Kunstepochen
Historismus
Historismus ist die Bezeichnung für die besonders im 19. Jahrhundert in der Malerei und Architektur verbreitete Tendenz, auf vergangene Kunstformen zurückzugreifen und z. B. gotische oder barocke Stilelemente nachzuahmen. Strömungen des Historismus sind z. B. die Neuromanik, Neugotik, Neorenaissance und Neobarock, das so genannte zweite Rokoko und als Sonderformen die Präraffaeliten und Nazarener (s. auch „Romantik“).
Auszug aus: DAS GROSSE BERTELSMANN LEXIKON 2001
© 2000 Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, Bertelsmann Electronic Publishing, Gütersloh, München

Kunstgeschichte. Stile erkennen - von der Antike bis zur Moderne
Hans Schlagintweit und Helene K. Forstner
Schwabe 2003-12 Broschiert 247 Seiten
Der Klassiker zur Einführung in die Kunst
Kunstwerke sind wie Bücher: Sie wollen «gelesen» und verstanden werden. Wer Kunst nicht nur genießen, sondern auch Epochen, Techniken und Stilmerkmale kennen und unterscheiden lernen möchte, kann sich hier das ABC der abendländischen Kunst aneignen. Ein handliches Taschenbuch, das die Fragen des Kunstinteressierten rasch und verständlich beantwortet. Dieses Buch gehört in die Reisetasche eines jeden Kunstinteressierten und in die Bibliothek aller Lehrenden!

DuMont Geschichte der Kunst
Martin Kemp
Dumont Literatur und Kunst Verlag 2003-09 Gebundene Ausgabe 560 Seiten
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es ist ein heutzutage immer noch gern zitierter Gemeinplatz, dass Kunst von Können komme -- auch wenn die Ideen-Kunst des 20. Jahrhunderts mit ihren Ready Mades (Duchamp), industriellen Produktionsverfahren (Warhol) oder bei Madonnenschnitzern in Oberammergau in Auftrag gegebenen Plastiken (Koons) diesen Satz immer wieder infrage stellte. Dennoch wird Einigkeit über die Feststellung bestehen, dass ein Standardwerk über die gesamte Kunstgeschichte von der griechischen Skulptur im ersten Jahrtausend vor Christus bis hinein in unsere Tage unbedingt von Könnern gemacht werden müsse. Ebendies ist mit der Dumont Geschichte der Kunst gelungen.
Informativ und -- vor allem, wie man es bei einer Publikation dieser Art erwartet -- reichhaltig illustriert führt der Band durch die künstlerischen Leistungen von Rom und Griechenland, erläutert das Verhältnis von Kunst, Kirche und Staat im Mittelalter und veranschaulicht die Entwicklung bis hin zur Moderne und (wenn auch zaghafter) zur Postmoderne. Überblicksartikel gewähren einen leichten Erstzugang, 350 Bilddoppelseiten widmen sich speziellen Einzelthemen, 2.000 Stichwörter und Verweise geben vernetzte Zusatzinformationen. Zusammenhänge zwischen Kultur, Religion und Gesellschaft werden so allgemein verständlich gemacht.
Mit dem Kunstgeschichtsprofessor Martin Kemp (Der Blick hinter die Bilder) konnte ein kompetenter Kenner verschiedenster Epochen gewonnen werden, der die einzelnen Beiträge seines internationalen Fachgremiums (darunter Koryphäen wie Willibald Sauerländer, Pierre Rosenberg oder Salvatore Setis) klug zu bündeln wusste. So ist die Dumont Geschichte der Kunst ein Buch von Könnern über die Könner der bildenden Kunst geworden. Der Versuch, Kunstgeschichte für ein breites Publikum aufzubereiten, ist hier bestens geglückt. --Thomas Köster
Kurzbeschreibung
Diese Kunstgeschichte für das große Publikum, die jüngste Forschungen zusammenfasst und von einem namhaften Herausgeber mit einem international renommierten Fachgremium verantwortet wird, ist ein Großunternehmen, auf das die Leser seit den letzten zusammenfassenden Überblicksdarstellungen der Nachkriegszeit mehr als 50 Jahre warten mussten. Der neu entwickelte Aufbau garantiert den leichten Einstieg: Übersichtsdarstellungen zu großen Zeitabschnitten werden untergliedert durch den genauen Blick auf spezielle Zusammenhänge und vertieft durch eine Folge von doppelten Bildseiten zu Einzelthemen. Die Auswahl der exakt zur Argumentation ausgewählten, speziell für diesen Band zusammengestellten Bilder erlaubt den anschaulichen Einstieg in alle Themenbereiche. Endlich ein neues Standardwerk, das einer ständig wachsenden Gemeinde von Kunstbegeisterten eine spannende Lektüre an die Hand gibt und gleichzeitig ein neues Modell der Wissensvermittlung und eine beeindruckende Bildinszenierung präsentiert. Hier werden neue Denkansätze verständlich vermittelt und altbekannte Kunstwerke in neuen Zusammenhängen spannend beleuchtet – die Auseinandersetzung mit der Welt der Kunst auf einem neuen Niveau.
Arnold Böcklin Selbstbildnis mit fiedelndem Tod (1872)
Schweizer Maler, Zeichner, Graphiker und Bildhauer

Bodemuseum Berlin
Historismus mit modernem Einschlag Erbaut von: Ernst Ihne 1897-1904


Louis-Philippe-Möbel. Furniture. Bürgerliche Möbel des Historismus
Rainer Haaff
Arnoldsche Verlagsanstalt 2004-10 Gebundene Ausgabe 240 Seiten
Kurzbeschreibung
Das umfassende Werk über Louis-Philippe-Möbel aller Qualitäten und Preislagen nennt die aktuellen Marktpreise, ermittelt von führenden Fachhändlern und bekannten Auktionshäusern. Neben einer Einführung zum Louis-Philippe-Stilbegriff gibt der Band wertvolle Tipps für Händler und Sammler. Ein großer, mit über 150 Farbabbildungen ausgestatteter Farbteil wird ergänzt durch ein kompendiumartigen Katalogteil mit über 500 Abbildungen marktgängiger, seltener und musealer Louis-Philippe-Möbel und Uhren.
1001 Mokkatasse. Rosenthal vom Historismus bis zur Neuzeit - Eine Sammlung
Renate Czotzki
EyeOne Publishing 2005-11 Gebundene Ausgabe 415 Seiten

Architektur in Wien 1850 bis 1930. Historismus - Jugendstil - Sachlichkeit
Luise Lipschitz und Bertha Blaschke
Springer, Wien 2002-10 Broschiert 247 Seiten
Kurzbeschreibung
Von der Votivkirche und dem Historismus der Wiener Ringstraße über die Secession und den Jugendstil bis hin zur Neuen Sachlichkeit und der Wiener Werkbundsiedlung: 100 Objekte, etwa 400 farbige Fotografien und fünf Tourenvorschläge für architektur-kulinarische Streifzüge. Endlich liegt ein kunsthistorisch fundierter Wiener Architekturführer für die Periode zwischen 1850 und 1930 vor. Drei Generationen von Architekten schufen die wesentlichsten Bauten Wiens. Überragt von Otto Wagner, der sich vom Historismus hin zu einem führenden Architekten der Secession entwickelte und schließlich den Weg für die Neue Sachlichkeit ebnete. Ein breites Spektrum, das nicht nur Arbeiten wie jene von Wagner, Hoffmann und Loos, sondern auch seltener genannte Bauten berücksichtigt.