MAX PEIFFER WATENPHUL – ZEICHNUNGEN
Pinakothek der Moderne München
MAX PEIFFER WATENPHUL – ZEICHNUNGEN
Die neue Sammlung Pinakothek der Moderne
Barerstrasse 40 - 80333 München
Ausstellung der Staatlichen Graphischen Sammlung in der Pinakothek der Moderne
Ausstellungsdauer: 15.03.-03.06.2007
Max Peiffer Watenphul (1896-1976) ist vor allem als Italien-Maler und Meister des modernen Stilllebens bekannt. Während seines Studiums am Weimarer Bauhaus besuchte er 1921 zum ersten Mal Italien und blieb dem Land sein Leben lang verbunden. Besonders die Landschaft Süditaliens mit ihren Palmen und Agaven sprach seine Seele an und fand Ausdruck in seinen melancholisch-ruhigen, zeitlosen Gemälden.
Max Peiffer Watenphul | Landschaft in der Val d'Orcia, am Pero (Siena) I, 1973
Foto: Engelbert Seehuber
Neben den Gemälden entstand eine Vielzahl an eigenständigen kraftvollen Zeichnungen, die bisher weitgehend unbekannt waren. Darunter sind sowohl Blätter, in denen sich der Künstler seinem bevorzugten Sujet, der südlichen Landschaft, widmet, aber auch Zeichnungen, in denen sich Peiffer Watenphul mit der schroffen Bergwelt von Sterzing, Cortina d’Ampezzo oder Gossensaß beschäftigt, eine Landschaft, die er einerseits als »unbeseelt«
ablehnte und die ihn gleichzeitig in ihren Bann schlug. In seiner teils heftigen Auseinandersetzung und dem Versuch der Annäherung an die Landschaften entstanden Zeichnungen von spröder Schönheit. Der Künstler selbst charakterisierte sie als »Kritzeleien, und das sollen sie auch sein.
Max Peiffer Watenphul | Ischia, Spiaggia degli Inglesi V, 1938
Foto: Engelbert Seehuber
Aber auf einer ganz anderen Ebene!« Wesentlich war für Peiffer Watenphul die Entdeckung der »Kritzeleien« Paul Klees noch als junger Student 1915 in einer Ausstellung in München.
Die Ausstellung der Staatlichen Graphischen Sammlung zeigt eine Auswahl von ca. 80 Zeichnungen und Skizzenbücher aus Privatbesitz mit einem Schwerpunkt in den 1930er und 1940er Jahren. In diesem Umfang wurde das zeichnerische Werk Max Peiffer Watenphuls bisher noch nirgends gezeigt. Zusätzlich sind die leuchtend farbigen Aquarelle seiner Reise 1956 nach Marokko sowie ausgewählte Aquarelle von italienischen Landschaften
zu sehen, die der Künstler noch zu Lebzeiten der Staatlichen Graphischen Sammlung schenkte.
Max Peiffer Watenphul | Venedig, S. Geremia | 1947
Privatbesitz | Foto: Engelbert Seehuber
Max Peiffer Watenphul | Bei Sterzing | 1947
Privatbesitz | Foto: Engelbert Seehuber
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (112 Seiten, 64 farbige Abbildungen).
Kurator: Michael Semff