Wasistdas| junge Kunst aus Berlin in Paris zu sehen
04.10.08 (pressemitteilung)
Ausstellungsprojekt Wasistdas | Kunst aus Berlin
Norbert Bisky – Theo Boettger – Dennis Feddersen – Philipp Fürhofer – Franziska Klotz – Jan Muche – Lars Teichmann
Eröffnung: 20. 10. 2008 18h-0h
Das künstlerische Projekt zeigt in seiner erster Schau am 21.10.2008 die Werke sieben in Berlin
lebender junger Künstler.
Ort der Ausstellung ist eine Pariser Privatloft im 19. Arrondissement.
Es handelt sich um eine jährlich stattfindende Ausstellung zur Präsentation aktueller Tendenzen deutscher zeitgenössischer Kunst.
2008 wird es Malerei und Installation von Norbert Bisky, Theo Boettger, Dennis Feddersen, Philipp Fürhofer, Franziska Klotz, Jan Muche und Lars Teichmann zu sehen geben.
Ziel der jungen Ausstellungsmacher ist es, dem französischen Publikum junge Künstler vorzustellen und ihm in der entspannten Umgebung eines Wohnraums die Möglichkeit zu geben, sich ohne Berührungsängste mit den Werken auseinander zu setzen.
Die Idee hinter wasistdas, den deutsch-französischen Kulturaustausch nachhaltig positiv zu stimulieren, findet sich auch in der namengebenden Wortschöpfung wasistdas wieder. Das Wort verbindet das französische Wort vasistas mit der deutschen Frage „Was ist das?“. Der Begriff vasistas entstand nach einem der zahlreichen Mythen beim Besuch eines deutschsprachigen Beamten in Frankreich. Dieser kommentierte die für ihn architektonische Neuheit des Dachfensters mit der verblüfften Frage „Was ist das?“
Auch wasistdas will durch die gezeigte Kunst Verblüffung erzeugen, Neugierde wecken und Begeisterung entfachen.
Die drei Initiatoren verbindet nicht nur die Tatsache, dass sie Geschwister sind, sondern auch die große Begeisterung für zeitgenössische Kunst und die jeweilige persönliche Verbundenheit mit Paris. Auch das Projekt wasistdas hatte seinen Anfang in Paris als die beiden Brüder zu später Stunde in der Wohnung eines gemeinsamen Freundes die Idee hatten, dass es doch spannend wäre, den französischen Freunden in einer solchen Umgebung, zeitgenössische Kunst zu präsentieren.
Die gezeigten Künstler wiederum verbindet ihr Arbeitsumfeld. Die Geschichte Berlins, seine kulturelle Vielfalt und soziale Differenziertheit bilden den Schmelztiegel, aus dem die Künstler Inspiration und Energie schöpfen. Die Arbeiten der gezeigte Künstler sind so unterschiedlich und außergewöhnlich wie die Facetten der Stadt, in der sie entstanden. Berlin liefert den idealen Nährboden für eine prägende und intensive Arbeitsatmosphäre ohne dabei zwingend selbst Thema der Arbeiten zu sein.
So findet sich in wasistdas 2008 die Dynamik, Kreativität und Internationalitä des modernen Berlin wieder.
Norbert Bisky (geb. 1970)
Norbert Bisky`s Bilder zeugen von inneren Kämpfen um Identität in einer Welt falscher Versprechungen, wobei die abgebildeten Szenen weit über die Grenzen des
allgemeinen Alltagsbewusstseins hinausreichen. Er greift dabei auf seine unmittelbare
Umgebung und Gegenwart, sowie auf plakative Farben, die die Künstlichkeit des Erzählten
unterstreichen, zurück.
Theo Boettger (geb. 1975)
Theo Boettger malt exzessiv, aggressiv und authentisch unschön die unbequem
gewöhnlichen Randlagen unseres Alltags. Dabei arbeitet er in dunklen Tönen und wenig
farbenfroh mit Öl, grotesk verzerrten Parolen und wuchtigen Collage-Schichtungen.
Dennis Feddersen (geb. 1979)
Dennis Feddersen`s Arbeiten sind raumgreifende Skulpturen unterschiedlichste Materials.
Flexibilität ist dabei ein entscheidendes Kriterium der Materialien, die er im
Kontext seine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Skulpturalen bevorzugt und so den
Raum in dem sich die Arbeiten ausbreiten, selbst zum Thema macht.
Philipp Fürhofer (geb. 1982)
Philipp Fürhofer bevorzugt in seinen Arbeiten lichtdurchlässige Untergründe und lässt sie so wie dreidimensionale, lichtdurchflutete Objekte erscheinen, deren Bildgrenzen verschwimmen. Seine Themenauswahl ist von den täglichen Nachrichten und seinen eigenen Erlebnissen beeinflusst, wobei die Arbeiten meist wie Szenen eines Märchens wirken.
Franziska Klotz (geb. 1979)
Franziska Klotz zeigt in ihren Arbeiten visuelle Reize wie flüchtige Eindrücke . Farben und Situationen, die sie selbst gesammelt hat. Farbe ist ein grosser Schlüsselreiz in ihren Leinwandarbeiten, wobei sie besonders die Materialität der Farbe interessiert die sie zur Darstellung der Materialität der Dinge, Menschen und Räume führt.
Jan Muche (geb. 1975)
Jan Muche`s farbenfrohe Arbeiten zeigen Personen in bestimmten Situationen in einem bestimmten Umfeld, das selbst aber nicht unbedingt etwas mit dem Abgebildeten zu tun haben muss. Immer findet man Worte auf den Arbeiten zu lesen, die scheinbar in keinem Zusammenhang mit dem Geschehen auf dem Bild stehen.
Lars Teichmann (geb. 1980)
Lars Teichmann`s Werke sind voller spannungsreich aufgeladener Form- und Farbverhältnisse und einer kraftvoll frechen Malweise. Nicht an der Geschichte der Malerei will er sich abarbeiten, sondern visuelle Sinnlichkeit in einer Zeit digitalisierter Bilderfluten in Malerei überführen.
Ausstellungsdauer: 20.10. bis 22.11.2008
Freitag und Samstag 11h bis 19h, sowie nach Vereinbarung
Loft 19
Suzanne Tarasieve
3/4 villa de Lods
75019 Paris
metro belleville
tel: +33 (0) 611 011 679

Dennis Feddersen – Parasit
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