Museum Moderner Kunst-Passau
Yves Klein. Pretiosen des Nouveau Réalisme
Jürgen Klauke. Hoffnungsträger. Aspekte des Desaströsen Ich

 

 

Kunst – Stiftung Wörlen
Bräugasse 17
94032 Passau


Öffnungszeiten Museum:

Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr


Geöffnet an sämtlichen Feiertagen
(außer am 24., 25. und 31. Dezember
sowie am Karfreitag)

Öffnungszeiten Café Museum:

Dienstag - Freitag 12 - 24 Uhr
Samstag 12 - 24 Uhr
Sonntag 12- 19 Uhr
Montag Ruhetag
 

Yves Klein. Pretiosen des Nouveau Réalisme
22.Juli bis 24. September 2006

Yves Klein (1928 – 1962) erglüht wie ein Meteor am Kunsthimmel des zwanzigsten Jahrhunderts. Kurz und heftig. Er gehört zu den wahrhaft großen Anregern in der Kunst der Moderne. Im Jahre 1947, im Alter von 19 Jahren, signiert er den Himmel über Nizza, seiner Geburtsstadt. Die symbolische Geste ist ein Appropriationsakt, der alles hinter sich lässt, was es an Aneignungen in der Kunst seit Duchamp gegeben hat. Mit der Signatur des Himmels lädt Klein uns ein zu einer Ideenreise und wird zum wichtigsten Wegbereiter der Konzeptkünstler der sechziger und siebziger Jahre. Am 27. November 1960 unternimmt Yves Klein seinen berühmten Sprung in die Leere. Da er die Aktion durch die nur für diesen Tag von ihm herausgegebene Zeitung „Dimanche“ dokumentieren lässt, wird er so auch zur Gründerfigur späterer Mail – und Press-Art-Initiativen. Und natürlich steht Kleins legendärer Sprung als wohl spektakulärste Tat in einer Reihe anderer Handlungen vom ihm, bei denen er seine Leinwände mit Feuer attackiert oder lebende Modelle als Malpinsel benutzt und dabei einmal sogar ein Orchester dirigiert, das eine von ihm komponierte Partitur spielt. Auch mit solchen Aktionen wird er zum Anreger.
Klein, der als Judomeister wie ein Künstler kämpfte, kämpfte in der Kunst wie ein Champion. Restany war ihm dabei als theoretischer Kopf stets ein treuer Gefährte. Von ihm stammt auch der Begriff der „nouveaux réalistes“, unter dem sich Klein und seine Freunde zur Künstlergruppe sammelten. Den Besucher der Schau erwarten außerdem beeindruckende Werke der Affichisten, Dufrêne, Villeglé, Hains und Rotella sowie Arbeiten von César, Spoerri, Deschamps und Raysse.


Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Stiftung Ahlers Pro Arte / Kestner Pro Arte. Kurator: Peter Lipke  


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Verena Schönhofer

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Museum Moderner Kunst – Stiftung Wörlen
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Jürgen Klauke. Hoffnungsträger. Aspekte des Desaströsen Ich
29. Juli bis 15. Oktober


Das Museum Moderner Kunst Passau - Stiftung Wörlen präsentiert eine speziell für das Museum konzipierte
Einzelausstellung des Fotokünstlers und Performers Jürgen Klauke (geb. 1943). Klaukes großer künstlerischer Verdienst ist die Thematisierung der Repräsentationskrise, die er bereits in den frühen 70er Jahren - noch vor dem internationalen Höhepunkt der Geschlechterdebatte – in den Bereich des Körpers überführte. Er propagiert in seiner Arbeit das Modell der multiplen Subjekte und variablen, zweideutigen Identitäten und kritisiert die ein-dimensionale Darstellung von Ich-Positionen. Gerade in Zeiten massenmedialer Bilderfluten ist diese künst-lerische Haltung mit all ihren psychoanalytischen und kulturkritischen Implikationen aktueller denn je und kann als wichtiger Beitrag der Selbst- und Fremdwahrnehmung am Beginn des 21. Jahrhunderts verstanden werden.

Die Passauer Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler, der zur Eröffnung anwesend sein wird. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

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