EMBEDDED ART | Kunst im Namen der Sicherheit
22.11.08 (pressemitteilung)
Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin, und der Künstlergruppe BBM
24. Januar bis 22. März 2009
Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte, Tel. (030) 200 57-1000
Di – So 11-20h, Eintritt: Euro 6, ermäßigt Euro 4
am 1. Sonntag im Monat Eintritt frei, Besucher unter 18 Jahren Eintritt frei
www.adk.de/embeddedart (online ab Mitte Dezember)
gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
Einem hoch politischen und sehr aktuellen Thema widmet die Akademie der Künste in Berlin ihre erste Ausstellung im Jahr 2009. EMBEDDED ART beschäftigt sich mit den Bedrohungen eines freien öffentlichen Lebens nach den Anschlägen von 9/11, Madrid, Moskau und London. Internationale Künstler reagieren auf diese aktuelle Situation im Auftrag der Kuratoren Olaf Arndt, Moritz von Rappard und Janneke Schönbach, Künstlergruppe BBM. Eingebettete Kunst vor Ort mit dem Fokus auf das Konfliktfeld von Angst und Terror, Kontrolle und Sicherheit. “Kunst im Namen der Sicherheit”
Die Ausstellung beleuchtet mit über 30 Auftragsarbeiten nicht nur vielfältige Facetten des Themas, sondern bietet auch spannende Einblicke in aktuelle Tendenzen zeitgenössischer Kunstpraxis. Künstler aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Japan, Südafrika, Italien und Slowenien sind mit Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Videokunst, Medienkunst, Fotografie, Musik und Hörspiel vertreten.
Die Videokünstler Korpys & Löffler filmen einen Workshop der rheinland-pfälzischen Bereitschaftspolizei, bei dem die Beamten im Umgang mit der Elektroschockwaffe Taser geschult werden. Der Maler Moritz ® porträtiert „Five Peace-Monsters“, fünf Protagonisten neuer Technologien politischer Kontrolle. Die Fotografin Christina Zück reist nach Karachi, wo sie die „Psychogeografie“ eines Ortes auf der „Achse des Bösen“ aufzeichnet und dafür mit dem pakistanischen Fotografen Zahid Hussein kooperiert. Die britische Kultgruppe Kode 9 (aka Steve Goodman und Toby Heys) lässt in ihrer Installation „Unsound“ eine künftige Kriegsführung mit Schallwaffen physisch fühlbar werden. Gezeigt werden u.a. auch Arbeiten von Peter Kennard, Jörg Möller, Gunter Rambow, Heidi Specker, Akademie-Präsident Klaus Staeck/REMOTEWORDS, Timm Ulrichs, Omar Vulpinari.
Die Ausstellung nimmt das Thema Sicherheit zentral auf und macht es so für die Besucher erfahrbar. In den Ausstellungssälen der Akademie sind nur die Projektionen der Werke zu sehen, die mit modernster Überwachungstechnik aus den speziell gesicherten Untergeschossen des Gebäudes übertragen werden. Der Besucher hat die Wahl: Die Ausstellungssäle stehen für einen geringen Eintrittspreis offen. Die Originale sind nur in einer von Wachpersonal begleiteten Führung durch den Sicherheitsbereich zu sehen.
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