55 - 2006
Bild art-perfekt, kunst und Bilder für Kunstinteressierte

Kunst Portal
Kunst - Kultur - Kunstgeschichte - Bilder

  

Haus der Kunst München
Allan Kaprow 1955-2006
 

stiftung haus der kunst gmbh

prinzregentenstrasse 1
80538 münchen
tel  +49 (0) 89 211 27-113
fax +49 (0) 89 211 27-157
e-mail: mail@hausderkunst.de


haus der Kunst aussenansicht
Pressemitteilung HdK


Am 5. April 2006 ist Allan Kaprow im Alter von 78 Jahren in Encinitas, San Diego verstorben.
Ab dem 18. Oktober 2006 zeigt das Haus der Kunst in Zusammenarbeit mit dem Van Abbemuseum Eindhoven die Ausstellung "Allan Kaprow 1955-2006". Wir sind dankbar, dass Allan Kaprow an den Vorbereitungen für diese Ausstellung noch intensiv Anteil nehmen konnte. So können wir die Erinnerung an seine wegweisenden und innovativen künstlerischen Schritte für eine jüngere Generation am Leben erhalten.

Mit folgendem von David Antin verfassten Nachruf gaben die Familienangehörigen den Tod des von uns sehr geschätzten Künstlers bekannt:


"Today Allan Kaprow, Master of the Happening, the radical artist whose work transformed the nature of art making forever, died peacefully in his home in Encinitas, California. Beginning as a painter, his work from the late fifties and early sixties, his spectacular and theatrical environments and performance pieces, overran the capacities of galleries and museums, as his increasingly austere psychological and spiritual pieces from the seventies on managed to elude all but the eager audiences who increasingly became participants and collaborators in the work. He leaves behind his wife Coryl and son Bram, and Anton, Amy and Marisa, his children with his former wife Vaughan Rachel."



 

Allan Kaprow 1955-2006
18. Oktober 2006 - 21. Januar 2007


In Zusammenarbeit mit Van Abbe Museum, Eindhoven und Dance Festival


Der Amerikaner Allan Kaprow (geb. 1927) hat den Begriff des Happenings geprägt; er verband Malerei, Musik und Theater, stellte den Gegenstand Kunst in Frage und formulierte das Anliegen, Kunst und Leben zu verbinden. Eine umfassende Ausstellung seiner Werke ist längst überfällig. In den 60er- und 70er-Jahren war Kaprow international einer der bekanntesten und progressivsten Künstler; gegenwärtig ist er eine wichtige Referenzfigur für jüngere Künstler wie Andreas Slominski, Roman Ondak, Tino Seghal oder Robin Rhode.
Das Verschwinden der Happenings ist für die Kunstgeschichtsschreibung eine Herausforderung. Anders als etwa bei der Pop Art oder Minimal Art existieren von den Happenings nur dokumentarische Fotografien, spärliches Filmmaterial sowie Beschreibungen von Zuschauern.
Kaprow fordert, ein Museum solle kein Kunstfriedhof, sondern eine "agency of action" sein. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler wird die Ausstellung seine wichtigsten Happenings als Re-enactments neu realisieren. Die Ausstellung unterliegt also einer Transformation unter Berücksichtung von drei Prinzipien, die Kaprow kürzlich aufgestellt hat: "site-specificity, impermanence, doubt in art". Sie will ein Meilenstein sein und erstmalig Kunstformen, die Kunst als präsentierbaren Gegenstand verneinen, in einer öffentlichen Institution in adäquater Form zeigen.


Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und The Andy Warhol Foundation for
the Visual Arts

 

 

 

 

 

 

 







 

 

 

 


Allan Kaprow

* 1927 in Atlantic City, New Jersey. In einer kurzen, aber intensiven ersten künstlerischen Phase entwickelte sich Allan Kaprow vom Abstrakten Expressionismus (Jackson Pollock) und vielschichtiger Malerei hin zu malerischen Collage und Assemblage-Techniken. Er schrieb sich in Hans Hofmann's Malschule ein (1947–1948). Durch Hofmann begann er, einen expressiven, spirituellen aktionistischen Malstil, auf realen Landschaften basierend, die dann in einer Reihe von gut dokumentierten Schritten hin zum Happening 10 Jahre später führten. 1956–1958 studiert er musikalische Komposition beim Avant-garde Komponisten John Cage an der New School for Social Research in New York. 1957–58 beginnt Kaprow seine Arbeit an Environments und der Zuschauerbeteiligung, beinflusst von Cage. Die Integration von Raum, Materialien, Zeit und Zuschauern führt dann schließlich zu der Entwicklung von Happenings, ein Begriff, den er 1959 erfand. Kaprow lehrt heute am Visual Art Department der University of California in San Diego.«

Quelle:Medienkunstnetz
 



Allan Kaprow, »18 Happenings in 6 Parts«, 1959
Der Künstler während der Performance | © Kaprow, Allan

 

 

Auf Kaprow geht der Begriff des "Happenings" zurück.

Happenings:

* "18 Happenings in 6 Parts" (New York, 1959)
* "Chicken" (Philadelphia, 1962)
* "The Courtyard" (New York, 1962)
* "Eat" (New York, 1964)
* "Gas" (New York, 1966)
* "Fluids" (1967)
* "Fluids" (Basel, 2005)

 

 * Literatur von und über Allan Kaprow im Katalog der DDB



 

Vorschau und laufende Ausstellungen:

Konstantin Grcic Industrial Design. On / off 16.03. - 09.07.06


Herzog & de Meuron. No. 250. Eine Ausstellung
Herzog & de Meuron. No. 250. An Exhibition
12.05. - 30.07.06


Frans Post (1612-1680)
Maler des Verlorenen Paradieses

Painter of Paradises Lost
02.06. - 17.09.06


Ein Blick für das Volk. Die Kunst für Alle
A View for the People - Art for Everyone

Bazon Brock. Lustmarsch durchs Theoriegelände
14.06. - 03.09.06

Allan Kaprow 1955-2006
18. Oktober 2006 - 21. Januar 2007


Amrita Sher-Gil. Eine indische Künstlerfamilie im 20.Jahrhundert
Amrita Sher-Gil. An indian artist familiy in the 20th century

Oktober 2006 -Januar 2007


 

 
 


 

Partner (externe Links)  

©  art-perfect