JUNGES MODEDESIGN
MKG Hamburg
JUNGES MODEDESIGN
noch bis zum 1. April 2007
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Stiftung öffentlichen Rechts
Steintorplatz
20099 Hamburg
Telefon: (040) 428 134 - 27 32
Telefax: (040) 428 134 - 28 34
E-Mail: service@mkg-hamburg.de
Internet: www.mkg-hamburg.de
Ausstellungsleitung
Ursula Strate
Das Forum Gestaltung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ist ein Jahr lang Modezentrum für höchst aktuelle innovative Mode von Studierenden dreier großer Ausbildungsinstitute in Hamburg sowie einer Gastinstitution von außerhalb:
• Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg mit den Fachbereichen Produktdesign Textil und Modedesign (www.haw-hamburg.de)
• AMD Akademie Mode & Design, Hamburg (www.amdnet.de)
• Akademie JAK Modedesign, Hamburg (www.jak.de)
• Angewandte Kunst Schneeberg, Fachbereich der Westsächsischen Hochschule Zwickau, Studiengang Modedesign (www.fh-zwickau.de)

AKS Juliane Schmidt
Diplomarbeit Gratwanderung _ eine Kollektion zwischen Berg und Tal Fotografie und Modell Juliane Schmidt
Die jüngsten kreativen Kräfte stellen sich mit ihren laufenden Semester- oder Abschlussarbeiten für ihr Diplom im Modedesign oder Produktdesign Textil vor. Der Museumsbesucher nimmt teil an der Entwicklung einer Gestaltung, an der Auseinandersetzung mit dem auffälligsten Dokument unseres Zeitgeistes: der Mode

AKS Fotografien und Modelle Dajana Jödicke und Annett Schneider
Diplomarbeit Gezeitenwechsel _ Maritimes in der Kleidermode
Jödicke SG Modedesign hat die Modelle entwickelt Schneider SG Textildesignd ie textilen Flächen dazu Drucke

AKS Fotografien und Modelle Dajana Jödicke und Annett Schneider Diplomarbeit Gezeitenwechsel

AMD Akademie Mode Design
Gewinner des Polartec® Design Award 2006
Vierter Preis Juliane Poschinski

JAK ab 2. Februar
Weltgewänder
Olga Frank
Foto Johanna Liebsch
Im letzten Quartal der Laufzeit gibt es noch mehrmals wechselnde Präsentationen. Es beginnt am 11. Januar mit
• Diplomarbeiten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften zum Forschungsprojekt „Moden (er)finden“: Maja-Daphne Holzborn zeigt „Room“ – Mode formal beeinflusst durch Elemente der Innenarchitektur, Meike Deckers Thema sind „IMAGES-Bilder“ mit Mode-Kreationen vom Wandbild zum Kleidungsstück. Der Fachbereich Textildesign stellt Ina Schillings „Tante Augustas Garten“ – Design als Lebensstil vor. Ihr folgen ab 1. Februar Ergebnisse des interdisziplinären Projekts Mode und Fotografie zum Titel „Frauenbilder – 12 Verwandlungen einer Frau“, aus dem Bereich Textildesign Eva Vollmerhausen mit der Diplomarbeit „Kalter Kaffee“ und ab 8. März Maike Krohns „Gezeitenspiel“ mit Spurensuche im Wattenraum. Ebenfalls ab 8. März gibt es Semesterarbeiten zum Thema „Fetisch“ zu sehen.
• Nach Entwürfen zum Thema „Schwarz“ geben Absolventinnen der Akademie JAK Modedesign ab 1. Februar Einblick in ihre persönlichen Wege in die Modewelt mit Videos, Interviews, Skizzen und neuen Kollektionen.
AMD Akademie Mode Design
Gewinner des Polartec® Design Award 2006
Erster Preis Alexandra Loosli
• Die AMD Akademie Mode & Design präsentiert schon seit Dezember die Gewinner des Polartec® Design Award 2006 und zeigt bis zum Ende der Laufzeit immer wieder neue Arbeiten.
