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Was ist ein Nobelpreis

Nobelpreise in Literatur

2005

Harold Pinter

* 10. Oktober 1930,

 London


 

Der britische Dramatiker Harold Pinter bekommt den diesjährigen Nobelpreis für Literatur.

Späte Ehrung für den 75-jährigen britischen Dramatiker.

Pinter gelte als der "hervorragendste Vertreter des englischen Dramas in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts".  Begründung für den mit 1,1 MIO EURO dotierten Preis: Er habe den «Abgrund unter dem alltäglichen Geschwätz freigelegt».

Der 1930 in London geborene Autor veröffentlichte als junger Mann Gedichte und trat als Schauspieler auf der Bühne auf. Desweiteren schrieb er für Theater, Radio, Fernsehen und Kino.

Mit seinem weit gestreuten Werk gilt Pinter als Wegbereiter der dramatischen Moderne. Zu seinen wichtigsten Theaterstücken zählen "The Room" (1957, dt. "Das Zimmer"), "The Caretaker" (1959, "Der Hausmeister") und "The Homecoming" (1965, "Die Heimkehr").

Der Autor und Dramatiker John von Düffel hat den frischgebackenen Literaturnobelpreisträger Harold Pinter als einen "großen Meister des Ungesagten" charakterisiert.

mehr Infos:

offizielle website: http://www.haroldpinter.org/

www.dieterwunderlich.de/Harold_Pinter.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Harold_Pinter

 

 

Harold Pinter the Birthday Party, the Caretaker,

 the Homecoming
Bill Naismith
Faber & Faber Ltd - 2001-03 - Taschenbuch


Harold Pinter the Birthday Party, the Caretaker, the Homecoming

 Die Zwerge
Die Zwerge
Harold Pinter
Rowohlt Tb. - 1994-03 - Broschiert







 

 

 

 

weitere Literaturnobelpreise für

 

2004 Elfriede Jelinek (Österreich)
"den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen".

Elfriede Jelinek schreibt mit einem Zorn gegen Missstände  im öffentlichen, politischen aber auch im privaten Leben der österreichischen Gesellschaft.

Dabei benutzt sie einen sarkastischen, provokanten Stil, der von ihren Gegnern , aber auch von ihr selbst mitunter als obszön, blasphemisch,  höhnisch beschrieben wird.

nach der Verleihung des Literaturnobelpreises:

Ein Jahr nachdem Jelinek den Literaturnobelpreis erhalten hatte, trat das Jurymitglied Knut Ahnlund deswegen zurück. Er wird vom schwedischen Svenska Dagbladet zitiert mit: "Der Nobelpreis für Elfriede Jelinek hat den Wert der Auszeichnung auf absehbare Zeit zerstört." Ihr Werk sei "lustlose Gewaltpornografie", "armselig und dürftig". (Quellen: svd.se am 11.10.2005 (schwedisch), spiegel.de am 11.10.2005) Ahnlund hatte in den letzten Jahren aufgrund persönlicher Konflikte nur noch selten an der Juryarbeit teilgenommen
 

 Wichtige Werke:

Lisas Schatten 1967
wir sind lockvögel baby ! 1970
Michael 1972
Die Liebhaberinnen 1975
Die Ausgesperrten 1980
Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften 1980
Die Klavierspielerin 1983
Clara S. 1984
Krankheit oder Moderne Frauen 1987
Lust 1989
Totenauberg 1991
Stecken, Stab und Stangl - Raststätte - Wolken - Heim. Neue Theaterstücke 1997
Die Kinder der Toten 1997
Ein Sportstück 1998
Gier 2000

 

2003 John Maxwell Coetzee (Südafrika)

"...der in zahlreichen Verkleidungen die überrumpelnde Teilhabe des Außenseitertums darstellt"

Der Junge
Der Junge
J. M. Coetzee, Jean M. Coetzee, John M. Coetzee und Reinhild Böhnke
Fischer (S.), Frankfurt - 1998 - Gebundene Ausgabe




