|

Schiller ist neben
Goethe der wichtigste und meist gespielte Dramatiker der deutschen
Klassik. Seine Dramen verkörpern die Aufbruchstimmung der Aufklärung und
präsentieren die aufrüherische Kraft des Theaters im Vergleich zum
geschriebenen Wort. Schiller hat neben zahlreichen Bearbeitungen
antiker Stücke auch theoretische Schriften über die Wirkung des Theaters
verfasst.

Genialität.
Wodurch gibt sich der Genius kund? Wodurch sich der Schöpfer
Kund gibt in der Natur, in dem unendlichen All:
Klar ist der Äther und doch von unermeßlicher Tiefe;
Offen dem Aug, dem Verstand bleibt er doch ewig geheim.
Zitate:
Einfachheit ist das Resultat der Reife.
Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.
Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und
preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.
Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den
Stillstand deiner Tätigkeit.
Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn
nicht gefällt.
Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte.
Was Hände bauen, können Hände stürzen.
Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.
Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.
Wer in Unglück fällt, verliert sich leicht aus der Erinnerung der
Menschen.
Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort.
Vom Feind zum Freund:
- Wie die größte Freundschaft der Weimarer Klassik entstand -
Nie mehr ohne einander: Schiller und Goethe kann man nur in einem
Atemzug nennen. Dabei musste diese Freundschaft hart erkämpft werden
............
Briefwechsel zwischen
Schiller und Goethe
Hier
weitere Links:
Schillerjahr 2005 hier
Ausführliche Biografie und viel Wissenswertes
aus dem Schiller-Institut
www.schiller-institut.de
Schiller-Nationalmuseum/Deutsches
Literaturarchiv Marbach
Die Deutsche
Schillergesellschaft e.V. ist Trägerin des Schiller-Nationalmuseums und
des Deutschen Literaturarchivs. Die Marbacher Institute verfolgen das
gemeinsame Ziel, Texte und Dokumente der neueren deutschen Literatur zu
sammeln, zu ordnen und zu erschließen. Die Ergebnisse werden im Museum
durch Ausstellungen und Kataloge, vom Archiv durch wissenschaftliche
Veröffentlichungen, Lese- und Studienausgaben und Verzeichnisse in
verschiedenen Schriftenreihen der Deutschen Schillergesellschaft der
interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Hörbücher und Bücher

Friedrich Schiller - Kabale und Liebe
Cornelsen - CD-ROM

Friedrich Schiller - Werke (PC+MAC)
Directmedia - CD-ROM

Lexikon Schiller-Zitate
Friedrich von Schiller und Ernst Lautenbach
Iudicium - 2003-01 - Gebundene Ausgabe
An den Frühling
Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit Deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!
Ei! Ei! Da bist ja wieder!
Und bist so leib und schön!
Und freun wir uns so herzlich,
Entgegen Dir zu gehn.
Denkst auch noch an mein Mädchen?
Ei, Lieber, denke doch!
Dort leibte mich das Mädchen,
Und 's Mädchen leibt mich noch!
Fürs Mädchen manches Blümchen
Erbat ich mir von Dir -
Ich komm' und bitte wieder,
Und Du? - Du gibst es mir.
Willkommen, schöner Jüngling!
Du Wonne der Natur!
Mit Deinem Blumenkörbchen
Willkommen auf der Flur!
Das Glück und die Weisheit
Entzweit mit einem Favoriten,
Flog einst Fortun' der Weisheit zu:
"Ich will Dir meine Schätze bieten,
Sei meine Freundin Du!
Mit meinen reichsten, schönsten Gaben
Beschenkt' ich ihn so mütterlich,
Und sieh, er will noch immer haben,
Und nennt noch geizig mich.
Komm, Schwester, lass uns Freundschaft schließen!
Du marterst Dich an Deinem Pflug,
In Deinen Schoß will ich sie gießen,
Hier ist für Dich und mich genug."
Sophia lächelt diesen Worten,
Und wischt den Schweiß vom Angesicht:
"Dort eilt Dein Freund, sich zu ermorden,
Versöhnet Euch, ich brauch' Dich nicht."
vollständige Werke
hier
|
1759
Geburt von Friedrich Schiller am 10. November in Marbach am Neckar
als zweites Kind von Elisabeth Dorothea und Johann Kaspar Schiller, der
Wundarzt und später Offizier war.
1767 Besuch der Lateinschule
1773 Nach wiederholter Aufforderung an den Vater durch Herzog Karl Eugen
Eintritt in die "Militär-Pflanzschule" auf Schloss Solitude bei
Stuttgart.
1774 Beginn eines Jurastudiums. Geheimer Dichterbund mit Hoven, Georg
Friedrich Scharffenstein und Wilhelm Petersen.
1775 Verlegung der Militärakademie nach Stuttgart und Beginn eines
Medizinstudiums.
1776 Bekanntschaft mit den Werken Shakespeares. Erste
Veröffentlichungen.
1777 Beginn der Arbeit an "Die Räuber".
[diese sollten einen der nachhaltigsten
Skandale der Theatergeschichte hervorrufen und ihn über Nacht zu einem
berühmten Mann machen.]
1780 Annahme seiner Dissertation mit dem Titel „Versuch über den
Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen“.
Entlassung aus der Akademie und Anstellung als Regimentsarzt im
Grenadierregiment des Generals Augé in Stuttgart.
1781 Anonyme Herausgabe „Der Räuber“
1782 Heimliche Reise zur Uraufführung. Arreststrafe wegen der
unerlaubten Reisen. Verbot von weiteren schriftstellerischen. Beginn der
Arbeit an „Kabale und Liebe“ und „Die Verschwörung des Fiesco".
1783 Arbeit an „Don Carlos“. 1. September: Anstellung als Theaterdichter
bis 31. August 1784. Schwere Erkrankung.
1788 Erste Begegnung mit Goethe.