• Mode- und Textildesign-Studierende des Fachbereichs der Westsächsischen Hochschule Zwickau, Angewandte Kunst Schneeberg, haben ganz unterschiedliche Themen in Mode umgesetzt:
„Über das Leben eines Kleidungsstücks - eine Vorher- Nachher Kollektion“
„Zeitgeist 20-06 - Outdoorbekleidung aus Leder und Funktionstextilien“
„Gratwanderung - eine Kollektion zwischen Berg und Tal“
„Gezeitenwechsel – Maritimes in der Kleidermode“
„Unauffällig auffallen oder die Kunst des noblen Understatements“
„Ein Stück typisch deutsch – Transformationen“
„Nahtbilder – Hüllen mit experimentellem Charakter“ (Fertigungstechnologie Ultraschallschweißen)
AKS Sabina Steudtner
Diplomarbeit Gratwanderung _ eine Kollektion zwischen Berg und Tal
Fotografien und Modelle Sabina Steudtner
Maja-Daphne Holzborn
Rooms
Refugium
Fotos Eibe Marleen Krebs
Immer donnerstags ab 19 Uhr gibt es beim Jour fixe Mode ein wechselndes Abendprogramm: Einzelpräsentationen, Werkstattgespräche, Führungen und Filme, darunter auch die berühmten Fernsehbeiträge des NDR von Antonia Hilke, die vier Jahrzehnte lang bis Anfang der Neunziger Jahre höchst unterhaltsam und kritisch aus den Modemetropolen über die großen Defilees berichtete: Ein Lehrstück für jungen Modejournalismus, eine Freude für jeden Zuschauer und für manchen ein persönliches Erinnerungsstück eigener Kleiderkultur.
Catwalk mit Ball
Angela Prochnow
Foto Johanna Liebsch
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 21 Uhr
Museums-Eintritt: 8 € / 5 €, dienstags ab 16 Uhr und donnerstags ab 17 Uhr immer 5 €
Kinder und Jugendliche bis unter 18 Jahre frei
Wechselnde Präsentationen am 11. Januar / 1. Februar / 8. März 2007
Junge Mode und Textildesign aus der Armgartstraße (HAW Hamburg) im Museum für Kunst und Gewerbe
Die bei der einjährigen Sonderausstellung gezeigten Arbeiten basieren auf der Ar¬beit des Departments Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), gleichzeitig dokumentieren sie die individuelle Schaffenskraft der Studierenden.
Modedesign der HAW Hamburg
Forschungsprojekt Moden (er)finden
Prof. Viktoria Greiter & Prof. Winnie Harjes-Haas
Ab 11. Januar 2007
Maja-Daphne Holzborn
Diplom Titel: Rooms
Thema: Mode formal beeinflusst durch Elemente der Innenarchitektur
Fotos Eibe Marleen Krebs
(Zweitprüfer: Prof. Hartmut Gudenau)
ROOMS
Für die Kollektion ist die Innenarchitektur interessant, die auch als kulturelles Erbe der Menschheit gilt. Solches Interieur wird über Generationen hinweg immer wieder aufgenommen und geschaffen, wobei sich eine nonverbale Interieursprache ähnlich zur Mode entwickelt hat. Diese Zusammenhänge und Wirkungen, die von den meisten Menschen meist nur unbewusst nachempfunden werden, sind inhaltliches Thema der Diplomarbeit "Rooms". Dabei waren die Oberflächengestaltung von Möbeln, Gegenständen und Dekorationen Anhaltspunkte der Inspiration zur Kollektion gewesen sind. Durch das Nachempfinden dieser Strukturen und Formen entstehen ungewohnte Verbindungen, die verstören können. „Die so genannte dritte Haut, das Interieur, geht eine Symbiose mit der zweiten Haut ein und wird als Kleidungsstück tragbar. Es ist im übertragenen Sinne möglich, mit dem Interieur als Kleidungsstück im Interieur zu verschwinden.“ (Maja-Daphne Holzborn) Die Outfits heißen (Ausschnitt): der blaue Salon - die Bibliothek - der Spiegelsaal - die Galerie.