Kurzbeschreibung
Dies ist die Geschichte eines sehr sensiblen, intelligenten und schwierigen kleinen Jungen, der in einem öden Provinznest ungefähr 160 Kilometer nördlich von Kapstadt aufwächst. Der südafrikanische Autor J. M. Coetzee erzählt in seinem Erinnerungsbuch von dem kleinen Jungen, der er einst war, mit einer erstaunlichen analytischen Nüchternheit gleichsam aus der Distanz des Unbeteiligten. Die Besonderheiten dieser Kindheit sind zum einen bedingt durch die multikulturelle Situation im Südafrika der 40er und 50er Jahre, dem belasteten Nebeneinander von Afrikaanern, Engländern und Schwarzen, und zum anderen durch die individuellen Eigenarten des Jungen, der ein nachdenklicher Einzelgänger ist, sehr an seiner Mutter hängt und den männlich dominierten Lebensformen um ihn herum nichts abgewinnen kann. Das Verhältnis zu seinem Vater, einem in seinem Beruf als Rechtsanwalt glücklosen Mann, changiert zwischen Desinteresse, Unverständnis und Verachtung, doch auch die Liebe zu seiner Mutter empfindet er eher als Belastung und Falle denn als Glück. Er liebt es, sich in seine Bücher zu vergraben, er ist ein unerbittlicher Beobachter und entwickelt ein genaues Gespür für Widersprüche und die dunklen Geheimnisse der Erwachsenen. Er fühlt, daß er anders ist, und wünscht sich doch sehnlich, normal zu sein. J. M. Coetzees meisterliche Charakterstudie eines kleinen Jungen, in dem sich früh der Autor ankündigt, liest sich wie ein Roman.

Über den Autor
J. M. Coetzee, 1940 in Kapstadt geboren und Literaturprofessor in seiner Heimatstadt, gehört zu den meistgerühmten südafrikanischen Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. zweimal mit dem Booker-Preis - für Leben und Zeit des Michael K. (1983) und für Schande (1999).

 

 

2002 Imre Kertész


"für ein schriftstellerisches Werk, das die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der Geschichte behauptet".

Mit Imre Kertész zeichnete das Stockholmer Komitee zum ersten Mal einen Schriftsteller aus, dessen zentraler Hintergrund und Antrieb der Holocaust ist – und, kaum zu glauben, erstmals einen Ungarn überhaupt. Die Schwedische Akademie würdigte ein literarisches Werk, das «die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der Geschichte behauptet».
 

2001

 V.S. Naipaul

 


Naipaul erhielt 1971 den Booker Prize für die Erzählung In einem freien Land und 2001 den Literaturnobelpreis für sein Gesamtwerk

 

Der Schriftsteller Sir Vidiadhar Surajprasad Naipaul stammt aus Trinidad und Tobago.

Werke
Ein Haus für Mr. Biswas (1961, beschreibt das Leben auf Trinidad, gestützt auf Erinnerungen seiner Familie)
Mittel-Passage (1962, Reise durch die Karibik)
Land der Finsternis (1964, sehr kritische Reise durch Indien)
Indien, eine verwundete Zivilisation (1977, wie vor)
An der Biegung des großen Flusses (1979, Naipauls vor allem in Afrika umstrittenstes Buch; beschreibt in Romanform die Erlebnisse eines Inders um 1970 im von der Kolonialherrschaft „befreiten“ Kongo.
Eine islamische Reise (1981, kritische Reise und gnadenlose Abrechnung mit dem, was der Islam aus den einst hinduistisch geprägten Kulturländern Süd- und Südostasiens gemacht hat)
Das Rätsel der Ankunft (1987 Leben in Großbritannien für Immigranten nach dem Zweiten Weltkrieg)
In den alten Sklavenstaaten (1989, Reise durch die Südstaaten der USA)
Indien : ein Land im Aufruhr (1990, versöhnlicher gehalten als die früheren Indienbücher)
Jenseits des Glaubens (1998, erneut kritische Reise durch islamische Staaten)

 

2000
Gao Xingjian
(geb. 1940), China

 


"für sein Werk von universaler Gütigkeit, bitterer Einsicht und sprachlichem Sinnreichtum"

