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Barock
Der Ausdruck Barock (vom
portugiesischen barocco = "schiefrund, merkwürdig" und
franz. baroque = "Auswucherung, Warze", bedeutet auch
unregelmäßige Perle - hergeleitet vom portugiesischen Wort „barroco“)
bezeichnet die kunstgeschichtliche Stilepoche ca. von 1600
bis 1770, die der Renaissance folgte bzw. dem Klassizismus
vorausging. (Definition Wikipedia)
Der Barock wird
kunstgeschichtlich nochmals in die Epochen Frühbarock,
Hochbarock und Spätbarock unterteilt.
Das Zeitalter des Barock
wurde von drei wesentlichen Grundkräften bestimmt: dem
Absolutismus, der Kirche und der Tradition der Antike.
Barock wird auch als Zeitalter der Theatralik
und Inszenierung bezeichnet. Barock drückt in allen
Kunstbereichen die Abkehr von den klaren harmonischen Formen
der Renaissance aus und die Vorliebe für Schmuck, Bewegtheit
und Üppigkeit.
Der Barock ist also
gekennzeichnet durch die bewegte Linie in Grundriss und
Aufbau, durch Sinnenfreudigkeit bis hin zur Pracht,
leidenschaftlichen Ausdruck bis zur Ekstase. Ausgangspunkt
des Barock war Italien.
Im Kunsthandwerk ist
Barock der Stil des Übergangs von der strengen Ordnung zur
Gelöstheit, der Übergang von der architektonischen
Formgebung der Renaissance zur eher malerisch großzügigen
Verarbeitung des Materials.
Die Schmuck
Herstellung im Barockzeitalter stand unter dem
Einfluss Frankreichs ,
insbesondere während der Regierungszeit des "Sonnenkönigs"
Ludwig XIV.
Das Prunk liebende
Barockzeitalter entwickelte eine Vorliebe für
Diamanten.
In diesem Zeitalter beginnt sich
aber auch
Silber als Material für Gebrauchsgegenstände durchzusetzen.
Auch die spanische Mode,
unter deren Einfluss sich Europa befand, wurde nun von
französischer Mode und Lebensart abgelöst.

spanische Mode mit
großen Krägen - Frühbarock

der Kragen weicht -
Anstatt der steifen Reifröcke wurde eine Vielzahl von
Unterröcken getragen, die aber nach wie vor die Hüfte
betonten. Das Decolleté war tief und breit und ließ den
oberen Teil der hochgedrückten Brust sehen. Im Verlauf des
17. Jh. wurde das Decolleté immer breiter und ovaler, wärend
das Mieder wieder steifer wurde.
Holländer, Flamen
und Spanier machten diese von Frankreich regierte Mode
allerdings nicht mit und hielten an den grossen Krägen fest
Die Spanier hielten
ebenfalls an der Steifheit fest. Zu sehen an den Gemälden
des Künstlers Velázquez. Die Reifröcke wurden extrem breit.


Ludwig XIV
(Der König förderte Künste und
Wissenschaften, was zu einer hohen Blüte der französischen
Kultur führte.)
Schmuck stellt sich in einer kaum
da gewesenen Üppigkeit und Bewegtheit von Formen dar. Der
figürliche Schmuck der Renaissance bekommt mehr und mehr florales Aussehen, bedingt durch Orienthandel.

Diamanten werden bevorzugt in
Silber gefasst. Neuer Schliff mit 32 Facetten (Mazarinschliff).
Kardinal Mazarin ermöglichte den
damaligen Steinschleifern das Experimentieren am Edelstein,
und somit wurden ab dem Jahr 1650 auch andere kostbare
Edelsteine geschliffen und facettiert. Aufkommen des
Rosenschliffs. Der bis dato übliche Cabochonschliff geriet
mehr und mehr in den Hintergrund.
Die ersten Diamantimitationen
entwickelten sich ebenfalls im 17. Jahrhundert, es handelte
sich hier um "Kieselglas" auf Basis Bleioxid.
Einzelschmuckstücke , wie
Ketten
oder Armbänder sind eher selten. Dominierend hingegen sind
Broschen und Ohrringe.


Barockbroschen

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