Ab 11. Januar 2007
Meike Decker
Diplom Titel: IMAGES-BILDER
Thema: Vom Wandbild zum Kleidungsstück
Fotos: Claudia Höhne
IMAGES-BILDER
Die Quelle der Inspiration zu dieser Mantelserie findet man in deutschen Wohnzimmern. Dort hängen die alten Gobelin-Stickbilder an den Wänden oder verstauben vergessen in Kellern und auf den Dachböden. Ehemals angefertigt in mühsamer und liebevoller Handarbeit, mit den seit Jahrzehnten immergleichen Motiven. Jedes dieser Bilder steht für ein vergangenes und vergessenes Leben, für ein Schicksal. Die Mäntel aus der Kollektion vereinen diese Bilder, fügen sie zu etwas Neuem wieder zusammen und entreißen sie so dem Vergessen. Sie sind Mantel, der wärmt und schmückt, ob als Kleidungsstück oder als Interieur.
Ab 1. Februar 2007
Diplom Titel FRAUENBILDER – 12 Verwandlungen einer Frau. Interdisziplinäres Projekt Mode und Fotografie von Prof. Viktoria Greiter und Prof. Ute Mahler
Textildesign der HAW Hamburg
Prof. Marion Ullrich
(Zweitprüfer: Frauke von Jaruntowski)
Ab 11. Januar 2007
Ina Schilling
Diplom Titel: „Tante Augustas Garten“
Thema: Design als Lebensstil
Fotos: Ina Schilling
„Tante Augustas Garten“
Die Diplomarbeit ist im Rahmen des Forschungsprojektes „Moden (er-)finden entstanden“. Ina Schilling hat sich dabei immer wieder mit den Widersprüchen des Designberufs konfrontiert, „einerseits die große Lust zu gestalten und das Alltagsleben zu bereichern, andererseits aber die Armut wahrzunehmen“. Aus diesem Grund sind auch die Materialwahl und Herstellungsart zentrale Punkte ihrer Arbeit: gestrickte Wolle und recyceltes Material. Das Material soll seine eigene Geschichte erzählen und ihr entsprechen, die Produkte mit einfacher Technologie (Stricken) sowie mit regionalen Ressourcen hergestellt werden. Das verwendete Material für diese Arbeit stammt deshalb auch aus der Rote Kreuz Sammlung, aus aufgeribbelten und wieder verstrickten Pullovern oder aus der Wolle deutscher Rhönschafe, die mit Pflanzenfarben eingefärbt wurde. Entstanden sind: ein Himmelkleid, gestrickt - ein Teppich 160x160 cm gestrickt und bestickt - ein Ackerkleid, gestrickt - ein Lindenblütenschal, gestrickt - ein Strukturpullunder, gestrickt - Hüttenschuhe, gestrickt.
Ab 1. Februar 2007
Eva Vollmerhausen
Diplomarbeit Titel: „Kalter Kaffee“
Thema: Kaffeetisch-Situation
(Zweitprüfer: Prof. Manfred Großmann)
Kalter Kaffee
Diese Diplomarbeit ist im Rahmen des Forschungsprojektes "Moden (er-)finden" entstanden. Eva Vollmerhausen hat ihre Arbeit aus Materialien der 60er und 70er Jahre gefertigt, aus „kaltem Kaffee“, wie sie sagt. Entstanden sind eine "Kaffeetisch-Situation" mit zwei Tischen und Stühlen, die von einer Serviererin eingerahmt werden. Eva Vollmerhausen inszenierte diesen Raum im Wechselspiel von alt und neu.