Werke von Gao Xingjian auf deutsch
Die Busstation : eine lyrische Komödie aus der VR China / übers. von Chang Hsien-chen und Wolfgang Kubin. – Bochum : Brockmeyer, 1988.
Flucht : eine moderne Tragödie / übers. von Helmut Forster-Latsch und Marie-Luise Latsch. – Bochum: Brockmeyer, 1992. – [Anhang: Flucht und Literatur von Gao Xingjian]
Nächtliche Wanderung : Reflektionen über das Theater / Übers. von Martin Gieselmann. – Neckargemünd : Ed. Mnemosyne, 2000*
Was hat uns das Exil gebracht? : ein Gespräch zwischen Gao Xingjian und Yang Lian über chinesische Literatur / Aus dem Chines. von Peter Hoffmann. – Berlin : DAAD, Berliner Künstlerprogramm, 2001*
Auf dem Meer : Erzählungen / aus dem Chinesischen von Natascha Vittinghoff. – Frankfurt am Main : Fischer Taschenbuch, 2001*
Der Berg der Seele : Roman / Aus dem Chines. von Helmut Forster-Latsch ... – Frankfurt am Main : S. Fischer, 2001*
Das Buch eines einsamen Menschen : Roman / Aus dem Chines. von Natascha Vittinghoff. – Frankfurt am Main : S. Fischer, 2004*
 

Gao Xingjian, der Maler in Tusche, hat mehr als dreißig internationale Ausstellungen durchgeführt und seine Buchumschläge selbst illustriert. Er hat folgende Auszeichnungen erhalten: Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres (1992), Prix Communauté française de Belgique 1994 (für das Buch Le somnambule); Prix du Nouvel An chinois 1997 (für das Buch La Montagne de l’Âme).
 

 

 

Nobelpreis Gewinner

von 1901- 1950

1901 René Sully Prudhomme (1839-1907),Frankreich


"als Anerkennung seiner ausgezeichneten, auch noch in späteren Jahren an den Tag gelegten Verdienste als Schriftsteller und besonders seiner Dichtungen, die hohen Idealismus, künstlerische Vollendung und eine seltene Vereinigung von Herz und Geist bezeugen"

1902 Theodor Mommsen, Deutschland

Der erste deutsche Literaturnobelpreisträger

 


"dem gegenwärtig größten lebenden Meister der historischen Darstellungskunst, mit besonderer Berücksichtigung seines monumentalen Werkes ‚Römische Geschichte'"

1903 Björnstjerne Björnson (1832-1910), Norwegen

 

"als ein Beweis der Anerkennung für seine edle, großartige und vielseitige Wirksamkeit als Dichter, die immer durch einmalige Frische der Eingebung und durch eine seltene Seelenreinheit ausgezeichnet war"

1904 Frédéric Mistral (1830-1914), Frankreich

 


"mit Bezug auf die frische Ursprünglichkeit, das Geistreiche und Künsterlische in seiner Dichtung, die Natur und Volksleben seiner Heimat getreu widerspiegelt, sowie auf seine bedeutungsvolle Wirksamkeit als provençalischer Philologe"


José Echegaray (1832-1916), Spanien

 


"mit Bezug auf seine umfassende und geistreiche Verfasserschaft, die auf selbständige und originelle Weise die großen Traditionen des spanischen Schauspiels wiederbelebt hat"

1905 Henryk Sienkiewicz (1846-1916), Polen

 


"auf Grund seiner großartigen Verdienste als epischer Schriftsteller"



1906 Giosuè Carducci (1835-1907), Italien

 


"nicht nur in Anerkennung seiner reichen Gelehrsamkeit und seiner kritischen Forschungen, sondern vor allem als eine Huldigung für die plastische Energie, die Frische des Stils und die lyrische Kraft, die seine poetischen Meisterwerke auszeichnen"

1907 Rudyard Kipling, Großbritannien

 


"in Anerkennung der Beobachtungsgabe, der ursprünglichen Einbildungskraft sowie der männlichen Stärke in Auffassung und Schilderungskunst, die die Schöpfungen dieses weltberühmten Schriftstellers auszeichnen"

1908 Rudolf Eucken, Deutschland

 


"auf Grund des ernsten Suchens nach Wahrheit, der durchdringenden Gedankenkraft und des Weitblicks, der Wärme und Kraft der Darstellung, womit er in zahlreichen Arbeiten eine ideale Weltanschauung vertreten und entwickelt hat"

1909 Selma Lagerlöf (1858-1940), Schweden

 


"auf Grund des edlen Idealismus, des Phantasiereichtums und der seelenvollen Darstellung, die ihre Dichtung prägen"

