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Heinrich Heine (1797-1856)
Zum Heine-Gedenkjahr
2006

IM RADIO
1.1.2006, 19:05 Uhr, mdr figaro, Lesung
"Heinrich Heines Harzreise"
Herwart Grosse liest >>
2.1.2006, 09:30 Uhr, HR 2, Lesung
Heinrich Heine: "Der Rabbi von Bacherach" (1)
Gelesen von Peter Weiss. Fortsetzungen wertags zur gleichen Zeit >>
5.2.2006, 11:00 Uhr, Bayern2, Lesung
Heinrich Heine: "Französische Zustände 1832" (4-teilig)
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Sonntäglich am 5., 12., 19. und
26.02. >>
12.2.2006, 11:00 Uhr, Bayern2, Lesung
Heinrich Heine: "Französische Zustände 1832" (4-teilig)
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Sonntäglich am 5., 12., 19. und
26.02. >>
19.2.2006, 11:00 Uhr, Bayern2, Lesung
Heinrich Heine: "Französische Zustände 1832" (4-teilig)
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Sonntäglich am 5., 12., 19. und
26.02. >>
26.2.2006, 11:00 Uhr, Bayern2, Lesung
Heinrich Heine: "Französische Zustände 1832" (4-teilig)
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Sonntäglich am 5., 12., 19. und
26.02. >>
5.3.2006, 11:00 Uhr, Bayern2, Lesung
Heinrich Heine: "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in
Deutschland" (4-teilig)
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Sonntäglich am 5., 12., 19. und
26.3. >>
12.3.2006, 11:00 Uhr, Bayern2, Lesung
Heinrich Heine: "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in
Deutschland" (4-teilig)
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Sonntäglich am 5., 12., 19. und
26.3. >>
19.3.2006, 11:00 Uhr, Bayern2, Lesung
Heinrich Heine: "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in
Deutschland" (4-teilig)
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Sonntäglich am 5., 12., 19. und
26.3. >>
26.3.2006, 11:00 Uhr, Bayern2, Lesung
Heinrich Heine: "Zur Geschichte der Religion und Philosophie in
Deutschland" (4-teilig)
Heinrich Heine zum 150. Todestag. Sonntäglich am 5., 12., 19. und
26.3. >>
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Deutscher Dichter
zwischen Romantik und Realismus, Kritiker
und Satiriker, geboren1797 in Düsseldorf, gest. 1856 in Paris, wo er seit 1831 lebte. Einer
der Hauptvertreter des Jungen Deutschland.
In spätromantischen Gedichten
verbindet er Empfindungsreichtum mit Skepsis und Ironie (»Buch der Lieder«,
1827; »Romanzero«, 1851). Sein geistvoller und plaudernder Prosastil
(»Reisebilder«, 1826 bis 1831) machte ihn zum Begründer des modernen Feuilletonismus.Quelle: Brockhaus
Er gehört zu den meistübersetzten
Dichtern deutscher Sprache.
Seine politischen und zeitkritischen
Schriften, in denen er die Obrigkeit verspottete, wurden 1835 in Deutschland
verboten.
Zitat Heines
»Das war ein Vorspiel nur.
Dort wo man Bücher
Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.«
Heinrich Heine
(Almansor, 1821)
Heinrich Heine - Biographie
Literatur: Heinrich
Heine,
Sämtliche Gedichte in zeitlicher Reihenfolge
, Frankfurt am Main 1997, Insel.
Heinrich Heine,
Deutschland. Ein Wintermärchen,
München 1997, dtv.
Heinrich Heine,
Die Harzreise
, Stuttgart, Reclam UB 2221.
Heinrich Heine,
Zur Geschichte der Religion und Philosophie in
Deutschland, Stuttgart 1997, Reclam
UB 2254. Internet: Heinrich Heine,
Fast alle Werke,
Originaltexte im Gutenberg- Projekt.
Wolfgang Fricke,
Heinrich Heine,
viele Links.

Deutschland. Ein Wintermärchen Heinrich Heine und Hans Traxler Reclam, Ditzingen - 2005-09 - Gebundene Ausgabe

Sämtliche Gedichte in einem Band Heinrich Heine und Klaus Briegleb Insel, Frankfurt - 2005-08 - Gebundene Ausgabe

