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Peter Paul Rubens

1577-1640

Flämischer Maler

Meister üppiger barocker Formen


 

Selbstporträt 1628

 

 * Sohn eines Antwerpener Juristen, der als Reformierter nach Deutschland geflohen war
* Schüler von den Malern Tobias Verhaecht, Adam van Noort und Otto van Veen.
* 1578 Übersiedlung nach Köln
* 1589 Peter Paul Rubens zieht nach Antwerpen
* 1598 Rubens wird Freimeister der Lukasgilde in Antwerpen
* 1600 siedelte er nach Italien über, wo er sich als freier Maler betätigte. Rubens wurde im gleichen Jahr vom Herzog von Mantua, Vincenzo Gonzaga, zum Hofmaler ernannt.
* 1603 reist im Auftrag des Herzogs Vincenzo Gonzaga nach Spanien
* 1608 kehrt nach Antwerpen zurück
* 1609 Rubens heiratet Isabella Brant (1591-1626) in Antwerpen
* 1609 wird Hofmaler des Erzherzogenpaares Albrecht und Isabella
* 1622 bis 1627 mehrere Reisen nach Paris. Ab 1606 zog Rubens nach Rom und studierte neben den antiken Meisterkünstlern auch Architektur. Die Ergebnisse seiner Baukunst-Studien mündete 1622 in dem Buch “Palazzi di Genua”. 
* 1628 bis 1629 Aufenthalt in Madrid
* 1629 bis 1630 Reise nach London
* 1630 heiratet die 16jährige Helene Fourment, die häufig sein Modell wurde, nachdem seine Frau 1626 starb
* 1635 seit diesem Jahr lebte Rubens auf seinem Landschloß Steen in der Nähe von Antwerpen

 

Virgin and Child
c. 1604
Oil on panel
Musée des Beaux-Arts, Tours

Rubens zog sein Malatelier wie einen  Handwerkbetrieb in großem Umfang auf, den er zu einem gut florierenden Unternehmen entwickelte. Er ließ etliche Mitarbeiter Kunstwerke produzieren, die er auf dem Kunstmarkt anbot. Unter anderem arbeiteten für ihn die Maler Anthonis van Dyck, Frans Snyders oder Jan Bruegel der Ältere. Er ließ Spezialisten für sich arbeiten und folgte damit einer gut organisierten Arbeitsteilung. 

 

 

 

The Crucified Christ
1610-11
Oil on canvas, 219 x 122 cm
Koninklijk Museum voor Schone Kunsten, Antwerp

 

 

Insgesamt entstanden dort mehr als 2000 Bilder, davon 600 eigenhändig!

Seine Werke wurden oftmals in Kupfer gestochen, um sie dann in ganz Europa auf dem Kunstmarkt zu verkaufen. Besonders bei Auftragsarbeiten lieferte Rubens lediglich die Entwürfe, die Realisierung lag dann in den Händen seiner Mitarbeiter. 

 

 

 

Altarpiece of St Ildefonso (right panel)
after 1639
Oil on wood, 352 x 109 cm
Kunsthistorisches Museum, Vienna

 

 

Venus at a Mirror
c. 1615
Oil on panel, 124 x 98 cm
Collection of the Prince of Lichtenstein, Vienna

 

 

 

The Three Graces
1639
Oil on wood, 221 x 181 cm
Museo del Prado, Madrid

 

 

Isabella Brandt
c. 1626
Oil on canvas, 86 x 62 cm
Galleria degli Uffizi,

 Florence

 

 

Hélène Fourment mit zweien ihrer Kinder, c. 1636

 

 

Rubens war auch als Illustrator, Zeichner und Graphiker tätig.

Rubens Werke sind, mehr als die jedes anderen Malers, geprägt durch Licht und Farbenglut.

In der Darstellung des Nackten, in der wunderbaren Leuchtkraft der Fleischfarbe ist er unübertroffen.

Auch für die Landschaftsmalerei war Rubens bahnbrechend, weil er Größe der Auffassung mit Tiefe und Kraft der Stimmung verband.