1910 Paul Heyse, Deutschland

 


"als Huldigungsbeweis für das vollendete und von idealer Auffassung geprägte Künstlertum, das er während einer langen und bedeutenden Wirksamkeit als Lyriker, Dramatiker, Romanschriftsteller und Dichter von weltberühmten Novellen an den Tag gelegt hat"

1911 Maurice Maeterlinck (1862-1949), Belgien

 


"auf Grund seiner vielseitigen literarischen Wirksamkeit, besonders seiner dramatischen Schöpfungen, die sich durch Phantasiereichtum auszeichnen und durch einen poetischen Idealismus, der, mitunter in der verschleierten Form des Märchenspiels, tiefe Eingebung offenbart und auf geheimnisvolle Weise Gefühl und Ahnung des Lesers anredet"

1912 Gerhart Hauptmann, Deutschland

 


"vornehmlich für seine reiche, vielseitige, hervorragende Wirksamkeit auf dem Gebiete der dramatischen Dichtung"

1913 Rabindranath Tagore (1861-1941), Indien

 


"auf Grund der tiefen und hohen Beziehung sowie der Schönheit und Frische seiner Dichtungen, die auf eine glänzende Weise sein dichterisches Schaffen auch in dessem eigentümlichen englischen Gewand der schönen Literatur des Abendlandes einverleibt"

1914 (nicht verliehen)

1915 (verliehen 1916),
Romain Rolland (1866-1944), Frankreich

 


"als eine Huldigung für den erhabenen Idealismus seiner Verfasserschaft sowie für das Mitgefühl und die Wahrheit, mit der er verschiedenste Menschentypen zeichnet"



1916 Verner von Heidenstam (1859-1940), Schweden

 

"als eine Anerkennung seiner Bedeutung als Wortführer einer neuen Epoche in unserer schönen Literatur"



1917 Karl Gjellerup (1857-1919), Dänemark

 


"für seine vielseitige, reiche und von hohen Idealen getragene Dichtung"
Henrik Pontoppidan (1857-1943), Dänemark
"für seine gehaltvolle Darstellung des heutigen dänischen Lebens"

1918 (nicht verliehen)

1919 (verliehen 1920),
Carl Spitteler (1845-1924), Schweiz

 


"im besonderen Hinblick auf sein mächtiges Epos ‚Olympischer Frühling'"

1920 Knut Hamsun (1859-1952), Norwegen

 


"für sein monumentales Werk ‚Segen der Erde'"

1921 Anatole France (1844-1924), Frankreich

 


"als eine Anerkennung seiner glänzenden schriftstellerischen Tätigkeit, geprägt von edler Stilkunst, weitherziger Humanität, von Anmut und französischem Gemüt"

1922 Jacinto Benavente (1866-1954), Spanien

 


"für die glückliche Weise, in der er die ehrenvollen Traditionen des spanischen Dramas weitergeführt hat"

1923 William Butler Yeats (1865-1939), Irland

 


"für seine ständig beseelte Dichtung, die in der strengsten künstlerischen Form dem Geiste eines Volkes Ausdruck verleiht"

1924 Wladislaw Stanislaw Reymont (1868-1925), Polen

 


"für sein großes Nationalepos ‚Die Bauern'"

1925 (verliehen 1926),
George Bernard Shaw (1856-1950), Großbritannien

 


"für seine sowohl von Idealismus als auch von Humanität getragene Verfasserschaft, deren frische Satire sich oft mit einer eigenartigen poetischen Schönheit vereint"

1926 (verliehen 1927),
Grazia Deledda (1871-1936), Italien

 


"für ihre von hohem Idealismus getragene Verfasserschaft, die mit Anschaulichkeit und Klarheit das Leben ihrer väterlichen Herkunft schildert und allgemeinmenschliche Probleme mit Tiefe und Wärme behandelt"

1927 (verliehen 1928),
Henri Bergson (1859-1941), Frankreich

 


"als Anerkennung für seine reichen und belebenden Ideen und die glänzende Kunst, womit sie vorgetragen werden"

1928 Sigrid Undset (1882-1949), Norwegen

 


"vornehmlich für ihre mächtigen Schilderungen aus dem mittelalterlichen Leben des (skandinavischen) Nordens"

1929 Thomas Mann, Deutschland

 