Ab 8. März 2007
Maike Krohn
Diplomarbeit Titel: „Gezeitenspiel“
Thema: Spuren im Raum
(Zweitprüferin: Frauke von Jaruntowski)
Gezeitenspiel
Diese Diplomarbeit ist ebenfalls im Rahmen des Forschungsprojektes "Moden(er-)finden" entstanden. Maike Krohn untersucht „den Raum“ in dem Gezeiten ihre Spuren hinterlassen: Formen, Farben, Strukturen,
Stimmungen. So entstand beispielsweise das Bodenkissen "Wattwurm" oder der Teppich "Wattribbel". Im Endstehungsprozess befinden sich Quallen, Steine, Raumobjekte aus Wolle, Silikon, Metall, technischem Gewebe.
Ab 8. März 2007
Semesterarbeiten aus dem WS 2006/2007 zum Thema: Fetisch!
Mit Fetisch verbindet man Objekte oder Sphären, die sowohl Misstrauen als auch Faszination auslösen können. Diese Offenheit und gleichzeitige Ambivalenz sollte bei den Studierenden neue gestalterische Anreize schaffen: Ein magischer Moment des Alltags, populäre Assoziation bei Lack und Leder oder Vorrichtungen zur Herstellung eines überwältigenden Wohlgefühls waren einige der Interpretationsfelder. Ziel ist die Herstellung eines neuen Fetischs.
Profil des Departments Designs (HAW Hamburg):
Studierende des Studiengangs Mode und Kostüm der Armgartstraße (HAW Hamburg) arbeiten meist schon während ihres Studiums für nationale und internationale Firmen, Modehäuser, Theater, Museen, Opern¬häuser und Filme. Studierende der Studienrichtung Produktdesign und Textil entwickeln und gestalten Textilen und anverwandte Produkte für alle Lebensbereiche. Beide Studiengänge basieren auf theoretischen Grundlagen sowie künstlerischem und entwurfsmethodischem Fachverständnis. Das Department Design hat zahlreiche Nominierungen und Preise auf nationaler und internationaler gewonnen.
Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe vom 1. April 2006 bis 1. April 2007,
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 21 Uhr.
Begleitprogramm MKG
http://www.mkg-hamburg.de/mkg.php/de/sonderausstellungen/vorschau/detail...
www.haw-hamburg.de
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
HAW-HAMBURG, FAKULTÄT DMI (Design, Medien, Information)
STUDIENDEPARTMENT DESIGN
Illustration- Kommunikationsdesign, Mode-, Textil und Kostümdesign
Bekleidungstechnik
Ca. 1400 Studierende, 36 Professor/Innen, 15 wiss. Mitarbeiter/Innen und Lehrbeauftragte
STUDIENGANG MODE + KOSTÜM, PRODUKT TEXTIL
Die Absolventen des Studiengang Mode +Kostüm arbeiten für nationale und internationale Firmen,
Modehäuser, für Theater, Opernhäuser, für den Film oder erfinden ein eigenes Label.
Mode- und Kostümdesigner konzipieren und gestalten Körperbilder im Kontext öffentlicher, theatraler, medialer Aktionsräume. Studierende der Studienrichtung Produktdesign Textil (er)finden und gestalten textile und anverwandte Produkte für alle Lebensbereiche, zum Beispiel den (Innen-) Raum, Körper (Mode), Transport (Auto, Bahn, Flugzeug) und Medien in Verbindung mit neuen Technologien.
Für den Studiengang Mode + Kostüm und Produkt Textil sind die künstlerischen und entwurfsmethodischen Grundlagen ebenso wie die allgemeinen Wissenschaften Voraussetzung für ein fachspezifisches, interdisziplinäres Studium. Herstellungstechniken wie Schnittgestaltung, Entwurfsrealisation, Kostüm- und Maschentechnik; Textil-Technik und -Druck sowie Textilchemie und Gewebegestaltung sind Studien begleitende Fächer. Unsere modernen Werkstätten und Computerlabore unterstützen die vielseitigen Möglichkeiten für freie Experimente und praxisorientiertes Arbeiten.