 

 

 

St. George Slaying the Dragon
-
Pen with brown ink and brown wash
Musée du Louvre, Paris


 

 

 
Rubens Passioni
Ulrich Heinen und Andreas Thielemann
Vandenhoeck & Ruprecht - 2001 - Broschiert






Perlentaucher.de
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2001
Ulrich Rehm weist darauf hin, dass dieses Buch auf der Grundlage eines "fruchtbaren Kölner Kolloquium" entstanden ist, und ebenso fruchtbar findet er offenbar auch das Buch selbst. Auf zahlreiche Beiträge geht er detailliert ein, wobei er durch die Bank nur Lob ausspricht. So hat Rehm in Joachim Raupps Beitrag über Energie in Rubens' Landschaften erfahren, wie sehr dieser sich auf literarisch überlieferte Motive aus der Antike bezogen hat und dass die "gesamte Bildstruktur auf der souveränen Anwendung stoischer Naturlehre auf die Malerei beruht". Nach Rehm hat dies vorher noch nie jemand so deutlich aufgezeigt. Neben vielen anderen Beiträgen findet der Rezensent auch den Text von Arnout Balis über Rubens' "Theoretisches Studienbuch" besonders interessant, weil hier deutlich werde, dass der Maler weniger eine Theorie formulieren wollte, sondern eher Motive so gruppierte, "dass sie für die praktische Anwendung verfügbar wurden". Insgesamt gefällt es Rehm sehr, dass die Autoren hier ganz verschiedene Interessen und Blickwinkel zeigen, die sich summa summarum zu einer "spannungsreichen Einheit" zusammenfügen, so sein Fazit.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Gefühlsstürme auf barocker Leinwand
Mit seiner Kunst vollendete Rubens die Hinwendung des Stoizismus zu allen Bereichen menschlichen Ausdrucks und empirischer Weltbeobachtung.
Peter Paul Rubens prägt bis heute das Bild der Barockkunst. Schon die Zeitgenossen bewunderten seine Fähigkeit, starke Gefühle darzustellen und beim Betrachter auszulösen.

 
 

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Raising of the Cross: Sts Eligius and Catherine
1610
Oil on panel, 460 x 150 cm
O.-L. Vrouwekathedraal, Antwerp



Portrait of a Young Woman
1628-35
Black chalk
Museum Boymans-van Beuningen, Rotterdam


Links

 

 

 Peter Paul Rubens 1577-1640
Peter Paul Rubens 1577-1640
Peter P. Rubens, Johann Kräftner, Wilfried Seipel und Renate Trnek
Brandstätter - 2005-01 - Gebundene Ausgabe




Kurzbeschreibung
Viele europäische Metropolen nehmen für sich in Anspruch, als Rubens-Städte zu gelten - sei es aus biograpischen Gründen, weil Rubens dort gelebt hat - oder wegen der Bestände ihrer Museen. Seit jedoch die Hauptwerke der Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein 2004 aus Vaduz an ihren angestammten Platz zurückgekehrt sind, hat Wien alle anderen Städte wie Antwerpen oder Genua sowohl an Zahl als auch an Bedeutung der Rubens-Gemälde überflügelt.
Dieser Prachtband zeigt in opulenten Bildern sowie mit zahlreichen Details und Vergleichsabbildungen über 90 Werke des Malers.

 Rubens Bilder der Liebe
Rubens Bilder der Liebe
Dagmar Feghelm und Markus Kersting
Prestel - 2005-03 - Broschiert







Kurzbeschreibung
Der flämische Maler Peter Paul Rubens schloss 1630 eine auch für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Ehe: Der 53-Jährige heiratete die 16-jährige Patrizier- Tochter Helene Fourment. Vier Jahre zuvor, 1626, war seine erste Gattin Isabella Brant gestorben. Beide Frauen sind in Rubens' Werk gegenwärtig: Während in Isabellas Porträts ihre Rolle als Ehefrau und bewunderte Gefährtin dokumentiert ist, wird uns Helene nicht nur als Gattin und Mutter, sondern auch als Muse und Jungbrunnen für den alternden Maler präsentiert. Die verschiedenen Aspekte von Rubens' Beziehungen zu seinen Frauen werden anhand zahlreicher Beispiele anschaulich beleuchtet.