"vornehmlich für seinen großen Roman 'Die Buddenbrooks', der im Laufe der Jahre eine immer mehr sich festigende Anerkennung als ein klassisches Werk der zeitgenössischen Literatur gewonnen hat"

1930 Sinclair Lewis (1885-1951), USA

 


"für seine starke und lebendige Schilderungskunst, nebst dem Talent, mit Witz und Humor Typen zu schaffen"

1931 Erik Axel Karlfeldt (1864-1931), Schweden

 


"Erik Axel Karlfeldts Dichtung"

1932 John Galsworthy (1867-1933), Großbritannien

 


"für die vornehme Schilderungskunst, die in 'The Forsyte Saga' ihren höchsten Ausdruck findet"

1933 Iwan Bunin (1870-1953), Rußland

 


"für die strenge Künstlerschaft, womit er die klassische russische Linie in der Prosadichtung vertritt"

1934 Luigi Pirandello (1867-1936), Italien


"für seine kühne und sinnreiche Neuschöpfung von Drama und Bühnenkunst"

1935 (nicht verliehen)

1936 Eugene O'Neill (1888-1953), USA

 


"für seine von Kraft, Ehrlichkeit und starkem Gefühl sowie von selbständiger Auffassung des Tragischen geprägten dramatischen Dichtung"

1937 Roger Martin du Gard (1881-1958), Frankreich

 


"für die künstlerische Kraft und Wahrheit, womit er in der Romanserie 'Les Thibault' menschliche Gegensätze und wesentliche Seiten des gegenwärtigen Lebens darstellte"

1938 Pearl S. Buck (1892-1973), USA

 


"für ihre reichen und echten epischen Schilderungen aus dem chinesischen Bauernleben und für ihre biographischen Meisterwerke"

1939 Frans Eemil Sillanpää (1888-1964), Finnland

 


"für die tiefe Auffassung und die erlesene Stilkunst, womit er das Bauernleben und die Natur seines Heimatlandes in ihrem gegenseitigen Zusammenhang schildert"

1940 -43 (nicht verliehen)



1944 Johannes Vilhelm Jensen (1873-1950), Dänemark

 


"für die seltene Kraft und Fruchtbarkeit seiner Dichterphantasie, verbunden mit umfassendem Intellekt und kühner schöpferischer Stilkunst"
 

1945 Gabriela Mistral (1889-1957), Chile

 


"für die von mächtigen Gefühlen inspirierte Lyrik, die ihren Dichternamen zu einem Symbol für die ideellen Bestrebungen der ganzen lateinamerikanischen Welt gemacht hat"

1946
Hermann Hesse, Schweiz


"für seine inspirierte Verfasserschaft, die in ihrer Entwicklung neben Kühnheit und Tiefe zugleich klassische Humanitätsideale und hohe Stilwerte vertritt"

1947
André Gide (1869-1951), Frankreich

 


"für seine weitumfassende und künstlerisch bedeutungsvolle Verfasserschaft, in welcher Fragen und Verhältnisse der Menschheit mit unerschrockener wahrheitsliebe und psychologischem Scharfsinn dargestellt werden"

1948
Thomas Stearns Eliot, Großbritannien

 


"für seine bemerkenswerte Leistung als Bahnbrecher in der heutigen Poesie"

1949
William Faulkner (1897-1962), USA

 


"für seine kraftvolle und künstlerisch selbständige Leistung in Amerikas Romanliteratur"

1950
Bertrand Russell (1872-1970), Großbritannien

 


"als eine Anerkennung für seine vielseitige und bedeutungsvolle Verfasserschaft, worin er als Vorkämpfer der Humanität und Gedankenfreiheit hervortritt"



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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 Die Geburtstagsfeier; Der Hausmeister; Die Heimkehr; Betrogen
Die Geburtstagsfeier; Der Hausmeister; Die Heimkehr; Betrogen
Harold Pinter
Rowohlt Tb. - 1990-10 - Broschiert




Kurzbeschreibung
Der Ursprung meiner Stücke? Ich will so präzise wie möglich antworten. Ich ging in ein Zimmer, sah einen Menschen, der stand und einen anderen, der saß, und ein paar Wochen später schrieb ich Das Zimmer. Ich ging in ein anderes Zimmer, sah zwei Menschen dasitzen, und ein paar Jahre später schrieb ich Die Geburtstagsfeier. Ich blickte durch eine Tür in ein drittes Zimmer, sah zwei Menschen dastehen und schrieb Der Hausmeister ... Ich bin überzeugt, was in meinen Stücken geschieht, könnte überall, zu jeder Zeit, an jedem Ort geschehen, auch wenn die Ereignisse zunächst fremd erscheinen.

