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Zwischen 1860 und 1870 in der
französischen Malerei entstandene Stilrichtung (
Freilichtmalerei: Wegbereiter war die Schule von Barbizon],
die den zufälligen Ausschnitt aus der Wirklichkeit darstellt
und bei der Farbe und Komposition vom subjektiven Reiz des
optischen Eindrucks des Lichts bestimmt ist.
Was die Impressionisten interessierte, war
nicht das Objekt als solches, sein Wesen oder gar das
abstrakte Ding an sich - die Wesensschau wird erst wieder
für die Expressionisten wichtig -, sondern seine
Erscheinung, seine atmosphärische Hülle in der subjektiv
wahrgenommenen Welt des Betrachters.
Zu Beginn wurden die impressionistischen
Maler nur verhöhnt. Kunstkritiker nannten die Bilder
unfertig und erklärten die Künstler zu Verrückten.
Es dauerte beinahe 20 Jahre bis impressionistische Kunst
endlich in Frankreich anerkannt und geschätzt wurde.
Die Impressionistischen Maler kehrten sich
ab von der Ateliermalerei, sie gingen in die Natur, sie
wollten ihre Helligkeit, aber primär nicht einmal das Licht
selbst, sondern die Helligkeit des Bildes. Dies war der
Schritt aus dem Naturalismus.
Diese Maler wollten das Licht, das weiße
Licht, in seine farbigen Bestandteile zerlegen, in die
Elementarfarben Rot, Grün, Blau, Orange. Aus diesen
Primärfarben, so erkannten sie, setzt sich das weiße Licht
zusammen. Deshalb glaubten sie, um dieses Licht zu
erreichen, die Farben des Spektrums gewissermaßen auf der
Leinwand verwirbeln zu können. Sie wollten also die
physikalischen Vorgänge im Auge auf die Leinwand übertragen.
Eigentlich wollten sie Farben malen. Das
war das Programm. Insofern bedeutet der Impressionismus
zunächst Destabilisierung der Form, Auflösung. Er war nicht
konstruktiv, sondern destruktiv. Er bedeutete damit
gleichzeitig Löslösung der Mittel des Malers, Farbe und
Form, von der Natur, von den Gegenständen. Die
Autonomisierung der malerischen Mittel, die Befreiung der
künstlerischen Mittel zu sich selbst war das revolutionäre
Moment.
Insofern war der Impressionismus ein
epochaler Neubeginn, und man kann jene verstehen, die sagen,
die moderne Kunst beginnt mit dem Impressionismus.
Die reinen Impressionisten wie Monet,
Sisley und Pissarro haben Gegenstandskonturen
aufgelöst, gewissermaßen zerkrümelt zu Farbflecken.
Maler des Impressionismus
Frankreich
* Frédéric Bazille (1841-1870)
* Marie Bracquemond (1840-1916)
* Gustave Caillebotte(1848-1894)
* Edgar Degas (1834-1917)
* Paul Gauguin (1848-1903)
* Jacques Lalande (1921-*)
* Edouard Manet (1832-1883)
* Claude Monet (1840-1926)
* Berthe Morisot (1841-1895)
* Camille Pissarro (1830-1903)
* Pierre-Auguste Renoir (1841-1919)
* Alfred Sisley (1839-1899)
Deutschland
* Wilhelm Claudius (1854-1942)
* Lovis Corinth (1858-1925)
* Karl Hagemeister (1848-1933)
* Theodor Hagen (1842-1919)
* Max Liebermann (1847-1935)
* Franz Skarbina (1849-1910)
* Maria Slavona (1865-1931)
* Max Slevogt (1868-1932)
* Robert Sterl (1867-1932)
* Fritz Wildhagen (1878-1956)
Maler des Neoimpressionismus
* Vincent van Gogh (1853-1890)
* Paul Gauguin (1848-1903)
* Camille Pissarro (1830-1903) in den Jahren von 1885- 1890
* Georges Seurat (1859-1891)
* Paul Signac (1863-1935)
Quelle: Auszug aus Pan 1/92 Spezial Impressionismus
Spurensuche für die Jahrhundertwende
Dokumentation von Prof Werner Schmalenbach und
Wikipedia/org
 Der Brockhaus Moderne Kunst. Vom Impressionismus bis zur Gegenwart. Brockhaus, Mannheim - 2002-09 - Gebundene Ausgabe
 Wie erkenne ich? Die Kunst des Impressionismus. Hajo Düchting Belser - 2003-10 - Broschiert
Impressionismus. 1860 - 1920. Ingo F. Walther Taschen Verlag - 2003-07 - Gebundene Ausgabe
 Impressionismus. Sonderausgabe Eine internationale Kunstbewegung 1860 - 1920 Norma Broude Dumont Literatur und Kunst Verlag - 2004-10 - Gebundene Ausgabe
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