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Art Deco
Schmuck
Art Déco ist die Kurzbezeichnung für frz.
»art décorative« (Dekorative Kunst) und Abkürzung für die
erste internationale Ausstellung von Objekten des neuen
Kunstgewerbes, der »Exposition des Arts Décoratifs et
Industriels Modernes« in Paris (1925).
Neben der ungeheuren künstlerischen
Vielfalt im Bereich Architektur, Kunst und Kunsthandwerk,
Film und Technik, Werbung und Mode wurde diese Zeit auch von
völlig neuen Entwicklungen geprägt.
Eine große Bedeutung kam in den zwanziger Jahren besonders
dem Textildesign zu, wodurch der Weltruf der Wiener
Werkstätten maßgeblich geprägt wurde.
Dem Art Deco fehlt ein zugrunde liegendes
Stilmerkmal oder eine stilbildende Anschauung. Vielmehr
handelt es sich, inmitten des allgemeinen Aufbruchs der
"Klassischen Moderne", um eine gestalterische Verbindung von
Eleganz der Form, Kostbarkeit des Materials, Intensität der
Farben und Sinnlichkeit des Themas. Alles das war schon im
Jugendstil angelegt - vor allem im französischen, wo man im
Überflüssigen das Notwendige sah: "le superflu – chose la
plus nécessaire".
Die Bedeutung von Glas
spielte in der gesamten Art-Déco-Epoche eine wichtige Rolle,
nicht nur für Vasen, Gläser, Lampen oder Spiegel

Mehrere Gründe führten in den Jahren nach
dem Ersten Weltkrieg zu einem neuen Schmuckverständnis. Die
totale Umwandlung der etablierten Staatsformen, die
Entfernung der Gesellschaft von alten Werten und nicht
zuletzt der Wandel des Frauenideals.
Die Frau der Zwanziger Jahre ist emanzipiert, aufgeklärt,
selbstbewusst und sachlich.
Der
Schmuck dieser Zeit ist
von klarer Formgebung geprägt, oft aus Weißgold , Platin,
Chrom gefertigt.
Verwendung finden hochkarätige
Diamanten, in Verbindung
mit Aquamarin, Citrin oder Onyx und anderen Edelsteinen. Die
Goldschmiedekunst erreicht in dieser Epoche wohl ihren
Höhepunkt.

"Künstlicher Schmuck",
Modeschmuck war allgemein tragbar geworden,
nachdem die Pariser Modeschöpferin Coco Chanel ihn als
Tagesschmuck eingeführt hatte.

coco chanel
Neben dem teuren und erlesenen Schmuck der Juweliere,
entstand auch eine große Menge billiger Schmuckstücke:
Broschen, Ketten, Schnallen und Gürtelschließen aus
Aluminium. Bakelit, Glasperlen sowie eine Reihe vergoldeter
und versilberter Schmuckstücke .
Wichtigste Neuerung:
Doppelspangen, die sowohl ein Kleidungsstück zusammenhalten
als auch getrennt als Brosche und Nadel verwendet werden
konnten.
Mode:
Durch die beginnende Gleichberechtigung der Geschlechter
entstanden unkomplizierte Kleider, die auch der
wirtschaftlichen Tätigkeit der Frau angepasst waren und sich
nicht so unpraktisch zeigten wie die langen Röcke, die bis
dahin getragen wurden.
Coco Chanel befreite Frauen von Korsett und langen
Röcken.
Die Damenmode der Zwanziger Jahre zeigte außerdem einen
starken maskulinen Einschlag.
Seit Mitte der Zwanziger Jahre trugen Frauen auch Hosen
und Damensmokings.
Röcke und Kleider wurden kürzer, ab 1925 zeigte man Knie.
Der Bubikopf hält Einzug.

Abendkleider sind tief dekolletiert, mit schmalen
Schulterbändern und einem Gürtel an den Hüften. Dazu gehörte
ein großer Fächer aus Straußenfedern.
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