 

 Peter Paul Rubens.
Peter Paul Rubens.
Peter P. Rubens, Nils Büttner und Ulrich Heinen
Hirmer - 2004-08 - Gebundene Ausgabe






Kurzbeschreibung
Wie kein anderer europäischer Künstler gilt Peter Paul Rubens (1577 - 1640) als Meister barocker Leidenschaften. In einer von Kriegswirren und kulturellen Umbrüchen geprägten Zeit schuf er eine von vielfältigen Gefühlsregungen geprägte Bildwelt, die über die bekannten sinnenfreudig-üppigen Szenen hinausgeht. Im Festjahr zum 250-jährigen Bestehen des Herzog Anton Ulrich-Museums widmet sich nun erstmals eine Ausstellung dem facettenreichen Spektrum von Leidenschaften, das sich in seinen Bildern eröffnet. Ausdruck und Wirkungsweise von Rubens' vielschichtiger Affektkunst wird anhand von über achtzig herausragenden Exponaten - neben Gemälden zahlreiche Zeichnungen und Graphiken aus bedeutenden europäischen Museen und Sammlungen - nachgespürt. Es wird verdeutlicht, wie Rubens seine Malerei der Affekte realisierte: Studien- und Skizzenblätter, aber auch Ölskizzen zeichnen den künstlerischen Schaffensprozess nach. (Katalogbuch zur Ausstellung: 8. August - 31. Oktober 2004)

 Peter Paul Rubens - Zeichnungen, Ölskizzen, Gemälde Katalog zur Ausstellung in der Albertina, Wien
Peter Paul Rubens - Zeichnungen, Ölskizzen, Gemälde Katalog zur Ausstellung in der Albertina, Wien
Peter P. Rubens, Klaus A. Schröder und Heinz Widauer
Hatje Cantz Verlag - 2004-09 - Gebundene Ausgabe




Kurzbeschreibung
Nach dem großen Erfolg der Albrecht-Dürer-Monografie jetzt das opulente Katalogbuch zum neuen Ausstellungshighlight der Albertina.

Peter Paul Rubens (1577-1640) war der wohl erfolgreichste Maler des Barock. Schon zu Lebzeiten war er ein begehrter Künstler, der begeistert gesammelt wurde. Der große Flame unterhielt daher einen gewaltigen Werkstattbetrieb, in dem seine Entwürfe von seinen Mitarbeitern in gigantische Formate übersetzt wurden.

Diese Publikation der Albertina nimmt sich der eigenhändigen, der »authentischen« Werke des Peter Paul Rubens an. Sie spannt dabei einen weiten Bogen, der vom Früh- bis zum Spätwerk reicht: Annähernd 140 Zeichnungen, Ölskizzen und Gemälde veranschaulichen in ihrer malerischen Virtuosität und Brillanz sein einzigartiges Genie. Neben den berühmten Studien nach der Antike und den großartigen Historienbildern, Porträts und Landschaften bilden die berührenden Bildnisse der Kinder des Meisters den Höhepunkt dieses prächtigen Bandes - unter ihnen das populäre Porträt des dreijährigen Nicolaas aus der Albertina.

Ausstellung: Albertina, Wien 15.9.-5.12.2004

 

Rubens. Der offizielle Kotalog zur Ausstellung!
Rubens. Der offizielle Kotalog zur Ausstellung!
Peter P. Rubens
Belser - 2004-03 - Gebundene Ausgabe





Kurzbeschreibung
Peter Paul Rubens eindrucksvoller, bildmächtiger Stil vereint den flämischen Realismus mit der bildnerischen Formenfreiheit und den klassischen Themen der italienischen Barockmalerei. Er veränderte so die gesamte nordeuropäische Kunst seiner Zeit nachhaltig. Dieser opulent bebilderte Band untersucht umfassend die verschiedenen Stationen seines Lebenswerkes und gibt eindrucksvoll Zeugnis vom kreativen Temperament eines der größten Künstler seiner Zeit.