Nationale und Internationale Nominierungen und Preise:
2000
- FRANKREICH (Hyères) INTERNATIONAL FESTIVAL DES ART DE LA MODE ( 3. Preis)
2001
- ITALIEN (Mailand) CRESPI TROPHY 2. Preis
- ITALIEN (Triest) MITTELMODA „Everlast Award“
2002
- BERLIN 50. BUNDESPRESSE BALL BERLIN
- SCHWEIZ )Luzern) GWAND 1. Preis
2003
- BERLIN STAATSOPER, GRAND PRIX INTERNATIONAL
- ITALIEN (Triest) ITS TWO
- JAPAN ( Tokio) ONWARD
2004
- KARLSRUHE FASHION EVENT „AVANTGARDE“
- ITALIEN (Triest) ITS THREE
- JAPAN (Tokio) ONWARD
2005
- FRANKREICH (Hyères) INTERNATIONAL FESTIVAL DES ART DE LA MODE
Zur Ausstellung „Junges Modedesign“ im Forum Gestaltung :
„der menschliche Körper soll das Maß aller Designer sein“
Die Kunst der Mode besteht in der Visualisierung des Neuen, das zum Vorschein tritt, sich aufdrängt, und damit die Ordnung der Dinge reguliert. Das „Glamouröse“ und „Traumhafte“ ist essentiell, es liefert Ideen für Neues. Als eine nonverbale Form der Kommunikation ist Mode nicht Besitz, sondern ein Prozess des Enteignens und Aneignens. Es geht um die Botschaft und Inszenierung einer ästhetischen Sprache im
Zusammenspiel mit Form und deren Funktion, Farbe und Material im öffentlichen und privaten Raum.
Mode/Textile Produkte als Kommunikationsträger in der Auseinandersetzung zwischen kulturellen, ökologischen und ökonomischen Ansprüchen/Anforderungen. Entwerfen, realisieren und präsentieren sind Gestaltungsschwerpunkte in diesem Studiengang.
In der Ausstellung werden u. a. Diplomarbeiten, die im Rahmen des Forschungsprojektes „Moden erfinden“ entwickelt wurden, präsentiert.
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
HAW-HAMBURG, FAKULTÄT DMI (Design, Medien, Information)
STUDIENDEPARTMENT DESIGN
Jeweils mehrere Studierende der Hochschule für Angewandete Wissenschaften zeigen in regelmäßigem Wechsel immer neue Kollektionen.
Ab 27. Oktober 2006:
Modedesign
Prof. Viktoria Greiter, Prof. Winnie Harjes-Haas
"Kriegerinnen 2007"
ist der gemeinsame Titel für die Kollektionen von Randi Herbig und Miriam Knipper.
Materialien, Farbe und Muster des Militärs sind ein immer wiederkehrendes Thema in der Mode. In den 80 Jahren trugen Frauen Parkas und dies nicht nur der Ästhetik wegen, sondern aus ihrer inneren
politischen Haltung heraus. Randi Herbig und Miriam Knipper haben dies aufgegriffen und uminterpretiert. Für ihre Entwürfe benutzten sie alte Militärbekleidung, die sie im Recyclingverfahren zu neuen Jacken/Jackenmänteln zusammensetzten. Über die stark symbolisch aufgeladenen derben militärischen BW-Stoffe in Khaki und Camouflage werden die Kleidungsstücke zu einer politisch intendierten Aktionsfläche. "Kriegerinnen 2007" ist ein Angebot an eine mutige Trägerin von heute, die Rebellin sein möchte.

