2005 Das Schillerjahr
das Schillerjahr 2009

Friedrich von Schiller
1759-1805
Dichter und Schriftsteller, Mediziner, Philosoph
Einer der größten deutschen Dichter

Schiller ist neben Goethe der wichtigste und meist gespielte Dramatiker der deutschen Klassik. Seine Dramen verkörpern die Aufbruchstimmung der Aufklärung und präsentieren die aufrüherische Kraft des Theaters im Vergleich zum geschriebenen Wort.Schiller hat neben zahlreichen Bearbeitungen antiker Stücke auch theoretische Schriften über die Wirkung des Theaters verfasst.

Genialität.
Wodurch gibt sich der Genius kund? Wodurch sich der Schöpfer
Kund gibt in der Natur, in dem unendlichen All:
Klar ist der Äther und doch von unermeßlicher Tiefe;
Offen dem Aug, dem Verstand bleibt er doch ewig geheim.
Zitate:
Einfachheit ist das Resultat der Reife.
Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.
Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.
Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.
Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte.
Was Hände bauen, können Hände stürzen.
Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.
Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.
Wer in Unglück fällt, verliert sich leicht aus der Erinnerung der Menschen.
Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort.
Vom Feind zum Freund:
- Wie die größte Freundschaft der Weimarer Klassik entstand -
Nie mehr ohne einander: Schiller und Goethe kann man nur in einem Atemzug nennen. Dabei musste diese Freundschaft hart erkämpft werden ............
Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe
weitere Links:
Ausführliche Biografie und viel Wissenswertes aus dem Schiller-Institut www.schiller-institut.de
Schiller-Nationalmuseum/Deutsches Literaturarchiv Marbach
Die Deutsche Schillergesellschaft e.V. ist Trägerin des Schiller-Nationalmuseums und des Deutschen Literaturarchivs. Die Marbacher Institute verfolgen das gemeinsame Ziel, Texte und Dokumente der neueren deutschen Literatur zu sammeln, zu ordnen und zu erschließen. Die Ergebnisse werden im Museum durch Ausstellungen und Kataloge, vom Archiv durch wissenschaftliche Veröffentlichungen, Lese- und Studienausgaben und Verzeichnisse in verschiedenen Schriftenreihen der Deutschen Schillergesellschaft der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
1759 Geburt von Friedrich Schiller am 10. November in Marbach am Neckar als zweites Kind von Elisabeth Dorothea und Johann Kaspar Schiller, der Wundarzt und später Offizier war.
1767 Besuch der Lateinschule
1773 Nach wiederholter Aufforderung an den Vater durch Herzog Karl Eugen Eintritt in die "Militär-Pflanzschule" auf Schloss Solitude bei Stuttgart.
1774 Beginn eines Jurastudiums. Geheimer Dichterbund mit Hoven, Georg Friedrich Scharffenstein und Wilhelm Petersen.
1775 Verlegung der Militärakademie nach Stuttgart und Beginn eines Medizinstudiums.
1776 Bekanntschaft mit den Werken Shakespeares. Erste Veröffentlichungen.
1777 Beginn der Arbeit an "Die Räuber".
[diese sollten einen der nachhaltigsten Skandale der Theatergeschichte hervorrufen und ihn über Nacht zu einem berühmten Mann machen.]
1780 Annahme seiner Dissertation mit dem Titel „Versuch über den Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen“. Entlassung aus der Akademie und Anstellung als Regimentsarzt im Grenadierregiment des Generals Augé in Stuttgart.
1781 Anonyme Herausgabe „Der Räuber“
1782 Heimliche Reise zur Uraufführung. Arreststrafe wegen der unerlaubten Reisen. Verbot von weiteren schriftstellerischen. Beginn der Arbeit an „Kabale und Liebe“ und „Die Verschwörung des Fiesco".
1783 Arbeit an „Don Carlos“. 1. September: Anstellung als Theaterdichter bis 31. August 1784. Schwere Erkrankung.
1788 Erste Begegnung mit Goethe.

Schiller mit Goethe und den Geschwistern Humboldt
1789 Übersiedlung nach Jena. Verlobung mit Charlotte von Lengefeld.
1790 Ernennung zum Hofrat. Heirat mit Charlotte von Lengefeld.
1791 Erkrankung an Lungenentzündung.
1792 10. Oktober: Verleihung der französischen Bürgerrechte durch die Pariser Nationalversammlung.
1793 Beginn der Arbeiten an „Wallenstein“.
1794 Erneutes Zusammentreffen mit Goethe Aufenthalt bei Goethe in Weimar.
[Die Freundschaft mit Goethe inspiriert Schiller sehr. Im freundlichen Wettstreit mit Goethe schreibt Schiller 1797 und 1798 zahlreiche Balladen wie "Der Taucher", "Der Handschuh", "Die Kraniche des Ibykus", "Der Ring des Polykrates" und "Der Gang nach dem Eisenhammer". Sie erscheinen im "Musenalmanach". Er dichtet "Wallenstein" in Jamben um, "Die Bürgschaft" und "Kampf mit dem Drachen" entstehen.]
1798 Uraufführung von „Wallensteins Lager“ zur Neueröffnung des Weimarer Theaters.
1800 Uraufführung von „Maria Stuart“ in Weimar. Beginn der Arbeit an der „Jungfrau von Orleans“.
1802 Plan des „Wilhelm Tell“. Erhebung in den erblichen Adelsstand. Angeregt wird er u.a. von Johann Wolfgang Goethe, der ihn auf die Tell-Sage aufmerksam machte. Als Quellen benützt Schiller die Chroniken von Etterlin, Stumpf, Tschudi und Johannes von Müller. Im folgenden Jahr geht er an die dramatische Ausarbeitung.

Schillers Familienwappen
1803 Beginn mit dem „Wilhelm Tell“.
1804 Zu Beginn des Jahres Vollendung des „Wilhelm Tell“. 17. März: Uraufführung des Wilhelm Tell in Weimar. Im gleichen Jahr am 4. November sieht Luzern die Erstaufführung unter der Leitung von Vinzenz Weiss aus Dresden im Komödienhaus ob der Sakristei der Jesuitenkirche, und anschliessend folgt die Zürcher Erstaufführung durch die gleiche Wanderbühne. Die Kritik rügt jedoch die starken Kürzungen.
1805 Friedrich Schiller stirbt am 9. Mai im Alter von nur 45 Jahren .

Schiller auf dem Totenbett
Zeichnung von Carl Christian Jagemann, Bleistift und farbige Kreide (10. Mai 1805).
Als Schiller am 9. Mai 1805 stirbt, ist auch Goethe tief betroffen. Dazu äußert sich Goethe mit den Worten:
„ Ich... verliere einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseins".
Trotz des frühen Todes hat der "Dichter der Freiheit" ein reiches Erbe an Dramen, Gedichten und Balladen hinterlassen. 
- 1789 erhält Schiller eine außerordentliche Professur für Geschichte in Jena, wovon die Antrittsrede besonders berühmt wurde: "Was heisst und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?"
[Bild (Marken DDR, 1989): 200. Jahrestag der Antrittsrede Schillers an der Universität Jena; Auszüge aus der Antrittsrede "Was ist und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?" - Schillerbüste von Dannecker, 1794, jetzt in der Staatsgalerie Stuttgart]
