Mike Kelley ist Träger des Hahn-Preis Köln 2006

 

Mike Kelley ist Träger des Hahn-Preis Köln 2006

 

© Mike Kelley

Preisverleihung am Montag, 30. Oktober 2006, um 19 Uhr, im Museum Ludwig

Die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig hat den US-amerikanischen Künstler Mike Kelley zum Preisträger des Hahn-Preis Köln 2006 ernannt. Den in Los Angeles lebenden Künstler hat die Jury aus insgesamt 37 Kandidatenvorschlägen der Mitglieder der Gesellschaft für Moderne Kunst ausgewählt. Die Jury bestand aus dem Vorstand der Gesellschaft für Moderne Kunst (Dr. Wolfgang Bornheim, Sabine DuMont-Schütte, Prof. Kasper König, Dr. Doris Neuerburg-Heusler und Dr. Victoria Scheibler) sowie der diesjährigen Gastjurorin Donna de Salvo, Associate Director und Kuratorin am Whitney Museum, New York.

Höhere Dotierung

Mit der Ernennung von Mike Kelley würdigt die Gesellschaft für Moderne Kunst einen der vielseitigsten und einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Da es sich beim Hahn-Preis Köln um einen Ankaufspreis handelt, erwirbt die Gesellschaft für Moderne Kunst die Arbeit „Primal Architecture“ aus dem Jahr 1995.

Für den Ankauf investiert die Gesellschaft für Moderne Kunst die fast zweieinhalbfache Summe des vorgesehenen Etats von 100.000 Euro. Dies soll ein Signal an die Politik und Kultur sein, dass die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ihr mäzenatisches Engagement fortschreibt – trotz deutlich gestiegener Kunstmarktpreise. Dr. Wolfgang Bornheim, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Moderne Kunst: „Wir schätzen uns in der glücklichen Lage, dass sich im Förderverein des Museum Ludwig über 600 Mitglieder engagieren. Man kann dieses bürgerschaftliche mäzenatische Engagement gar nicht genügend hoch schätzen.“ Als nächster Schritt wird der Vorstand der Gesellschaft für Moderne Kunst prüfen, wie für die Zukunft das Budget des Hahn-Preis Köln erhöht werden kann.
Das Werk von Mike Kelley geht als Dauerleihgabe in die Sammlung des Museum Ludwig.

Umbenennung des Hahn-Preis Köln
Um ihr Engagement für die Kunst in Köln und international zu unterstreichen, hat die Gesellschaft für Moderne Kunst den Preis umbenannt: ehemals Wolfgang-Hahn-Preis, heißt der Ankaufspreis neu Hahn-Preis Köln. Damit soll das Andenken an Wolfgang Hahn (1924-1987) gewahrt und zugleich die Verpflichtung für den Standort Köln unterstrichen werden.

Die Gesellschaft für Moderne Kunst
Die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig Köln wurde 1985 von 43 Kölner privaten Sammlern und Kunstfreunden als eingetragener Verein gegründet. Ihr Ziel ist die Auseinandersetzung mit der modernen und zeitgenössischen Kunst am Museum Ludwig finanziell und ideell zu unterstützen. Aus 43 engagierten Pionieren ist heute ein Kreis von über 600 aktiven Förderern entstanden, die mit ihrem mäzenatischen Engagement die lange Tradition der bürgerlichen Kulturförderung in Köln in die Gegenwart fortschreiben.
Mit der jährlichen Verleihung des Hahn-Preis Köln konzentriert die Gesellschaft für Moderne Kunst ihr Förderengagement für das Museum Ludwig.


 

Mike Kelley, Primal Architecture, 1995. Courtesy of Patrick Painter, Inc. Santa Monica. Copyright: Mike Kelley.

