. Es entstehen trotz weiterer
Krankenhausaufenthalte viele Meisterbilder.

Obwohl er sich wieder besser fühlt, begibt
er sich auf eigenen Wunsch in das Asyl für Geisteskranke bei
Saint-Rémy-de-Provence. Malt dort während des einjährigen
Aufenthaltes viele Bilder, auch im Freien.
Emil Bernard behauptet, dass sich seine
Werke in dieser Zeit durch Heftigkeit der Farbgebung und
intensive, lebensnahe Poesie von ungewöhnlicher Schönheit
auszeichen.Die Malerei wird laut Bernard noch vortrefflicher
und kühner.
Der Farbauftrag ist dick, fragmentarisch,
er folgt in Form von Punkten, Kommata, Spachtelhieben.

Kornfeld mit Zypressen
The Tate Gallery, London
( "Zypressen")
Erleidet einen weiteren schweren Anfall,
ist lange ohne Bewusstsein.
1890 stellt
in Brüssel aus. Erste begeisterte Kritik im "Mercure de
France".
Erneute Anfälle, doch er malt immer wieder
weitere Werke.
Besucht seinen Bruder Theo, lässt sich
dann in Auvers nieder und freundet sich mit Dr. Gaschet an,
der ein Freund der Impressionisten ist.

In Auvers entstehen mehr als 80 Gemälde.
Malt die "Kirche von Auvers" und viele großformatige Bilder
mit Feldern unter Gewitterhimmel.
Schreibt am 23. Juli seinen letzten Brief
. am 27. Juli schoß er sich selbst eine Kugel in die Brust.
In der Nacht zum 29. Juli stirbt er und wird auf dem
Friedhof von Auvers beerdigt.
Van Gogh, der nach seinen eigenen Worten "
auf der Suche nach dem Unendlichen" war, übte auf seine
Zeitgenossen und Nachfolger eine bleibende Wirkung aus. Die
Künstlerischen Elemente reichen weit über den
Impressionismus hinaus. Sie sind der Wegbereiter für den
Fauvismus, den Expressionismus und für zeitgenössische
Kunst.


weißes Haus in der Nacht
Dieses Gemälde soll anscheinend das letzte Werk van Goghs
sein. Nach wissenschaftlichen Erforschungen ist es fertig
gestellt worden, kurz bevor er sich am 16. Juni 1890
erschoss.
Der weisse Stern ist die Venus , die nach alten
Wetteraufzeichnungen exakt an diesem Tag an dieser Stelle
war, und das Bild zeigt somit, dass Van Gogh ein sehr guter
Himmelsbeobachter gewesen ist.
siehe: wissenschaft.de

La Nuit Etoilée
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