Sonderausstellung ELISABETH BÜCHSEL 2007
im Inselmuseum Hiddensee 29.04 - 31.10.2007
Die Insel Hiddensee als eine der wichtigsten norddeutschen Künstlerkolonien neben Worpswede und Ahrenshoop widmet sich im Jahr 2007 einer einmaligen Sonderausstellung. Das Inselmuseum in Kloster auf Hiddensee zeigt eine große Auswahl an Bildern vonElisabeth Büchsel, der Malerin von Hiddensee. Die Sonderausstellung läuft vom 29.04 - 31.10.2007.
Die Malerin starb vor 50 Jahren in Stralsund, und so gedenkt die Ausstellung auch des 50. Todestages von Elisabeth Büchsel. Die Bilderauswahl zeigt Eindrücke ihrer Reisen, Porträts und Hiddenseer Motive. Die vom Impressionismus beeinflussten Bilder werden zum Teil das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Ihre Hiddenseer Motive beschäftigen sich mit der Landschaft der Insel, den Fischern bei der Arbeit, den Frauen auf dem Feld sowie der Darstellungen von Kindern und spiegeln ihre Verbundenheit zu Hiddensee wieder. Über 50 Jahre lang verbrachte sie die Sommermonate auf Hiddensee, wo sie jedes Jahr freudig von den Kindern begrüßt wurde: „Tante Büchsel ist zurück.“
Die Konzeption der Ausstellung erstellten Dr. Angela Rapp und Joergen Degenaar in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hiddensee
Sonderausstellung auf Hiddensee: „Tante Büchsel“ ist zurück …
… auf Hiddensee – zumindest sind es viele ihrer Bilder, die vom 29. April bis 31. Ok-tober 2007 im Inselmuseum in Kloster zu sehen sind.
„Tante Büchsel“ ist Elisabeth Büchsel, die „Hiddensee Malerin“. Mit „’Tante Büchsel’ ist zurück …“ wurde die Malerin vor allem von den Kindern auf Hiddensee begrüßt, wenn sie wie jeden Sommer auf die Insel kam.
Auf der kleinen Ostseeinsel, wo bis heute kein Autoverkehr das Geschrei der Möwen übertönt, wo Besucher immer wieder erstaunt feststellen, wie schnell sich ihr hektisches Alltagsleben in der Weite von Landschaft und Meer verliert, haben schon viele berühmte Künstler Zuflucht gesucht. Ob Gerhart Hauptmann, Thomas Mann, Willy Jaeckel oder Asta Nielsen, die Liste ist lang. Aber kein anderer Künstler war der Insel so verbunden, wie die Malerin Elisabeth Büchsel.
Fast 50 Jahre lang verbrachte sie jeden Sommer auf Hiddensee, bannte das Licht und die Eigenart der Landschaft auf ihre Leinwand, malte und zeichnete die Menschen, die dort lebten. Elisabeth Büchsel war eine außerordentliche Frau und eine bedeutende Malerin. 1867 in Stralsund geboren, widmete sie ihr Leben der Malerei. In Paris erlebte sie den Durchbruch des Impressionismus und in Berlin die Auseinandersetzung der Secessionisten mit der preußischen Glorienmalerei, bevor sie 1904 das erste Mal die Insel Hiddensee betrat – im Gepäck ihre Malutensilien und den für die Malerei in der Natur unverzichtbaren weißen Sonnenschirm. Es sollte eine lebenslange Verbindung bleiben zwischen der Malerin und „ihrer“ Insel.
Elisabeth Büchsel strebte nicht nach offizieller Anerkennung oder Ruhm, ihr ging es um nichts Geringeres als malerische Wahrheit: „Das Leben lässt sich nur stückweise fassen, Kunst will das Ganze ahnen lassen“ – so ihr Leitspruch.
Ob Landschaften oder Porträts, immer vermitteln ihre Bilder Harmonie und Einklang von Natur und Mensch, nicht als unerreichbare sehnsüchtige Projektion einer Künstlerseele, sondern als präsente Wirklichkeit.
