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Kunstepochen
Jugendstil /Art Nouveau
Als Jugendstil wird die um die Jahrhundertwende verbreitete
Stilrichtung bezeichnet, die in Deutschland nach der seit
1896 in München erscheinenden Zeitschrift „Jugend” und ihrer
Art der grafischen Gestaltung benannt wurde. Der deutschen
Bezeichnung
Jugendstil entsprechen der französische Begriff
Art Nouveau und der englische Begriff Modern Style oder
Style Liberty.
Die französische Bezeichnung entstand nach einer 1895 in
Paris von S. Bing, einem Händler japanischer Kunst,
eröffneten Galerie „Art Nouveau“, die mit Möbeln des
belgischen Architekten und Designers Henri van de Veldes
(1863-1957) ausgestattet war. Der Begriff Art Nouveau wurde
wohl das erste Mal von Henri van de Velde 1894 in seiner
Skizze „Déblaiement d'art“ gebraucht.
Der Jugendstil war international verbreitet und entwickelte
sich gleichzeitig in Frankreich aus dem
Symbolismus, war
stark beeinflusst auch durch das aufkeimende Interesse an
japanischen Farbholzschnitten. In England entsprang er den
kunstgewerblichen Aktivitäten der Präraffaeliten.
Typisch für den Jugendstil sind stilisierte florale und
geometrische Ornamente, wie man sie in der Malerei vollendet
bei Aubrey Vincent Beardsley (1872-1898) findet. Auch
Henri
Toulouse-Lautrec mit seiner farblithografischen Plakatkunst
ist hier zu nennen wie auch der Wiener Maler
Gustav Klimt
(1862-1918).
Zu den Formeigentümlichkeiten des Jugendstil gehören die
langzügig fließende Linie, das pflanzenhafte, weiche An- und
Abschwellen der Formen, eine gebrochene Farbigkeit und die
empfindliche Überfeinerung aller Mittel. Er war als
internationale Kunstströmung mit den in der
nachimpressionistischen Malerei, vor allem bei Paul Gauguin
(1848-1903), den Synthetisten und den Nabis auftretenden
Tendenzen zu symbolistischer und dekorativer, linearer und
flächenhafter Gestaltung eng verknüpft.
Im Kunstgewerbe griff in erster Linie die Glaskunst die
Ideen des Jugendstils auf, so z. B. (Louis Comfort Tiffany,
1848-1933, in den USA). Zentren des Jugendstils waren
München, Berlin (W. Klinger), Darmstadt, Wien (Gustav Klimt).
Auszüge aus: DAS GROSSE BERTELSMANN LEXIKON 2001
© 2000 Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, Bertelsmann
Electronic Publishing, Gütersloh, München, und Lexikon der
Kunst: Art Nouveau, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 43:
Lexikon der Kunst, S. 1903 (vgl. LdK Bd. 1, S. 278 ff. (c)
E. A. Seemann
Landesmuseum für
Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus (1889-1939)  Wie erkenne ich? Die Kunst des Jugendstils Karin Sagner-Düchting Belser 2005-03 Broschiert 128 Seiten
 Münchens Lust am Jugendstil. Häuser und Menschen um 1900 Edda Neumann-Adrian, Michael Neumann-Adrian, Edda Neumann- Adrian und Michael Neumann- Adrian Münchenverlag 2005-04 Gebundene Ausgabe 160 Seiten
 Art Nouveau. Sammlerstücke - Designer - Preise Judith Miller Dorling Kindersley 2005-09 Gebundene Ausgabe 240 Seiten
Kurzbeschreibung
Dieser durchgängig vierfarbig illustrierte Band für Sammler
und Liebhaber des Art Nouveau zeigt über 1000 repräsentative
Kunstobjekte aus allen Sammelbereichen wie Möbel, Glas,
Keramik, Schmuck, Metallwaren, Skulpturen und Plakate.
Aktuelle Marktpreise und Informationen über typische
Charakteristika helfen bei der Beurteilung von Alter,
Herkunft und Qualität. Eine versierte Kaufhilfe von der
international führenden Antiquitätenexpertin Judith Miller.
Über das Produkt
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und Liebhaber des Art Nouveau zeigt über 1 000
repräsentative Kunstobjekte aus allen Sammelbereichen wie
Möbel, Glas, Keramik, Schmuck, Metallwaren, Skulpturen und
Plakate. Aktuelle Marktpreise und Informationen über
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Alter, Herkunft und Qualität. Eine versierte Kaufhilfe von
der international führenden Antiquitätenexpertin Judith
Miller.  Art Deco. Sammlerstücke, Designer, Preise Judith Miller Dorling Kindersley 2006-09 Gebundene Ausgabe 240 Seiten
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