HAW Miriam Knipper
Projekt Kriegerinnen
Kollektion für ewig mein herz
Miriam Knipper
Kollektion "fürewigmeinherz", 2006
Die Inspiration für meine Kollektion bilden eine Zeichnung des Hamburger Künstlers Horst Janssen, ein Seidenstoff und die Entwurfsmethode der Modedesignerin Madeleine Vionnet. Daraus entwickelt sich ein eigenes, bewusst chaotisch wirkendes, aber dennoch gezielt und präzise eingesetztes Vorgehen.
Die Diffusität der einzelnen Striche sowie die gesamte Ausstrahlung der gezeichneten Blüte bringe ich in meinen Seidenkleidern zum Ausdruck. Sie stellen die Basis der Kollektion dar. Die Kleidungsstücke, die aus Vintage-Militärbekleidung entstanden sind, komplettieren die Basis zu einem Outfit. Der Beweggrund, getragene, jedoch gut erhaltene Militärbekleidung zu verwenden liegt darin begründet, wieder wie schon bei den Seidenkleidern direkt mit einem Originalmaterial zu arbeiten, aber diesmal nicht mit Meterware, sondern mit Konfektion. Dazu passen die Farben des Militärs brilliant in das von mir erdachte Farbkonzept für meine Kollektion. Da bei meiner Arbeitsweise der freie, spontane und diffuse Umgang mit dem Material im Vordergrund steht, bin ich in keinem Moment des Entwerfens auf die ursprüngliche Funktionalität der Militärbekleidung eingegangen. Die Kollektion ist mit viel Herz und einer enormen Freiheit im Entwurf entstanden.

HAW Randi Herbig
Projekt Kriegerinnen
Kollektion Caravans to Tartary

HAW Randi Herbig
Projekt Kriegerinnen
Kollektion Caravans to Tartary
Randi Herbig
Kollektion „Caravans to Tartary“, 2006
Die Quelle der Inspiration findet sich in der Kleidung der Nomaden-Völker, die sich rund um die Region des Hindu Kush von Afghanistan bis nach China bewegen. Das Bemerkenswerte und die pittoreske Schönheit dieser Kleider ist, dass sie sich durch ihre Silhouetten, Texturen und ihrer gedeckten Farben homogen in dieses von extremen geprägte Landschaftsbild einfügen. Spannend wird es dann, wenn man die Symbolik, die sich in solcher Kleidung verbirgt, nutzt, um eine Verbindung mit der Kleidung unserer Jetztzeit herzustellen – eine Verbindung, die Widersprüche plötzlich in Gemeinsamkeiten verwandelt und die unsere uralte Kämpferseele, unsere Stärke und den Freiheitsdrang neu interpretiert.
Produktdesign Textil
ab 10.11.2006
Genevieve Saghmeister
Diplom: Thema: punto tagliato
Begleitung: Prof. Marion Ullrich, Prof. Manfred Großmann
Kontakt: GenevieveS@gmx.de
Fotos: Genevieve Saghmeister
Die Intention dieser Diplomarbeit war, Spitze in einen neuen “alten“ Kontext zu stellen. Alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Kissen, Tagesdecke, Lampe, Ess-Sets, Stoffe in Spitzenoptik gestaltet, sollen Emotion und Sinnerlebnis in den Vordergrund stellen. Das eigenwillige an den Produkten ist der bogenförmige Abschluss, der als verspielter Rand spitzenartig gestanzt wurde.
Die Kollektion ist in vier Bereiche gegliedert: Wohnen ¬ Essen ¬ Schlafen ¬ Stoffe.
In der Ausstellung zu sehen sind Bodenkissen aus Kunstleder gearbeitet, die durch originelle Farbkombinationen, besonders innerhalb der Perforierungen, bestechen. Für den Bereich Schlafen sind ein Bettüberwurf, eine dazugehörige Lampe und ein Panelsystem entstanden. Diese Produkte sind weiß,
zeigen viel Fläche, wodurch sie still und schlicht wirken.
Genevieve Saghmeister arbeitet mittlerweile als Designerin im Team von création baumann, dem exklusiven Hersteller und Verleger von Heimtextilien in der Schweiz.