Das Ausstellungsplakat zeigt das Gemälde eines kleinen Jungen, der verschmitzt den Betrachter direkt anlacht, ihn einbezieht in seine Unbeschwertheit. Auf dem Bild, welches auch in der Ausstellung zu sehen ist, sitzt hinter der Düne noch ein kleines Mädchen, das ihren Blick weg vom Betrachter auf das Meer gerichtet hat. Diese ungebrochene Harmonie zwischen Natur und Mensch ist es, die noch heute derjenige empfindet, der die Insel Hiddensee besucht und der dieses Lebensgefühl in den Bildern Elisabeth Büchsels wieder finden wird. Die malerische Umsetzung dieses ihres Generalthemas ohne jeglichen Anflug idealisierender Heimatkunst zeichnet die Malerpersönlichkeit Elisabeth Büchsels aus. Die Malerin starb 1957 in Stralsund, vor 50 Jahren.
Insel-Museum macht Platz für Büchsel
[Ostsee Zeitung.de]
Viele Exponate des Insel-Museums in Kloster sollen für die Zeit einer Büchsel-Ausstellung in Neuendorf gezeigt werden.
Hiddensee In diesem Jahr gilt es, eines besonderen Todestages zu gedenken: Elisabeth Büchsel, die „Hiddensee-Malerin“, starb im Alter von 90 Jahren im Juli 1957 in Stralsund. Anlass genug für die Insel Hiddensee, ihrer berühmtesten Künstlerin eine große Sonderausstellung zu widmen. Das Inselmuseum in Kloster wird in der Zeit vom 29. April bis zum 31. Oktober 2007 unter dem Motto „Tante Büchsel ist zurück“
Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen der Malerin zeigen, darunter zahlreiche, die noch niemals öffentlich zu sehen waren.
Dr. Angela Rapp, unter anderem diesjährige Vertreterin Hiddensees bei EuroArt, der Organisation der europäischen Künstlerkolonien, und mitverantwortlich für die Konzeption und Organisation der Ausstellung, erläutert das ungewöhnliche Motto: „Elisabeth Büchsel war nicht nur eine hervorragende Malerin, weitgereist
und in Frankreich im Impressionismus ausgebildet, sondern auch eine beliebte und bekannte Persönlichkeit, die über 50 Jahre lang die Sommermonate auf Hiddensee verbrachte, wo die Kinder sie im Frühjahr freudig mit den Worten „Tante Büchsel ist zurück!“ begrüßten. Der Titel der Ausstellung zeigt daher die besondere
Verbundenheit der Malerin mit der kleinen Insel, auf der sie auch ihre ausdrucksvollsten Motive fand.
Für „ihre“ Malerin nimmt die Insel viele Mühen auf sich. Das Inselmuseum wird während der Zeit der Sonderausstellung fast vollständig Elisabeth Büchsel gewidmet. Geplant ist, einen großen Teil der bisherigen Exponate des Inselmuseums in Kloster künftig in Neuendorf zu zeigen.
Hier baut Hiddensee auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Stralsund. Denn diese ist Miteigentümerin eines
nicht mehr genutzten Fischereigebäudes, das zahlreichen Ausstellungsgegenständen einen traditionellen
Rahmen verleihen kann. Abgerundet wird das kulturelle Gesamtkonzept dadurch, dass zeitgenössische Künstler
in Vitte großzügige Galerieräume in der seit langem leer stehenden Ferienanlage der Volkswerft-Stralsund erhalten werden.
Der Bürgermeister von Hiddensee, Manfred Gau, ist schon lange überzeugter Verfechter dieser neuen Wege für den Tourismus auf der Insel Hiddensee: „Wir haben nicht nur Strand und Landschaft zu bieten, sondern auch eine besondere künstlerische Tradition, die es gilt, wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Unsere
Bemühungen in diesem Jahr setzen unsere Anstrengungen fort, mehr als bisher auch dieses faszinierende
Gesicht Hiddensees zu präsentieren.“
„Konfirmandinnen auf der Düne“ heißt dieses Bild der bekannten Hiddensee-Malerin Elisabeth Büchsel. Zu ihrem 50.
Todestag in diesem Jahr wird ihr eine große Ausstellung auf der Insel gewidmet.