 
Die Geburtstagsfeier; Der Hausmeister; Die Heimkehr; Betrogen; Celebration

 


Die Geburtstagsfeier; Der Hausmeister; Die Heimkehr; Betrogen; Celebration
Harold Pinter
Rowohlt Tb. - 2005-10 - Broschiert





 


 
An anderen Orten
An anderen Orten
Harold Pinter und Heinrich M. Ledig-Rowohlt
Rowohlt Tb. - 1988-01 - Broschiert







 
Mondlicht und andere Stücke
Mondlicht und andere Stücke
Harold Pinter und Heinrich M. Ledig-Rowohlt
Rowohlt Tb. - 2000-10 - Broschiert







 
The Caretaker
The Caretaker
Harold Pinter
Diesterweg - Broschiert







 

 

 

Elfriede Jelinek

Literaturnobelpreis 2004

 Bücher

 

 

J.M.Coetzee Literaturnobelpreis

2003

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Nobelpreis Gewinner

von 1951- 1999

 

1951
Pär Lagerkvist (1891-1974), Schweden

 


"für die künstlerische Kraft und tiefe Selbständigkeit, womit er in seiner Dichtung die Antwort auf die ewigen Fragen des Menschen sucht"

 

1952
François Mauriac (1885-1970), Frankreich

 


"für die durchdringende Seelenkenntnis und künstlerische Intensität, womit er in der Form des Romans das Drama des menschlichen Lebens deutet"

1953
Winston Leonard Spencer Churchill, Großbritannien

 


"für seine Meisterschaft in der historischen und biographischen Darstellung sowie für die glänzende Redekunst, mit welcher er als Verteidiger von höchsten menschlichen Werten hervortritt"
 

 

 

1954
Ernest Hemingway, USA

 


"für seine kraftvolle und innerhalb der heutigen Erzählkunst stilbildende Meisterschaft, jüngst an den Tag gelegt in 'The Old Man and the Sea'"

1955
Halldór Kiljan Laxness (1902-1998), Island

 


"für seine anschauliche Epik, die die große isländische Erzählkunst erneuert"

1956
Juan Ramon Jiménez (1881-1958), Spanien

 


"für seine lyrische Dichtung, die in spanischer Sprache ein Vorbild von hoher Geistigkeit und künstlerischer Reinheit bildet"

1957
Albert Camus, Frankreich

 


"für seine bedeutungsvolle Verfasserschaft, die mit scharfsichtigem Ernst menschliche Gewissensprobleme in unserer Zeit beleuchtet"

1958
Boris Pasternak (1890-1960), UdSSR

 


"für seine bedeutende Leistung sowohl in der zeitgenössischen Lyrik als auch auf dem Gebiet der großen russischen Erzähltradition"

1959
Salvator Quasimodo (1901-1968), Italien

 


"für seine lyrische Dichtung, die mit klassischem Feuer das tragische Lebensgefühl der Gegenwart ausdrückt"

1960
Saint-John Perse, eigtl. Marie-René Auguste Alexis Léger (1887-1975), Frankreich

 


"für den hohen Flug und die bildschöpferischen Phantasien seiner Dichtung, die die Zeitlage visionär widerspiegelt"

1961
Ivo Andric (1892-1975), Jugoslawien

 


"für die epische Kraft, mit der er Motive und Schicksale aus der Geschichte seines Landes gestaltet"

1962
John Steinbeck (1902-1968), USA

 


"für seine einmalige realistische und phantasievolle Erzählkunst, gekennzeichnet durch mitfühlenden Humor und sozialen Scharfsinn"

1963
Giorgos Seferis (1900-1971), Griechenland

 

 

"für seine hervorragende lyrische Dichtung, inspiriert von tiefem Gefühl für die hellenische Kulturwelt"

1964
Jean-Paul Sartre, Frankreich

 


