Kunstmarkt Auktionserlöse
Schön gepflegt und gut behütet
Begehrte Sammlerstücke von Sissis Schönheitsrezepten bis zu historischen Kopfbedeckungen großer Herrscher bei der Kaiserhaus-Auktion im Dorotheum
Rezepte
Gesuchte Erinnerungsstücke europäischer Kaiser- und Königshäuser kommen am 26. April im Wiener Dorotheum unter den Hammer. Am gefragtesten sind dabei zweifelsfrei die Memorabilien an Kaiser Franz Joseph I. und vor allem an seine geliebte Gemahlin „Sisi“.
Der legendären Kaiserin Elisabeth gelang es, sich den Ruhm einer großen Schönheit über mehrere Jahrzehnte hinweg zu erhalten. Immer raffinierter und aufwändiger wurden mit der Zeit ihre Mittel für die Schönheitspflege: „Für ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth im Monath Juni 1875 jeden 2. Tag zu verabfolgen: Einen Tiegel Creme celeste, ….…“. Äußert interessante Einblicke in Sisis Schönheits- und Gesundheits-geheimnisse bietet das Konvolut an Rezepten, Bestellscheinen und Rechnungen für kosmetische Artikel der Kaiserin. Viele davon mit eigenhändiger Unterschrift der Hofdame Ida von Ferenczy. Die Rezepte betreffen u. a. den Aufenthalt der Kaiserin in Ischl (Schätzpreis € 2.000 - 4.000).
Eine Aufforderung zum Tanz ist die Einladung „zu dem von der Stadt Wien zur Feier der Vermählung Seiner Majestät des Kaisers veranstalteten Festballe in den k. k. Redoutensälen und der k. k. Winterreitschule am 30. April 1845“. Der goldgeprägte Aufdruck auf Papier ist verglast und gerahmt und wird auf 200 bis 300 Euro geschätzt.
Sterbekreuz
Eine ganz besondere Pretiose ist das Reise- und Sterbekreuz der Kaiserin Elisabeth. Das 14,7 x 6,5 cm große Kreuz aus Silber mit plastischem Christuskorpus trägt auf der Rückseite die gravierte Inschrift „Genf, den 9. September 1898“. Das Kruzifix war ein Geschenk der Schwiegermutter der Kaiserin, Erzherzogin Sophie an das erstgeborene Kind des Kaiserpaares. Dieses Kind, eine Tochter, wurde 1855 geboren und erhielt den Namen Sophie nach der Mutter des Kaisers. Das Kruzifix befand sich über der Wiege der kleinen Erzherzogin, welche aber bereits 1857 im Alter von zwei Jahren verstarb. Die untröstliche Kaiserin nahm darauf das Kruzifix als Erinnerung an ihre verstorbene Tochter an sich und führte es auf allen Reisen mit sich. Immer befand sich das Kreuz in ihrem jeweiligen Schlafzimmer, so auch am Tage ihrer Ermordung in Genf am 9. September 1898 im Schlafzimmer ihrer Suite im Hotel Beau Rivage (€ 6.000 - 12.000).
Kaiser Franz Josef I.
Im Schweizer Luftkurort Territet wurde eines der letzten Fotos der Kaiserin im Frühjahr 1898 aufgenommen. Das Bild zeigt sie bei einem Spaziergang mit ihrer Hofdame Gräfin Sztaray € 250 - 400.
Beeindruckend prachtvoll ist das Monumentalportrait ihres Gemahls, Kaiser Franz Josef des ersten anlässlich des Regierungsjubiläums 1908. Das imposante Gemälde misst nicht weniger als 268 x 172 cm und hat einen Schätzpreis von 8.000 bis 12.000 Euro. Der Künstler Ludwig Michalek (1859 - 1942) war ein gesuchter Portrait- und Landschaftsmaler seiner Zeit. Werke von ihm befinden sich unter anderem im Wien-Museum und in der Albertina.