 

Peter Paul Rubens (1577-1640). Humanist, Maler und Diplomat.
Peter Paul Rubens (1577-1640). Humanist, Maler und Diplomat.
Otto von Simson
Zabern - 2003-11 - Gebundene Ausgabe







Kurzbeschreibung
Der Kunsthistoriker Otto von Simson beschäftigte sich sein Leben lang mit dem flämischen Maler Peter Paul Rubens, in seinen Augen ist der Künstler der größte Erzähler in der Geschichte der Malerei. Im vorliegenden Band deutet er die Werke Rubens' als eine geniale Vergegenwärtigung der Antike. Der Autor ermöglicht es dem Leser, Rubens auf seinen Reisen zu begleiten und an seinen Begegnungen teilzunehmen; daneben deutet und übersetzt er die allegorischen und mythologischen Bilderwelten des genialen Malers.

 

Gärten und Höfe der Rubenszeit im Spiegel der Malerfamilie Brueghel und der Künstler um Peter Paul Rubens
Gärten und Höfe der Rubenszeit im Spiegel der Malerfamilie Brueghel und der Künstler um Peter Paul Rubens
Ursula Härting
Hirmer - 2000 - Gebundene Ausgabe







Vorbild Rubens
Vorbild Rubens
Johann Kräftner und Veronika Kopecky
Prestel - 2004-12 - Broschiert







Sprechen über Farbe: Rubens und Poussin
Sprechen über Farbe: Rubens und Poussin
Irene Schütze
Vdg-Verlag - 2005-01 - Gebundene Ausgabe







Kurzbeschreibung
In der Kunstwissenschaft ist nach wie vor umstritten, ob und wie sie sich mit dem Thema "Farbe" auseinander setzen soll. "Sprechen über Farbe" erörtert, wie Kunsttheoretiker in der Vergangenheit mit dem Thema umgegangen sind und welche methodischen Ansätze es heute gibt, adäquat die Farbe in Bildern aus vergangenen Epochen zu analysieren. Die vorgestellten analytischen Herangehensweisen zeigen, dass erst die Synthese von historischer Argumentation und formal-ästhetischer Analyse die Funktionen von Farbe im Bild umfassend herausarbeiten kann.
Das methodische Problem der Farbinterpretation wird exemplarisch an Rubens und Poussin aufgerollt. An ihren Bildern entzündete sich im 17. Jahrhundert die "querelle du coloris". Dieser kunsttheoretische Streit entzweite die Mitglieder der französischen 'Academie royale de peinture et de la sculpture' und ging als heftigste intellektuelle Auseinandersetzung über Farbe in die Theoriegeschichte ein. In der "querelle du coloris" wurden bereits viele A spekte thematisiert, die die kunsthistorische Farbforschung nach wie vor herausfordern, z.B. die Schwierigkeit, Farbkompositionen in Sprache zu "übersetzen", die Emotionalität des Farbenerlebens, die Veränderlichkeit von Farben eines Bildes durch äußere Einflüsse (z.B. Alterung oder variierende Beleuchtung) oder differierende Konzepte über die Bedeutungen einzelner Farben.
Mit Rubens und Poussin werden zwei Maler gegenübergestellt, deren Farbgestaltung unterschiedlicher nicht sein könnte. Die Bilder Poussins mit ihren klar voneinander geschiedenen Farben zeigen besonders deutlich bedeutungstragende und ordnende Funktionen der Farbe. Die Bilder Rubens' mit ihren dynamisch ineinander fließenden Farben verdeutlichen dagegen vor allem die wirkungsästhetische Kraft der Farbe.
 

 

 

 
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