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Künstlerbiografie
 
 
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 Pablo Picasso

1881-1973

 

Pablo Picasso, geboren 25.10. 1881 Malaga (Spanien)

Sein Werk ist überwältigend, ebenso wie sein Einfluss auf die Kunst.

1888/89  beginnt  Picasso unter der Anleitung seines Vaters, der Maler war, zu malen.

1892 tritt er in die Kunstschule von la Coruna ein.

1894 schreibt und illustriert Tagebücher. Sehr schnell erkennt sein Vater das junge Talent.

1895 Eintritt in die Akademie der Kunst La Lonja, wo sein Vater unterrichtet.

1896 Erstes Atelier in Barcelona. Erstes grosses Ölbild " die Erstkommunion".

1897 "Wissenschaft und Nächstenliebe", das 2. grosse Ölbild, wird auf auf der nationalen Kunstausstellung in Madrid lobend erwähnt und gewinnt in Malaga Goldmedaille.

1900 Atelier mit Casagemas in Barcelona. Ausstellung von ca 150 Zeichnungen im "Els Quatre Gats".

1905 Lernt Apollinaire und die Geschwister Leo und Gertrude Stein kennen. Malt häufig Zirkusthemen. Beginn der rosa Periode. Erste Skulpturen

Seit 1910 gibt es wenige künstlerische Entwicklungen, die nicht eine Beziehung zu ihm hätten.

Als der größte Künstler unseres Jahrhunderts ging er in die Geschichte ein.

Geleitet von einem bis zu seinem Tode nie endenden Schaffensdrang, unterschied er sich schon in der Vielfalt der darstellerischen Techniken von all seinen Zeitgenossen.

Unter Picassos Einfluss wurde alles zur Kunst. Das großartige daran: das Gesehene wurde sofort in die allereinfachste Form umgesetzt, ohne Spannungsverlust, ohne dass die Vollkommenheit des Gesehenen verlorenging. Speziell in seiner Grafik wirkte er wegweisend auf die späteren Künstler.

Während seines Lebens durchlief Pablo Picasso verschiedene charakteristische Malstile. Die Blaue Periode dauerte von 1900 bis 1904. Sie zeichnet sich durch den Gebrauch verschiedener Blautöne aus, die den melancholischen Unterton seiner Themen unterstreichen - Menschen von der bitteren Seite des Lebens mit dünnen, halb-verhungerten Körpern. Sein Malstil während dieser Zeit ist meisterlich und überzeugt sogar diejenigen, die seinen späteren Stil ablehnen.
Währen der kurzen Rosa Periode von ca. 1905 bis 1906, veränderte sich Picassos Stil zu einem freundlichen rosa Ton mit Themen aus der Welt des Circus.

Nach mehreren Reisen nach Paris, lies sich Pablo Picasso im Jahr 1904 dauerhaft in der "Hauptstadt der Künste" nieder. Dort traf er all die anderen berühmten Künstler wie Matisse, Joan Miro und George Braques. Pablo Picasso wurde ein grosser Bewunderer von Matisse und entwickelte eine lebenslange Freundschaft mit dem Meister des französischen Fauvismus.

Inspiriert durch die Arbeiten von Paul Cézanne, entwickelten Pablo Picasso, George Braque und Juan Gris den kubistischen Stil. Im Kubismus werden alle Themen auf simple geometrische Formen reduziert. In einer späteren Version des Kubismus, dem sogenannten synthetischen Kubismus, werden verschiedene Ansichten eines Objekts oder einer Person simultan aus verschiedenen Blickwinkeln in einem Bild dargestellt.

Im Jahr 1937 schuf Pablo Picasso eines seiner berühmtesten Gemälde, Guernica. (1937, Öl auf Leinwand, 349x777 cm).

Es befindet sich heute im Museo Reina Sofía, Abteilung Picasso, in Madrid und entstand als Reaktion auf die Zerstörung der spanischen Stadt Guernica durch die deutsche Flugstaffel Legion Condor während des Spanischen Bürgerkrieges.Picasso gab seiner künstlerischen Haltung dazu in den folgenden Worten Ausdruck:

"Es ist mein Wunsch, Sie daran zu erinnern, dass ich stets davon überzeugt war und noch immer davon überzeugt bin, dass ein Künstler, der mit geistigen Werten lebt und umgeht, angesichts eines Konflikts, in dem die höchsten Werte der Humanität und Zivilisation auf dem Spiel stehen, sich nicht gleichgültig verhalten kann." Picasso, Dezember 1937

 Für Guernica benutzte Pablo Picasso symbolische Formen, die in vielen seiner Werke wiederkehrten, wie zum Beispiel das sterbende Pferd oder die weinende Frau.

Guernica war bis 1981 im Museum of Modern Art in New York ausgestellt und wurde im Jahr 1981 in den Prado von Madrid in Spanien überführt. 1992 erhielt es seinen heutigen Platz im Queen Sofia Center of Art in Madrid. Picasso hatte die Rückkehr von Guernica nach Spanien testamentarisch bis zum Ende der faschistischen Herrschaft durch General Franco untersagt.

Das Werk Picassos entzieht sich bis heute sicherem Zugriff. Allein sein Umfang sprengt alle Grenzen. Man darf wohl allein die Anzahl der Gemälde auf über 10.000 schätzen; dazu kommen ein Vielfaches an Skizzen und Zeichnungen, die Druckgraphik, Keramiken und Skulpturen. Niemand übersieht heute das Oeuvre vollständig. Wichtige Ausstellungen in allen Kontinenten haben jedoch seit Jahrzehnten Picassos Kunst nicht nur einem staunenden Publikum nahegebracht, sondern auch den Grundstein zum Begreifen seiner künstlerischen Existenz gelegt.

1973 Stirbt am 8. April in Mougins und wird am 10. April im Garten von Schloss Vauvenargues begraben.

1985 Eröffnung des Musée Picasso om Hotel Salé in Paris.(203 Gemälde, 191 Skulpturen, 85 Keramiken, über 3000 Zeichnungen und Grafiken)

Quelle u. a. : Ingo F. Walther, "Picasso", Benedikt Taschen Verlag GmbH, 1999, Köln

 

 

 

 

 
 
 

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.


 

Zitat Picasso

" Wenn man ganz genau weiß, was man machen will, wozu soll man es dann überhaupt noch machen? Da man es ja bereits weiß, ist es ganz ohne Interesse.Besser ist es dann, etwas ganz neues zu machen."

 Pablo Picasso 1881-1973
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Ingo F. Walther
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 Pablo Picasso 1881-1973
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Picasso, Skulpturen
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 Epochen der Kunst, Neubearbeitung, 5 Bde., Bd.4, Vom Klassizismus zu den Wegbereitern der Moderne
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