Sämtliche Schriften, 6 Bde. in 7 Tl.-Bdn. Heinrich Heine und Klaus Briegleb Dtv - 2005-11 - Broschiert
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an die Engel
Das ist der böse Thanatos,
Er kommt auf einem fahlen Roß;
Ich hör den Hufschlag, hör den
Trab,
Der dunkle Reiter holt mich ab
-
Er reißt mich fort, Mathilden soll
ich lassen,
Oh, den Gedanken kann mein Herz
nicht fassen!
Sie war mir Weib und Kind zugleich,
Und geh ich in das Schattenreich,
Wird Witwe sie und Waise sein!
Ich laß in dieser Welt allein
Das Weib, das Kind, das, trauend
meinem Mute,
Sorglos und treu an meinem Herzen
ruhte.
Ihr Engel in den Himmelshöhn,
Vernehmt mein Schluchzen und mein
Flehn:
Beschützt, wenn ich im öden Grab,
Das Weib, das ich geliebet hab;
Seid Schild und Vögte eurem Ebenbilde,
Beschützt, beschirmt mein armes
Kind, Mathilde.
Bei allen Tränen, die ihr je
Geweint um unser Menschenweh,
Beim Wort, das nur der Priester
kennt
Und niemals ohne Schauder nennt,
Bei eurer eignen Schönheit, Huld
und Milde,
Beschwör ich euch, ihr Engel, schützt
Mathilde.
Michel nach dem März
(aus der Nachlese zum Romanzero)
Solang ich den deutschen Michel gekannt,
War er ein Bärenhäuter;
Ich dachte im März, er hat sich ermannt
Und handelt fürder gescheuter.
Wie stolz erhob er das blonde Haupt
Vor seinen Landesvätern!
Wie sprach er - was doch unerlaubt -
Von hohen Landesverrätern.
Das klang so süß zu meinem Ohr
Wie märchenhafte Sagen,
Ich fühlte, wie ein junger Tor,
Das Herz mir wieder schlagen.
Doch als die schwarzrotgoldne Fahn',
Der altgermanische Plunder,
Aufs neu' erschien, da schwand mein Wahn
Und die süßen Märchenwunder.
Ich kannte die Farben in diesem Panier
Und ihre Vorbedeutung:
Von deutscher Freiheit brachten sie mir
Die schlimmste Hiobszeitung.
Schon sah ich den Arndt, den Vater Jahn -
Die Helden aus andern Zeiten
Aus ihren Gräbern wieder nahn
Und für den Kaiser streiten.
Die Burschenschaftler allesamt
Aus meinen Jünglingsjahren,
Die für den Kaiser sich entflammt,
Wenn sie betrunken waren.
Ich sah das sündenergraute Geschlecht
Der Diplomaten und Pfaffen,
Die alten Knappen vom römischen Recht,
Am Einheitstempel schaffen -
Derweil der Michel geduldig und gut
Begann zu schlafen und schnarchen,
Und wieder erwachte unter der Hut
Von vierunddreißig Monarchen.

Ich hab im Traum geweinet, 2 Audio-CDs Heinrich Heine, Ulrich Tukur und Efim Jourist Quartett Hoffmann und Campe - 2002-03 - CD

