Museum Moderner Kunst-Passau
JSO MAEDER. Zum Glück auf Erden. Fragmente eines Werkblocks 1999-2005
Museum Moderner Kunst – Stiftung Wörlen
Bräugasse 17
94032 Passau

Öffnungszeiten Museum:
Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr
Geöffnet an sämtlichen Feiertagen
(außer am 24., 25. und 31. Dezember
sowie am Karfreitag)
Öffnungszeiten Café Museum:
Dienstag - Freitag 12 - 24 Uhr
Samstag 12 - 24 Uhr
Sonntag 12- 19 Uhr
Montag Ruhetag
JSO MAEDER. Zum Glück auf Erden. Fragmente eines Werkblocks 1999-2005
Dauer der Ausstellung: 5. August bis 1. Oktober 2006
(Jso Maeder, Abbildung Einladung/Plakat)
©Jso Maeder
Der Schweizer Künstler Jso Maeder, der seine Karriere als Maler und Zeichner begonnen hatte, erweiterte im letzten Jahrzehnt seine künstlerisch Ausdrucksweise mit skulpturalen, photografischen und videografischen Elementen. Er wird in der eigens für das Museum konzipierten multimedialen Rauminstallation eine Art Theater- und Wissenslabor konzipieren, die mit sozial- und naturwissenschaftlichen Methoden der Frage nachgeht, wie die Welt (Objekte und Subjekte) denkbar gemacht wird und sich damit Wirklichkeit konstruiert. Dabei verhehlt er nicht seine Skepsis gegenüber der Aufklärung, die er als „Vernichtungsrampe“ für frei florierende Gedanken und Theorien bezeichnet und auf das Gewaltpotential durch stringente Ordnungssysteme (der Aufklärung) verweist.
Jso Maeder propagiert viel mehr das Prinzip des vielschichtigen, laborartigen Systems mit unvorhersehbaren Ergebnissen, die keine Eliminierung, sondern vielmehr die Integration von verschiedenartigen Aspekten und Lösungsmodellen das Wort spricht. Dieses spannende „Gesamtkunstwerk“ ist an der Schnittstelle von Kunst, Philosophie und Naturwissenschaft angesiedelt und überschreitet sehr überlegt die herkömmlichen Strategien und Kategorien des Schönen, Guten und Wahren. Jso Maeders Interesse in der künstlerischen Produktion gilt dem Erkenntniserzeugungsprozess, das niemals vom Geschehen der Umwelt isoliert ist, sondern sich in gesellschaftlichen, politischen, individuellen und physikalischen Gegebenheiten widerspiegeln.
Biografie Jso Maeder
1957 geboren in St. Gallen, Schweiz
1978 / 80 Akademie der Bildenden Künste, Wien
lebt und arbeitet in Zürich
Einzelausstellungen (Auswahl)
1997 „Werkraum“; E. & O. Gubler-Halblützel-Stiftung, Zürich
1995 “Arbeiten am Boden”; Atelier-Galerie, St. Gallen
1992 Analix, Geneva (Katalog)
1991 Galleria Fumagalli, Bergamo
1989 „Definitions“; Galerie Pascal Polar, Brüssel
Jso Maeder, White Dot, 2005,
Multimediales Objekt
©Jso Maeder
Jso Maeder, Pieta,
Mischtechnik auf Leinwand
130 x 120 cm
© Jso Maeder
Jürgen Klauke. Hoffnungsträger. Aspekte des Desaströsen Ich
29. Juli bis 15. Oktober
Das Museum Moderner Kunst Passau - Stiftung Wörlen präsentiert eine speziell für das Museum konzipierte
Einzelausstellung des Fotokünstlers und Performers Jürgen Klauke (geb. 1943). Klaukes großer künstlerischer Verdienst ist die Thematisierung der Repräsentationskrise, die er bereits in den frühen 70er Jahren - noch vor dem internationalen Höhepunkt der Geschlechterdebatte – in den Bereich des Körpers überführte. Er propagiert in seiner Arbeit das Modell der multiplen Subjekte und variablen, zweideutigen Identitäten und kritisiert die ein-dimensionale Darstellung von Ich-Positionen. Gerade in Zeiten massenmedialer Bilderfluten ist diese künst-lerische Haltung mit all ihren psychoanalytischen und kulturkritischen Implikationen aktueller denn je und kann als wichtiger Beitrag der Selbst- und Fremdwahrnehmung am Beginn des 21. Jahrhunderts verstanden werden.
Die Passauer Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler, der zur Eröffnung anwesend sein wird. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.