"in Anerkennung seines schöpferischen schriftstellerischen Schaffens, dessen freiheitlicher Geist und dessen Suche nach Wahrheit einen weitreichenden Einfluß auf unser Zeitalter ausgeübt hat"

1965
Michail Solochov (1905-1984), UdSSR

 


"für seine künstlerische Kraft und Ehrlichkeit, womit er in seinem Don-Epos einen geschichtlichen Zeitabschnitt aus dem russischen Volksleben gestaltet hat"

1966 1/2 des Preises
Samuel Josef Agnon (1888-1970), Israel

 


"für seine tiefgründige charakteristische Erzählkunst mit Motiven aus dem jüdischen Volk"

1966 1/2 des Preises
Nelly Sachs (1891-1970), Deutschland

 


"für ihre hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren"

 

 


"für seine Erzählkunst, die mit feinem Gefühl japanisches Wesen und dessen Eigenart ausdrückt"

1969
Samuel Beckett (1906-1989), Irland

 


"für eine Dichtung, die in neuen Formen des Romans und des Dramas, die künstlerische Aufrichtung des Menschen aus seiner Verlassenheit erreicht"

1970
Alexander Solschenizyn (geb. 1918), UdSSR

 


"für die ethische Kraft, mit der er die unveräußerliche Tradition der russischen Literatur weitergeführt hat"

1971
Pablo Neruda (1904-1973), Chile

 


"für eine Poesie, die mit der Wirkung einer Naturkraft Schicksal und Träume eines Kontinents lebendig macht"

1972
Heinrich Böll, Deutschland

 


"für eine Dichtung, die durch ihre Verbindung von zeitgeschichtlichem Weitblick und liebevoller Gestaltungskraft erneuernd in der deutschen Literatur gewirkt hat"

1973
Patrick White (1912-1990), Australien

 


"für seine epische und psychologische Erzählkunst, durch die der Literatur ein neuer Erdteil zugeführt worden ist"

1974 1/2 des Preises
Eyvind Johnson (1900-1976), Schweden

 


"für seine Kunst des Erzählens, die, weit über Länder und Zeiten blickend, im Dienste der Freiheit steht"
Harry Edmund Martinson (1904-1978), Schweden
"für ein dichterisches Werk, das den Tautropfen einfängt und den Kosmos widerspiegelt"

Harry Martinson  Schweden1/2 des Preises

 

"for writings that catch the dewdrop and reflect the cosmos"

1975
Eugenio Montale (1896-1981), Italien

 


"für seine besonders geprägte Dichtung, welche mit großer künstlerischer Feinfühligkeit menschliche Werte als Ausdruck einer illusionsfreien Lebensanschauung deutet"

1976
Saul Bellow (geb. 1915), USA

 

 


"für das menschliche Verständnis und die subtile Kulturanalyse, die in seinem Werk vereinigt sind"

1977
Vicente Aleixandre (1898-1984), Spanien

 


"für seine schöpferische Dichtung, die die Verhältnisse des Menschen im Kosmos und in der heutigen Gesellschaft beleuchtet und gleichzeitig die Erneuerung der traditionellen spanischen Poesie zwischen den Kriegen repräsentiert"

1978
Isaac Bashevis Singer (1904-1991), USA

 


"für seine eindringliche Erzählkunst, die mit ihren Wurzeln in einer polnisch-jüdischen Kulturtradition universale Bedingungen des Menschen lebendig werden läßt"

1979
Odysseus Elytis (1911-1996), Griechenland

 

 

"für seine Poesie, die, in der griechischen Tradition fußend, mit sinnlicher Kraft und intellektueller Klarsicht den Kampf eines modernen Menschen für die Freiheit gestaltet"

1980
Milosz Czeslaw (geb. 1911), USA

 

"der mit kompromißloser Klarsicht der Stellung des Menschen in einer Welt von schweren Konflikten Ausdruck verleiht"

1981
Elias Canetti (1905-1994), Österreich

 


"für sein schriftstellerisches Werk, geprägt von Weitblick, Ideenreichtum und künstlerischer Kraft"

1982
Gabriel Garcia Márquez (geb. 1928), Kolumbien

 


"für seine Romane und Erzählungen, in denen sich das Phantastische und das Realistische in einer vielfacettierten Welt der Dichtung vereinen, die Leben und Konflikt eines Kontinents wiederspiegeln"