Mit scharfer Zunge Heinrich Heine Dtv - 2005-11 - Broschiert

Leben Sie wohl und hole Sie der Teufel Heinrich Heine Aufbau-Verlag - 2005-07 - Gebundene Ausgabe
Heinrich-Heine-Portal
Werke, Briefe, Dokumente - ein digitales Informationssystem
Ein Projekt des Heinrich-Heine-Instituts, Düsseldorf, und des
Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und
Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der
Universität Trier.
Das Heinrich-Heine-Portal (HHP), das sich
seit Anfang 2002 im Aufbau befindet, ist eine elektronische
wissenschaftliche Gesamtausgabe von Heines Werken und Briefen,
verknüpft mit digitalisierten Handschriften-, Bild- und
Buchbeständen aus dem Heinrich-Heine-Institut und einigen anderen
Bibliotheken und Archiven. Es vereinigt die 1973-1997 erschienene
Düsseldorfer Heine-Ausgabe (DHA), herausgegeben von Manfred Windfuhr
(Hamburg: Hoffman und Campe), und die 1970-1984 publizierte
Briefabteilung der Heine-Säkularausgabe (HSA), herausgegeben von den
Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen
Literatur in Weimar (heute Stiftung Weimarer Klassik) und dem Centre
National de la Recherche Scientifique in Paris (Berlin, Paris:
Akademie-Verlag und Editions du CNRS).
Alle Texte, Kommentare und Register werden in einer
Hyperlinkstruktur miteinander vernetzt, die Briefe von und an Heine
werden in vollständig überarbeiteter Form präsentiert. Hinzu kommen
digitale Faksimiles handschriftlicher wie gedruckter Textzeugen,
Bild- und Quellenmaterialien. Das Projekt wird gefördert durch die
Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Kunststiftung
Nordrhein-Westfalen.
Dr. Bernd Füllner (Projektleiter)
Telefon 0211.89-95586
E-Mail-Adresse bernd.fuellner@stadt.duesseldorf.de
Christian Liedtke M.A.
Telefon 0211.89-95924
E-Mail-Adresse christian.liedtke@stadt.duesseldorf.de
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Mir träumt: Ich bin der liebe Gott,
Und sitz im Himmel droben,
Und Englein sitzen um mich her,
Die meine Verse loben.
Und Kuchen eß ich und Konfekt
Für manchen lieben Gulden,
Und Kardinal trink ich dabei,
Und habe keine Schulden.
Doch Langeweile plagt mich sehr,
Ich wollt, ich wär auf Erden,
Und wär ich nicht der liebe Gott,
Ich könnt des Teufels werden.
»Du langer Engel Gabriel,
Geh, mach dich auf die Sohlen,
Und meinen teuren Freund
Eugen Sollst du herauf mir holen.
Such ihn nicht im Kollegium,
Such ihn beim Glas Tokaier;
Such ihn nicht in der Hedwigskirch',
Such ihn bei Mamsell Meyer.«
Da breitet aus sein Flügelpaar
Und fliegt herab der Engel,
Und packt ihn auf, und bringt herauf
Den Freund, den lieben Bengel.
»Ja, Jung', ich bin der liebe Gott,
Und ich regiere die Erde!
Ich hab's ja immer dir gesagt,
Daß ich was Rechts noch werde.
Und Wunder tu ich alle Tag',
Die sollen dich entzücken,
Und dir zum Spaße will ich heut
Die Stadt Berlin beglücken.
Die Pflastersteine auf der Straß',
Die sollen jetzt sich spalten,
Und eine Auster, frisch und klar,
Soll jeder Stein enthalten.
Ein Regen von Zitronensaft
Soll tauig sie begießen,
Und in den Straßengössen soll
Der beste Rheinwein fließen.
Wie freuen die Berliner sich,
Sie gehen schon ans Fressen;
Die Herren von dem Landgericht,
Die saufen aus den Gössen.
Wie freuen die Poeten sich
Bei solchem Götterfraße!
Die Leutnants und die Fähnderichs,
Die lecken ab die Straße.
Die Leutnants und die Fähnderichs,
Das sind die klügsten Leute,
Sie denken: alle Tag' geschieht
Kein Wunder so wie heute.«
Buch der Lieder
Loreleylied
Text aus dem Jahre 1823 von
Heinrich Heine.
Es ist sein berühmtestes
Gedicht. Geschrieben im Exil, ist dieses Lied mittlerweile das
berühmteste deutsche Volkslied.
Durch die im Jahre 1800 von
Clemens Brentano geschaffene Jungfrau namens Lore Lay wurde Heinrich
Heine zum bekannten deutschen Volksschriftsteller.
Vertont wurde das
Loreley-Lied durch Friedrich Silcher (* 27. Juni 1789 in Schnait bei
Schondorf, † 1860) erst 1837.

Loreleysage
Der Sage nach saß, saß ein blondes langhaariges Mädchen namens
Loreley abends auf dem Felsen am Rhein. Die Loreley kämmte ihr
goldenes Haar und sang eine liebliche Melodie.
Ich weiß nicht was soll
es bedeuten

Ich weiß nicht was soll es bedeuten
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.
Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh'.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.
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Heinrich Heine und Robert Schumann zum 150.
Todesjahr
Ein Projekt in der Landeshauptstadt Düsseldorf
Im Zentrum des Gedenkjahres steht "Das
letzte Wort der Kunst": Die Kunsthalle Düsseldorf und das
Heinrich-Heine-Institut zeigen vom 12. März bis 11. Juni 2006 in
Zusammenarbeit mit der Schumann-Forschungsstelle und der
Kunstakademie eine Ausstellung, die das Wirken der beiden Künstler
mit der Gegenwart des 21. Jahrhunderts verbindet: "Erinnerungsräume"
mit Dokumenten und Zeitzeugnissen stehen neben aktuellen, thematisch
korrespondierenden Beiträgen von Studierenden der Kunstakademie
Düsseldorf. Der Titel der Ausstellung entstammt Heines "Lutezia":
"Die Musik ist vielleicht das letzte Wort der Kunst, wie der Tod das
letzte Wort des Lebens." weiter.....hier
Der Dichter und der Musiker,
die sich nur einmal, am 8. Mai 1828 in München, für wenige Stunden
begegnet sind, repräsentieren jeder auf seine Weise ein zentrales
Stück deutscher Kultur mit weltweiter Ausstrahlung. Höhepunkt der
gemeinsamen Wirkung sind die insgesamt 40 Lieder, die Schumann auf
Texte von Heine komponierte.
Die Ausstellung wird vom 12.
März bis zum 11. Juni 2006 gezeigt.
Veranstalter: Heinrich-Heine-Institut und Kunsthalle Düsseldorf
in Zusammenarbeit mit der Robert-Schumann-Forschungsstelle und der
Kunstakademie Düsseldorf
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung:
Heinrich-Heine-Institut: sonntags 11.00 Uhr (am 2.4., 9.4., 23.4.,
7.5., 21.5. und 28.5.2006) Kunsthalle Düsseldorf: sonntags 12.30 Uhr
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