März 2006
Pressemitteilung
2006 feiert Düsseldorf
mit der Quadriennale 06 ein Fest der Kunst
Kunstereignis von Weltrang im Vierjahresrhythmus – Ausstellungs-Highlights von März bis Oktober
In Zeiten rückläufiger Kulturetats untermauert die traditionsreiche Kunststadt ihren Ruf als internationale Kunstmetropole. Zahlreiche neue Museumsbauten und institutionelle Neugründungen haben in den letzten Jahren zum weltweiten Renommee der Landeshauptstadt beigetragen und genug Grund geschaffen, diese Entwicklung zu feiern: In diesem Jahr trägt Düsseldorf zum ersten Mal die Quadriennale aus. Ein Kunstereignis von Weltrang, das sich in Zukunft alle vier Jahre wiederholen soll.
Das Programm: Von März bis Oktober 2006 präsentieren alle großen Düsseldorfer Museen und Ausstellungshäuser in einer konzertierten Aktion Ausstellungs-Highlights rund um das Thema »Körper«, u.a. zu Francis Bacon, Caravaggio, Bruce Nauman, Juan Muñoz und Teresa Margolles. Auch die Kunstakademie und ihre prominenten Professoren wie Markus Lüpertz und Jörg Immendorff beteiligen sich mit dem »Pavillon der Bildhauerei« am Programm. Zum Auftakt der Quadriennale 06 im März wird zudem erstmals der neue Kunstpreis der Landeshaupt-stadt Düsseldorf vergeben. Einen weiteren Höhepunkt markiert im Oktober ein hochrangig besetztes Symposium zum Thema »Der Körper in der zeitgenössischen Bildenden Kunst«.
Die Stadt unterstützt das Quadriennale-Programm mit zusätzlichen Mitteln von fünf Millionen Euro. Darüber hinaus wurde der »Kunstpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf«, der künftig jährlich verliehen werden soll, mit 55.000 Euro ausgestattet. Oberbürgermeister Joachim Erwin: „Düsseldorfs Bedeutung als Stadt der Schönen Künste ist durch die Jahrhunderte gewachsen und gefestigt. Die Stadt möchte mit ihrem Engagement neue Impulse geben, dafür sorgen, daß Düsseldorf noch stärker als bisher als Zentrum der Bildenden Kunst wahrgenommen wird.“ 2006 werde sich Düsseldorf als überaus reizvolles kulturelles Reiseziel präsentieren, so das Stadtoberhaupt. „Wir freuen uns auf viele Gäste aus dem In- und Ausland.“
Ausstellungsprogamm März bis Oktober 2006
Stand: 6. März 2006
25.03.2006
Verleihung »Kunstpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf«
Preisträger: Bruce Nauman
museum kunst palast
Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf
www.museum-kunst-palast.de
09.04. – 09.07.2006
ZERO. Internationale Künstler-Avantgarde
der 50er/60er Jahre
museum kunst palast
Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf
www.museum-kunst-palast.de
08.06. – 03.09.2006
Manolo Valdés: Las Meninas
Heinrich-Heine-Allee, 40213 Düsseldorf
Ein Projekt der Stadt Düsseldorf im öffentlichen Raum in Kooperation mit der Galerie Beck & Eggeling
27.07. – 29.10.2006
Pavillon der Bildhauerei, Kunstakademie Düsseldorf
Eiskellerstraße 1, 40213 Düsseldorf
www.kunstakademie-duesseldorf.de
Ab 09.09.2006:
Großer Veranstaltungszyklus zum Thema »Körper«
09.09.2006 – 07.01.2007
Caravaggio. Auf den Spuren eines Genies
museum kunst palast
Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf
www.museum-kunst-palast.de
10.09.2006 – 14.01.2007
Bruce Nauman: Mental Excercises
NRW-Forum Kultur und Wirtschaft
Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf, www.nrw-forum.de
16.09.2006 – 07.01.2007
Francis Bacon – The Human Body