 

Mike Kelley ist Träger des Hahn-Preis Köln 2006

 

© Mike Kelley

Preisverleihung am Montag, 30. Oktober 2006, um 19 Uhr, im Museum Ludwig

Die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig hat den US-amerikanischen Künstler Mike Kelley zum Preisträger des Hahn-Preis Köln 2006 ernannt. Den in Los Angeles lebenden Künstler hat die Jury aus insgesamt 37 Kandidatenvorschlägen der Mitglieder der Gesellschaft für Moderne Kunst ausgewählt. Die Jury bestand aus dem Vorstand der Gesellschaft für Moderne Kunst (Dr. Wolfgang Bornheim, Sabine DuMont-Schütte, Prof. Kasper König, Dr. Doris Neuerburg-Heusler und Dr. Victoria Scheibler) sowie der diesjährigen Gastjurorin Donna de Salvo, Associate Director und Kuratorin am Whitney Museum, New York.

Höhere Dotierung

Mit der Ernennung von Mike Kelley würdigt die Gesellschaft für Moderne Kunst einen der vielseitigsten und einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Da es sich beim Hahn-Preis Köln um einen Ankaufspreis handelt, erwirbt die Gesellschaft für Moderne Kunst die Arbeit „Primal Architecture“ aus dem Jahr 1995.

Für den Ankauf investiert die Gesellschaft für Moderne Kunst die fast zweieinhalbfache Summe des vorgesehenen Etats von 100.000 Euro. Dies soll ein Signal an die Politik und Kultur sein, dass die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig ihr mäzenatisches Engagement fortschreibt – trotz deutlich gestiegener Kunstmarktpreise. Dr. Wolfgang Bornheim, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Moderne Kunst: „Wir schätzen uns in der glücklichen Lage, dass sich im Förderverein des Museum Ludwig über 600 Mitglieder engagieren. Man kann dieses bürgerschaftliche mäzenatische Engagement gar nicht genügend hoch schätzen.“ Als nächster Schritt wird der Vorstand der Gesellschaft für Moderne Kunst prüfen, wie für die Zukunft das Budget des Hahn-Preis Köln erhöht werden kann.
Das Werk von Mike Kelley geht als Dauerleihgabe in die Sammlung des Museum Ludwig.

Umbenennung des Hahn-Preis Köln
Um ihr Engagement für die Kunst in Köln und international zu unterstreichen, hat die Gesellschaft für Moderne Kunst den Preis umbenannt: ehemals Wolfgang-Hahn-Preis, heißt der Ankaufspreis neu Hahn-Preis Köln. Damit soll das Andenken an Wolfgang Hahn (1924-1987) gewahrt und zugleich die Verpflichtung für den Standort Köln unterstrichen werden.

Die Gesellschaft für Moderne Kunst
Die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig Köln wurde 1985 von 43 Kölner privaten Sammlern und Kunstfreunden als eingetragener Verein gegründet. Ihr Ziel ist die Auseinandersetzung mit der modernen und zeitgenössischen Kunst am Museum Ludwig finanziell und ideell zu unterstützen. Aus 43 engagierten Pionieren ist heute ein Kreis von über 600 aktiven Förderern entstanden, die mit ihrem mäzenatischen Engagement die lange Tradition der bürgerlichen Kulturförderung in Köln in die Gegenwart fortschreiben.
Mit der jährlichen Verleihung des Hahn-Preis Köln konzentriert die Gesellschaft für Moderne Kunst ihr Förderengagement für das Museum Ludwig.


 

Mike Kelley, Primal Architecture, 1995. Courtesy of Patrick Painter, Inc. Santa Monica. Copyright: Mike Kelley.

Hintergrundinformation

„Primal Architecture“, 1995, von Mike Kelley
Die räumliche Installation, „Primal Architecture“, zu Deutsch „Ur-Architektur“, war Teil der Ausstellung „Toward a Utopian Art Complex“, die 1995 in New York stattfand. Das Werk besteht aus einem niedrigen Gitter mit rechten Winkeln, das in seiner geometrischen Anlage an den urbanen Plan von amerikanischen Großstädten erinnert. Darauf befinden sich verschieden farbige, unterschiedlich geformte Objekte aus Papiermaché. Wie von Kinderhand auf Töpferscheiben geformt wirken diese bunten Gebilde. Ihre Formensprache und leuchtende Farbigkeit ist ein deutlicher Gegensatz zum geometrischen, rechtwinkligen Gitter. Kelley stellt, so scheint es, der pragmatischen Ordnung der Wirklichkeit unregelmäßig geformte oder gewachsene Gebilde unbekannten Ursprungs gegenüber. „Primal Architecture“, 1995, wird anlässlich des Hahn-Preis Köln im Museum Ludwig ausgestellt.