Wappenservice
Aufmerksamkeit verdient auch das erlesene Silber aus dem berühmten Wappenservice der kaiserlichen Familie. Die Stücke sind mit einem reliefierten Blattdekor verziert und tragen das österreichische Wappen mit der Erzherzogskrone, darunter eine wunderschöne rechteckige Deckeldose (€ 1.600 – 2.400), eine Fischplatte (€ 1.500 – 2.000) sowie ein imposanter Weinkühler (€ 6.000 – 9.000).
Eine umfangreiche Kollektion an historisch militärischen Kopfbedeckungen von Prinz Bernhard der Niederlande, General Franco, Generalissimus Chiang Kai-Shek, König Baudouin, Prinz Philipp von England und Königin Sirikit von Thailand rundet das vielseitige hochwertige Programm ab.
Auktion: KAISERHAUS, 26. April 2006, Beginn: 14.30 Uhr
Besichtigung: ab 20. April 2006
PALAIS DOROTHEUM, Wien I, Dorotheergasse 17
Experte: Dr. Georg Ludwigstorff, Tel. ( +43 1) 515 60-511
Email: antiquitaeten@dorotheum.at
Information &
Katalogbestellung:
Tel. ( +43 1) 515 60-200
Pressestelle: Mag. Constanze Werner, Tel. (+ 43 1) 515 60-406, Fax -379
constanze.werner@dorotheum.at
(9.5.2006)
Der Lieblingsfotograf von Klimt, Schiele und Co.
Kostbarkeiten aus allen Jahrzehnten, von Anton Josef Trcka bis Valie Export in der Fotografie-Auktion am 9. Mai im Dorotheum
Anton Josef Trcka
„Antios“ - mit diesem Pseudonym in merkwürdig verschlungenen Lettern pflegte sich der unangepasste Dichter, Maler und Fotograf Anton Josef Trcka (1893 - 1940) auf seinen Portraitfotos zu verewigen. Egon Schiele, Gustav Klimt und viele andere schätzten seine Bilder, empfahlen ihn Freunden weiter, die die Bilder in der Emigration hüteten; es wurden Drucke nach seinen Zeichnungen und Kopien seiner Gedichte weitergereicht. Nach seinem Tod 1940 galt sein Atelier als Hort der inzwischen verfemten Anthroposophie in Wien. Eine Bombe vernichtete 1944 dort auf einen Schlag fast sein gesamtes Werk. Umso begehrter sind heute die seltenen erhaltenen Stücke.
Ein Unikat ist sein Portrait von Gustav Klimt aus dem Jahr 1914, im Negativ signiert und datiert (21,9 x 17,2 cm), mit einem Schätzpreis von 3.000 bis 3.500 Euro. Dieses ist eines der insgesamt 240 Lose, die in der Fotografie-Auktion am 9. Mai 2006 im Wiener Dorotheum versteigert werden.
Man Ray
Man Ray (1890 - 1976), Der Fotograf und Pionier des Dadaismus und Surrealismus experimentierte schon seit Anfang der 20er Jahre mit der Technik der Fotografie. Er erfand die "Rayografie", verwendete Solarisation und Grobkörnigkeit als Stilmittel. Bis heute gibt es keinen Fotografen, der dem Lichtbild so viele Impulse gegeben hat wie Man Ray. Das wunderschöne Bild „Tränen“ aus dem Jahr 1933 spricht Bände. Als Exemplar 2 von 15 hat es einen Schätzwert von 1.000 bis 1.400 Euro.
Valie Export
Valie Export (1940 geb.) ist eine der herausragendsten Künstlerinnen Österreichs und eine der einflussreichsten Frauen der internationalen künstlerischen Avantgarde. In ihrem Werk fungiert der Körper stets als ein kulturelles Zeichen, in dem sich gesellschaftliche Kräfte und Machtkonstellationen einschreiben. So auch in dem Bild „Einführung“ aus dem Jahr 1976. Das 41,5 x 60,8 cm große Foto hat eine Auflage von 3 Stück und geht mit einem Schätzwert von 6.000 bis 8.000 Euro in die Auktion.