K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5, 40213 Düsseldorf, www.kunstsammlung.de
16.09.2006 – 07.01.2007
aus dem Verborgenen – under cover:
Berlinde De Bruyckere und Martin Honert
Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf
www.kunsthalle-duesseldorf.de
16.09.2006 – 07.01.2007
Teresa Margolles
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf
www.kunstverein-duesseldorf.de
16.09. – 05.11.2006
Bruno Goller
Akademie-Galerie – Die Neue Sammlung
Kunstakademie Düsseldorf
Burgplatz 1, 40213 Düsseldorf
www.kunstakademie-duesseldorf.de
14.10.2006 – 04.02.2007
Juan Muñoz – Rooms of My Mind
K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Ständehausstraße 2, 40217 Düsseldorf, www.kunstsammlung.de
19. und 20.10.2006
Symposium zum Thema »Der Körper in der zeitgenössischen Bildenden Kunst«
Düsseldorf – Hauptstadt der Museen
So viel Kunst pro Kopf, so viele Museen pro Einwohner gibt es kaum irgendwo: Doch nicht die Quantität zählt, sondern die Qualität der Häuser und der von ihnen präsentierten Ausstellungen.
So abwechslungs- wie traditionsreich:
Kunsthalle und Kunstverein
Am Grabbeplatz in der Altstadt residieren gleich drei Institutionen: Die Kunsthalle, 1967 eröffnet, ist ein Avantgarde-Ausstellungsinstitut internationalen Ranges. Hier fanden in den 60er und 70er Jahren die ersten Auftritte internationaler Gegenwartskunst statt: Minimal Art, Andy Warhol, Francis Bacon, die erste große Gerhard-Richter-Retrospektive. Diese Tradition führt die Kunsthalle seit 2001 unter neuer junger Leitung fort. Von Ausstellungen zur Punkbewegung in Deutschland bis zu Präsentationen von Kunstpionieren wie Dan Graham und Gerry Schum. Als ein Haus für Wechselausstellungen hat sich ihr international ausgerichtetes Programm, das zugleich an regionale und lokale Akzente und Traditionen anknüpft, sehr erfolgreich in der Stadt und auch weit darüber hinaus etabliert.
Unter demselben Dach stellt der über 175 Jahre alte Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen junge avantgardistische Positionen, die in einem internationalen Kontext agieren, zur Diskussion: etwa Tacita Dean, Pawel Althamer oder Moshekwa Langa. Gleichzeitig ist der Kunstverein die älteste Düsseldorfer Ausstellungsinstitution. Seit Gründung widmet er sich der Präsentation von Gegenwartskunst. Mit 4.000 Mitgliedern ist er zudem der größte Kunstverein Deutschlands und eröffnet seinen Mitgliedern neben dem Ausstellungsprogramm zahlreiche Vermittlungsangebote für zeitgenössische Kunst.
Kunst im Zeichen zweier Jahrhunderte: K20 und K21 –
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Direkt gegenüber, im Bau der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, ist eine hochrangige Kollektion mit Kunst des 20. Jahrhunderts zu sehen – von Max Beckmann, Paul Klee und Max Ernst über Jackson Pollock bis hin zu Joseph Beuys. Daher heißt die Kunstsammlung am Grabbeplatz auch seit kurzem K20. In ihrer über 40jährigen Geschichte hat das Haus ein unverwechsel-bares Profil entwickelt und behauptet seit langem aufgrund seiner hochkarätigen Sammlungsbestände eine herausragende Position in der internationalen Museumswelt. Seine qualitativen Schwerpunkte liegen auf der Malerei der westeuropäischen und amerikanischen Moderne. Wechselausstellungen zu Positionen der Gegenwartskunst – erst jüngst war eine spektakuläre Gerhard-Richter-Ausstellung zu sehen – runden das Spektrum des Museums ab.