Schiller mit Goethe und den
Geschwistern Humboldt
1789 Übersiedlung nach Jena.
Verlobung mit Charlotte von Lengefeld.
1790 Ernennung zum Hofrat. Heirat mit Charlotte von Lengefeld.
1791 Erkrankung an Lungenentzündung.
1792 10. Oktober: Verleihung der französischen Bürgerrechte durch
die Pariser Nationalversammlung.
1793 Beginn der Arbeiten an „Wallenstein“.
1794 Erneutes Zusammentreffen mit Goethe Aufenthalt bei Goethe in
Weimar.
[Die Freundschaft mit Goethe inspiriert
Schiller sehr. Im freundlichen Wettstreit mit Goethe schreibt Schiller
1797 und 1798 zahlreiche Balladen wie "Der Taucher", "Der Handschuh",
"Die Kraniche des Ibykus", "Der Ring des Polykrates" und "Der Gang nach
dem Eisenhammer". Sie erscheinen im "Musenalmanach". Er dichtet
"Wallenstein" in Jamben um, "Die Bürgschaft" und "Kampf mit dem Drachen"
entstehen.]
1798 Uraufführung von „Wallensteins Lager“ zur Neueröffnung des Weimarer
Theaters.
1800 Uraufführung von „Maria Stuart“ in Weimar. Beginn der Arbeit
an der „Jungfrau von Orleans“.
1802 Plan des „Wilhelm Tell“. Erhebung in den erblichen Adelsstand.
Angeregt wird er u.a. von Johann Wolfgang Goethe, der ihn auf die
Tell-Sage aufmerksam machte. Als Quellen benützt Schiller die Chroniken
von Etterlin, Stumpf, Tschudi und Johannes von Müller. Im
folgenden Jahr geht er an die dramatische Ausarbeitung.

Schillers Familienwappen
1803 Beginn mit dem „Wilhelm Tell“.
1804 Zu Beginn des Jahres Vollendung des „Wilhelm Tell“. 17. März:
Uraufführung des Wilhelm Tell in Weimar. Im gleichen Jahr am 4. November
sieht Luzern die Erstaufführung unter der Leitung von Vinzenz Weiss aus
Dresden im Komödienhaus ob der Sakristei der Jesuitenkirche, und
anschliessend folgt die Zürcher Erstaufführung durch die gleiche
Wanderbühne. Die Kritik rügt jedoch die starken Kürzungen.
1805 Friedrich Schiller stirbt am 9. Mai im Alter von nur 45 Jahren .

Schiller auf dem Totenbett
Zeichnung von Carl Christian Jagemann,
Bleistift und farbige Kreide (10. Mai 1805).
Als Schiller am 9. Mai 1805 stirbt, ist auch
Goethe tief betroffen. Dazu äußert sich Goethe mit den Worten:
„ Ich... verliere einen Freund und in demselben die Hälfte meines
Daseins".
Trotz des frühen Todes hat
der "Dichter der Freiheit" ein reiches Erbe an Dramen, Gedichten und
Balladen hinterlassen.


Goethe-Schiller-Denkmal von Ernst Rietschel, 1857
vor dem Nationaltheater Weimar aufgestellt
|