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Pressemitteilung HdK
Am 5. April 2006 ist Allan Kaprow im Alter von 78 Jahren in
Encinitas, San Diego verstorben.
Ab dem 18. Oktober 2006 zeigt das Haus der Kunst in Zusammenarbeit
mit dem Van Abbemuseum Eindhoven die Ausstellung "Allan Kaprow
1955-2006". Wir sind dankbar, dass Allan Kaprow an den
Vorbereitungen für diese Ausstellung noch intensiv Anteil nehmen
konnte. So können wir die Erinnerung an seine wegweisenden und
innovativen künstlerischen Schritte für eine jüngere Generation am
Leben erhalten.
Mit folgendem von David Antin verfassten Nachruf gaben die
Familienangehörigen den Tod des von uns sehr geschätzten Künstlers
bekannt:
"Today Allan Kaprow, Master of the Happening, the radical artist
whose work transformed the nature of art making forever, died
peacefully in his home in Encinitas, California. Beginning as a
painter, his work from the late fifties and early sixties, his
spectacular and theatrical environments and performance pieces,
overran the capacities of galleries and museums, as his increasingly
austere psychological and spiritual pieces from the seventies on
managed to elude all but the eager audiences who increasingly became
participants and collaborators in the work. He leaves behind his
wife Coryl and son Bram, and Anton, Amy and Marisa, his children
with his former wife Vaughan Rachel."
Allan Kaprow 1955-2006
18. Oktober 2006 - 21. Januar 2007
In Zusammenarbeit mit Van Abbe Museum, Eindhoven und Dance Festival
Der Amerikaner Allan Kaprow (geb. 1927) hat den Begriff des
Happenings geprägt; er verband Malerei, Musik und Theater, stellte
den Gegenstand Kunst in Frage und formulierte das Anliegen, Kunst
und Leben zu verbinden. Eine umfassende Ausstellung seiner Werke ist
längst überfällig. In den 60er- und 70er-Jahren war Kaprow
international einer der bekanntesten und progressivsten Künstler;
gegenwärtig ist er eine wichtige Referenzfigur für jüngere Künstler
wie Andreas Slominski, Roman Ondak, Tino Seghal oder Robin Rhode.
Das Verschwinden der Happenings ist für die
Kunstgeschichtsschreibung eine Herausforderung. Anders als etwa bei
der Pop Art oder Minimal Art existieren von den Happenings nur
dokumentarische Fotografien, spärliches Filmmaterial sowie
Beschreibungen von Zuschauern.
Kaprow fordert, ein Museum solle kein Kunstfriedhof, sondern eine "agency
of action" sein. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler wird die
Ausstellung seine wichtigsten Happenings als Re-enactments neu
realisieren. Die Ausstellung unterliegt also einer Transformation
unter Berücksichtung von drei Prinzipien, die Kaprow kürzlich
aufgestellt hat: "site-specificity, impermanence, doubt in art". Sie
will ein Meilenstein sein und erstmalig Kunstformen, die Kunst als
präsentierbaren Gegenstand verneinen, in einer öffentlichen
Institution in adäquater Form zeigen.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und The Andy Warhol
Foundation for
the Visual Arts
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Allan Kaprow
* 1927 in Atlantic City, New Jersey. In einer kurzen, aber
intensiven ersten künstlerischen Phase entwickelte sich Allan Kaprow
vom Abstrakten Expressionismus (Jackson Pollock) und vielschichtiger
Malerei hin zu malerischen Collage und Assemblage-Techniken. Er
schrieb sich in Hans Hofmann's Malschule ein (1947–1948). Durch
Hofmann begann er, einen expressiven, spirituellen aktionistischen
Malstil, auf realen Landschaften basierend, die dann in einer Reihe
von gut dokumentierten Schritten hin zum Happening 10 Jahre später
führten. 1956–1958 studiert er musikalische Komposition beim
Avant-garde Komponisten John Cage an der New School for Social
Research in New York. 1957–58 beginnt Kaprow seine Arbeit an
Environments und der Zuschauerbeteiligung, beinflusst von Cage. Die
Integration von Raum, Materialien, Zeit und Zuschauern führt dann
schließlich zu der Entwicklung von Happenings, ein Begriff, den er
1959 erfand. Kaprow lehrt heute am Visual Art Department der
University of California in San Diego.«
Quelle:Medienkunstnetz
Allan Kaprow, »18 Happenings in 6 Parts«, 1959
Der Künstler während der Performance | © Kaprow, Allan
Auf Kaprow geht der Begriff des
"Happenings" zurück.
Happenings:
* "18 Happenings in 6 Parts" (New York, 1959)
* "Chicken" (Philadelphia, 1962)
* "The Courtyard" (New York, 1962)
* "Eat" (New York, 1964)
* "Gas" (New York, 1966)
* "Fluids" (1967)
* "Fluids" (Basel, 2005)
*
Literatur von und über Allan Kaprow im Katalog der DDB
Vorschau und
laufende Ausstellungen:
Konstantin Grcic
Industrial Design. On / off 16.03. - 09.07.06
Herzog & de Meuron. No. 250. Eine Ausstellung
Herzog & de Meuron. No. 250. An Exhibition
12.05. - 30.07.06
Frans Post (1612-1680)
Maler des Verlorenen Paradieses
Painter of Paradises Lost
02.06. - 17.09.06
Ein Blick für das Volk. Die Kunst für Alle
A View for the People - Art for Everyone
Bazon Brock. Lustmarsch durchs Theoriegelände
14.06. - 03.09.06
Allan Kaprow 1955-2006
18. Oktober 2006 - 21. Januar 2007
Amrita Sher-Gil. Eine indische Künstlerfamilie im 20.Jahrhundert
Amrita Sher-Gil. An indian artist familiy in the 20th century
Oktober 2006 -Januar
2007
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