1983
William Gerald Golding (1911-1993), Großbritannien

 


"für seine Romane, die mit der Anschaulichkeit realistischer Erzählkunst und der vieldeutigen Allgemeingültigkeit des Mythos menschliche Bedingungen in der heutigen Welt beleuchten"

1984
Jaroslac Seifert (1901-1986), Tschechoslowakei

 


"für seine Dichtung, die mit frischer Sinnlichkeit und reicher Erfindungsgabe ein befreiendes Bild menschlicher Unbeugsamkeit und Vielfalt gibt"

1985
Claude Simon (geb. 1913), Frankreich

 


"...der in seinen Romanen das Schaffen eines Dichters und Malers mit vertieftem Zeitbewußtsein in der Schilderung menschlicher Grundbedingungen vereint"

1986
Wole Soyinka (geb. 1934), Nigeria

 

 

"...der in breiter kultureller Perspektive und mit poetischen Obertönen das Drama des menschlichen Seins gestaltete"

1987
Joseph Brodsky (1940-1996), USA

 


"für ein literarisches Schaffen von umfassender Breite, geprägt von gedanklicher Schärfe und dichterischer Intensität"

1988
Nagib Mahfus (geb. 1911), Ägypten

 


"Wegbereiter neuer (sozialkritischer) ägyptischer Erzählkunst zwischen Tradition und Moderne"

1989
Camilo José Cela (geb. 1916), Spanien

 


"für seine reiche und eindringliche Prosakunst, die mit verhaltenem Mitgefühl eine herausfordernde Vision menschlichen Ausgesetztseins gestaltet"

1990
Octavio Paz (1914-1998), Mexiko

 

"in Würdigung seiner leidenschaftlichen Dichtung mit weiten Horizonten, geprägt von sinnlicher Intelligenz und humanistischer Integrität"

1991
Nadine Gordimer (geb. 1923), Südafrika

 


"für ihre epische Dichtung, die der Menschheit einen großen Nutzen erwiesen hat und durch die tiefen Einblicke in das historische Geschehen dazu beiträgt, dieses Geschehen zu formen"

1992
Derek Walcott (geb. 1930), Trinidad und Tobago

 


"für eine Dichtung von großer Leuchtkraft, getragen von einer historischen Vision, die aus einer multikulturellen Verpflichtung emporgewachsen ist"

1993
Toni Morrison (geb. 1931), USA

 


"für ihre literarische Darstellung einer wichtigen Seite der US-amerikanischen Gesellschaft durch visionäre Kraft und poetische Prägnanz"

1994
Kenzaburo Oe (geb. 1935), Japan

 


"für seine Erschaffung einer Welt im Werk, in der sich Leben und Mythos zu einem erschütternden Bild des Menschen in der Gegenwart verdichten"

1995
Seamus Justin Heaney (geb. 1939), Nordirland

 


"in Würdigung der lyrischen Schönheit und ethischen Tiefe seines Gesamtwerks"

1996
Wislawa Szymborska (geb. 1923), Polen

 


"für ihr Werk, das ironisch-präzise den historischen und biologischen Zusammenhang in Fragmenten menschlicher Wirklichkeit hervortreten läßt"

1997
Dario Fo (geb. 1926), Italien

 


"für sein volkstümlich-politisches Agitationstheater"

1998
José Saramago (geb. 1922), Portugal

 


"für sein Werk, dessen Parabeln die Menschen die trügerische Wirklichkeit fassen lassen"

1999
Günter Grass (geb. 1927), Deutschland

 


"weil er in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat"

1965 wurde Grass der Büchnerpreis verliehen, „für sein Werk in Lyrik und Prosa worin er kühn, weitausgreifend und kritisch das Leben unserer Zeit darstellt und gestaltet.“ 1967 wurde er mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet. 1994 verlieh ihm die Bayerische Akademie der Schönen Künste den Großen Literaturpreis. 1995 wurde Grass mit der Hermann-Kesten-Medaille ausgezeichnet, im Jahr darauf mit dem Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck. 1999 ehrte ihn Spanien mit dem Preis Prinz von Asturien. Seit 2005 ist er Ehrendoktor der Freien Universität Berlin. Er ist Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Danzig (polnisch: Gdańsk).