Im K21, im sogenannten Ständehaus, dem ehemaligen Landtag, ist seit 2002 die Kunst des neuen Jahrtausends untergebracht: etwa Werke von Marcel Broodthaers, Nam June Paik, Reinhard Mucha, Thomas Schütte und Vertretern der in Düsseldorf beheimateten „Becher-Schule“. Durch die wechselnde Präsentation von Werken aus eigenen Beständen sowie aus den Sammlungen Reiner Speck und Gaby und Wilhelm Schürmann trifft der Besucher – immer wieder aufs Neue – auf Arbeiten einmaliger Qualität.
Ehrerweisung für die Kultur im Ehrenhof
Das museum kunst palast im Ehrenhof beherbergt eine erlesene Sammlung „Düsseldorfer Malerschule“ sowie das graphische Kabinett mit 14.000 italienischen Barockzeichnungen. Von Peter Paul Rubens über Max Beckmann bis zu Andreas Gursky – das Ergebnis der Sammlungstätigkeit des Hauses ist reich. Nach dem Umbau durch Oswald Mathias Ungers im Jahr 2001 präsentiert das Museum heute zugleich eine neue wegweisende Architektur und eine erstklassige Plattform für herausragende Ausstellungen wie »Altäre der Welt« oder »Africa Remix«. In diesen großen Sonderausstellungen wird der Bogen zur globalen Kunst der Gegenwart gespannt: Seit seiner Neugründung 2001 hat sich das Museum konsequent der „zeitgenössischen Kunst aller fünf Kontinente“ verschrieben.
Auch das benachbarte NRW-Forum Kultur und Wirtschaft hat sich in den sechs Jahren seines Bestehens einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Es ist Schauplatz für Wechselausstellungen ganz anderer Art. Photographie, Video, Architektur, Mode, Design und Kunst werden in diesem Haus unterschiedslos betrachtet und zeigen die Schnittstellen kultureller und alltagskultureller Phänomene auf. Von Andy Warhol, Herb Ritts, Anton Corbijn oder Manolo Blahnik bis zu Alexander McQueen oder Vivienne Westwood, von Hochhäusern, der Betrachtung der Fliegerei in der Photographie oder Bettina Rheims bis hin zu Martin Kippenberger: Das Spektrum des Hauses ist so vielfältig wie die kulturellen Themen.
Vorhang hoch, Film ab – Museen jenseits
der reinen Kunst
Die Historie der Stadt vergegenwärtigt das Stadtmuseum im Herzen der Altstadt. Gemälde, Mobiliar, Waffen, Silber, Medaillen, Dokumente und Kunstwerke lassen die wechselvolle Geschichte der Stadt nacherleben, zumal sich das Museum erst vor kurzem verjüngt hat und sich seitdem als Plattform für den urbanen Diskurs versteht. Exzellente Spezialmuseen ergänzen die Reihe der auf Kunst spezialisierten Häuser: das literarisch ausgerichtete Heinrich-Heine-Institut und das Goethe-Museum, das Museum für Europäische Gartenkunst im Schloss Benrath wie auch das Hetjens-Museum mit wertvollem historischen Porzellan. Das benachbarte Filmmuseum mit angeschlossenem Programmkino, aber auch das Theater-Museum bilden eine „Schule des Sehens“ vom 17. bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert.
Wem es, was eher unwahrscheinlich ist, in Düsseldorf doch einmal langweilig werden sollte, für den bietet das nähere Umland noch jede Menge Kunst: Von der Stiftung Hombroich, einem Kunst-Landschaftspark in der Nähe von Neuss, und der Langen Foundation mit ihrem Neubau von Tadao Ando bis hin zu den traditionsreichen Museen und Ausstellungshäusern in Krefeld (Haus Lange/Haus Esters), Mönchengladbach (Museum Abteiberg) und Duisburg (Wilhelm-Lehmbruck-Museum).