2121-NUNO – Textile Visionen von Reiko Sudo
MKG Hamburg
2121-NUNO – Textile Visionen von Reiko Sudo
Neue außergewönliche Stoffe der Textildesignerin Reiko Sudo
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Stiftung öffentlichen Rechts
Steintorplatz
20099 Hamburg
Telefon: (040) 428 134 - 27 32
Telefax: (040) 428 134 - 28 34
E-Mail: service@mkg-hamburg.de
Internet: www.mkg-hamburg.de
19. Januar bis 18. März 2007

Windbreak 2005
Copyright Sue McNab
Die Textildesignerin Reiko Sudo, Gründerin des Unternehmens Nuno, erlangte als eine der Hauptfiguren zeitgenössischer textiler Erneuerung Weltruhm. Ihr Werk ist in den Sammlungen bedeutender Museen vertreten, unter ihnen das Victoria und Albert Museum in London sowie das Museum of Modern Art in New York. Ein Wald von Stoffen im Freiraum ermöglicht jetzt eine strukturelle Reise durch das 21jährige Schaffen von Reiko Sudo. Ihre phantasievolle Verwendung neuer Stoffe und ihre intuitive Anwendung industrieller Veredelungsverfahren werden in einer Auswahl an Textilien sichtbar, die von transparent bis dicht gearbeitet und gefilzt reicht. Der Besucher ist umgeben von Materialität und Farbe und darf und soll an einer Begreif-Wand die Stoffproben auch physisch erleben.

Skip stitch
Copyright Sue McNab
Nuno ist an der vordersten Front textilen Experimentierens angesiedelt, so wichtig es auch ist, dies in den Kontext der traditionellen japanischen Praxis zu stellen. Reiko Sudo ist eine beharrliche Förderin der Kunstweber und –färber, die in jahrhundertealter Tradition gewachsene Techniken und weitergegebenes Wissen bewahren. Erst die Unterstützung, Intuition und Flexibilität dieser Kunsthandwerker beim Ausprobieren neuer, andersartiger Zugänge haben es Reiko Sudo ermöglicht, ihre Beziehungen zwischen Technologie und Tradition aufzubauen und zu entwickeln.
Nuno Textilien sind sofort an ihrer innovativen Machart und der Verbindung verschiedener Materialien erkennbar. Traditionelle Techniken und Materialien wie Sashiko Quilten, Washi - handgeschöpftes Papier, und Shibori – eine Färbetechnik, werden mit Rostfärbungen, Ätzverbrennungen und neuen Fasern verbunden, die mit Hilfe modernster Techniken produziert und aus Pflanzen wie zum Beispiel Mais oder Bambus oder aus Holzkohle gesponnen werden.

Seal skin 1995
Copyright Sue McNab
Reiko Sudo und Nuno haben mit vielen Architekten zusammengearbeitet, unter ihnen Toyo Ito. Innerhalb der Ausstellung gibt es eine textile Wand, eine dehnbare halbtransparente Struktur, die veranschaulicht, was der Architekt Toyo Ito geschrieben hat: “Glasgebäude sind nicht der einzige Weg um Transparenz zu erzielen, nein, die heute gefragte Aufgabe ist, wie man anderweitige Beziehungen schafft zwischen abgeschirmten Räumen“. In Verbindung mit dieser textilen Wand zeigen wir ein Video über Nuno-Textilien, „Nuno – die unwirkliche Haut“.

Tanabata 2005
Copyright Sue McNab
Der amerikanische Schriftsteller Robert Kushner schreibt von Reiko Sudo’s „visuellem Geistreichtum“, ihrem „technischen Verständnis“ und ihrer „wilden Furchtlosigkeit“. Die bemerkenswerte Kombination dieser Eigenschaften hat zu Textilien geführt, die komplexe Technologien, traditionelle Techniken und neue
Verarbeitungsprozesse vereinen und so mit außerordentlichen visuellen Effekten die Textilgestaltung in Innenräumen, Mode und Kunst revolutioniert haben.
Um den Kontext für Reiko Sudo’s außergewöhnlich schöne, innovative Textilien zu erweitern und um das Publikum direkt mit unserem gegenwärtigen Verständnis von Stoff, Zeit und Ort vertraut zu machen, zeigen wir, zusätzlich zum visuellen Erleben der Textilien, ein weiteres Video innerhalb des textilen Waldes. „Was bedeutet Stoff für mich?“ hat vier Teile und ist eine Zusammenarbeit zwischen der Kuratorin von „21:21“, Lesley Millar, und dem Dokumentarfilmemacher Lutz Becker. Die Filmdiskussion „Was bedeutet Stoff für mich?“, die aus über 40 Interviews hervorgegangen ist, demonstriert die weite Bandbreite an Assoziationen, Verwendung und Wichtigkeit von Textilien in unserem Leben. Der Klang, die Oberfläche, die Drapierung von Textilien und Kleidung selbst – alles löst eine höchst persönliche Auseinandersetzung aus. Familie, kulturelle und historische Verbindungen werden durch Textilien gemacht. Die Beziehungen zwischen Stoff und dem Körper, Stoff und Architektur, Stoff und Kunst weben sich in die Diskussion ein.
www.2121vision.surrart.ac.uk
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 21 Uhr
Museums-Eintritt: 8 € / 5 €, dienstags ab 16 Uhr und donnerstags ab 17 Uhr immer 5 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei
Armin Mueller-Stahl - Szene und Zeichnung
26. Januar bis 15. April 2007
Bunte Götter - Die farbenfrohe Welt der Alten Griechen
4.4. - 1.7.2007
Hilda Körner und Lothar Walter - Ein Künstlerpaar in Hamburg
17.11.2006 - 18.2.2007
2121-NUNO – Textile Visionen von Reiko Sudo