Bedeutende Werke des Wiener Aktionismus sind die Mappen von Günther Brus (€ 5.000-8.000) und Otto Mühl (€ 4.000-5.000). Viele weitere Arbeiten, zum Beispiel von Rudolf Koppitz, Trude Fleischmann, Madame d’Ora, Leni Riefenstahl, Franz Hubmann, Elfie Semotan, Elfriede Mejchar, Paul Wolff, Cecil Beaton, Walker Evans runden das umfangreiche Programm ab.
Auktion: FOTOGRAFIE, 9. Mai 2006
Beginn: 14.00 Uhr
Besichtigung: ab 3. Mai 2006
Ort: PALAIS DOROTHEUM, Wien 1, Dorotheergasse 17
Expertin: Mag. Eva Königseder,
Tel. (+ 43 1) 515 60-421
20c.paintings@dorotheum.at
Information &
Katalogbestellung Tel. ( +43 1) 515 60-200
Pressestelle: Mag. Constanze Werner, Tel. (+ 43 1) 515 60-406, Fax -379
constanze.werner@dorotheum.at
(24.5.2006)
Alles ums Auto von anno dazumal versteigert das Dorotheum Salzburg in der Automobilia-Auktion am 24. Mai
Nach dem großen Erfolg der ersten Automobilia-Auktion während der Oldtimer Messe „Classic-Expo“ im vergangenen Oktober wird das Dorotheum Salzburg am 24. Mai 2006 wieder Oldtimer und sensationelles rund ums Auto versteigern. Als Experte berät Herr Kommerzialrat Franz Steinbacher.
Die Auktion, wird am Donnerstag, den 24. Mai 2006, um 16.00 Uhr in den Räumlichkeiten des Dorotheum in Salzburg, Schrannengasse 7, am Vortag zum Start des legendären Gaisberg-Rennens, durchgeführt werden.
Jochen Rindt Fans aufgepasst: versteigert werden unter anderem Erinnerungsstücke von Österreichs Rennfahrer-Legende und Formel-1 Weltmeister Jochen Rindt aus den Jahren 1970 . Daneben so seltene und rare Exponate, wie eine sehr seltene Keramik-Skulptur, coloriert, aus der Pionierzeit des Automobiles (Peking - Paris), um ca. 1906 bis 1908 (das Modell ist rd. 50 Jahre alt), Schätzwert von EURO 800,-- bis EURO 1200,--, oder die Metall-Skulptur eines Motorrad-Fahrers auf Marmorsockel, aus den 20iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, Schätzwert von EURO 400,-- bis EURO 600,-- sein, um nur einige der 150 Lots zu nennen.
Noch können Exponate zur Auktion übergeben werden. Experte KR Franz Steinbacher berät Interessenten jederzeit gerne.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dorotheum Salzburg, 5027 Salzburg, Schrannengasse 7 Tel.+43-662-871-671-12, Fax. –13,
Kommerzialrat Franz Steinbacher, Tel.+43-1-492 43 99,Fax –4, 0664/206 82 20,
oldtimer@steinbacher-online.at
Auktion: Automobilia, 24. Mai 2006, Beginn 16 Uhr
Besichtigung: 17. – 24. Mai 2006
Ort: DOROTHEUM Salzburg, Schrannengasse 7
Email: walter.sonnberger@dorotheum.at
Information: Dir. Mag. Walter Sonnberger, Tel. (+ 43-662) 87 16 71
Christie's 20 Rockefeller Plaza, New York
By appointment: +1 212 636 2120
Rekord-Turner bei Christie's in New York
Gemälde mit 36 Millionen Dollar Auktionserlös ist somit das teuerstes Bild eines britischen Malers.
Die zuvor auf 25 Millionen Dollar geschätzte Ansicht von Venedig ging an einen anonymen privaten Sammler, wie das Auktionshaus Christie's am Donnerstag in New York mitteilte. Das Bild mit dem Titel "Giudecca, La Donna della Salute und San Giorgio" ist damit das teuerste Bild eines britischen Malers.
Brueghel kletterte auf Sensationspreis
"Dorflandschaft" wurde bei der Auktions-Schwerpunktwoche im Dorotheum auf 696.000 Euro hochgesteigert.