Der Amerikaner Mike Kelley wurde 1954 in Detroit, Michigan, geboren, und ging zum zweiten Studium an das California Institute of the Arts, nachdem er zuerst Ann Arbor, die University of Michigan besucht hatte. Heute lebt Mike Kelley in Los Angeles. In seinem Werk beschäftigt er sich auf vielfältige Art und Weise mit Ideologien und deren Einfluss auf die menschliche Existenz und Psyche. Er legt dabei sein Unbehagen in Bezug auf weltanschauliche Systeme offen und berührt unterschiedlichste inhaltliche Bezugssysteme, von christlicher Ikonografie und Psychoanalyse über die Konzeptkunst bis Punkbewegung und Trashkultur.

Hahn-Preis Köln
Die Gesellschaft für Moderne Kunst verleiht den Hahn-Preis Köln jährlich seit 1994. Die bisherigen Preisträger sind: James Lee Byars (1994), Lawrence Weiner (1995), Günther Förg (1996), Cindy Sherman (1997), Franz West (1998), Pipilotti Rist (1999), Hubert Kiecol (2000), Raymond Pettibon (2001), Isa Genzken (2002), Niele Toroni (2003), Rosemarie Trockel (2004) und Richard Artschwager (2005).

Der Hahn-Preis Köln ist ein Ankaufspreis, mit dem ein bedeutendes Werk oder eine Werkgruppe des Preisträgers erworben wird, die als Dauerleihgabe dem Museum Ludwig zur Verfügung gestellt wird. Mit dem Hahn-Preis Köln werden Künstler ausgezeichnet, die sich durch ein konsequent entwickeltes Werk internationale Anerkennung erworben haben und noch nicht adäquat im Kölner Museum Ludwig vertreten sind. Heute zählt der Hahn-Preis Köln zu den mit am höchst dotierten Kunstpreisen.

Der Name des Preises erinnert an den Kölner Kunstsammler Wolfgang Hahn, der sich seit den 1950er Jahren weitsichtig und engagiert für die internationale zeitgenössische Kunst in Köln einsetzte. Wolfgang Hahn, der 1987 starb, war als Chefrestaurator des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig tätig. Dem vorbildlichen Wirken von Wolfgang Hahn für die zeitgenössische Kunst in Köln fühlt sich die Gesellschaft für Moderne Kunst bis heute verpflichtet.

 Mike Kelley /Franz West
Mike Kelley /Franz West
Mike Kelley und Franz West
Schlebrügge Editor 2001 Taschenbuch 80 Seiten







 Exquisite Mayhem
Exquisite Mayhem
Theo Ehret, Cameron Jamie und Mike Kelley
Taschen Verlag 2001 Gebundene Ausgabe 480 Seiten





Autorenporträt
Mike Kelley, 1954 in Detroit geboren, zählt der Amerikaner heute international zu den wichtigsten Vertretern seiner Generation. Intensiv befasste er sich mit Literatur, Philosophie, Hippiekultur und Feminismus. Seine Installationsarbeiten verbinden den politischen mit dem ästhetischen Diskurs, konzeptuelle Strategien, Psychoanalyse und anarchischen Humor, Pop-Folklore und christlich-katholische Ikonografie zu einem kontroversen Gemisch, das mit Kalkül traditionelle Wertvorstellungen aushebelt.

Für Fans des Apartment-Wrestling ein Augenschmaus, 20. Juli 2001
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent
Das großformatige Buch zeigt auf 460 ganzseitigen Schwarzweiß-Bildern die besten Aufnahmen vom Profi-Catchen sowie vom Apartment-Wrestling. Bilder von Profi-Catchern machen ca. 40 % des Umfanges aus, die restlichen 60 % zeigen nette aber eben sehr künstliche Aufnahmen vom Frauenringen. Leider wiederholen sich Art und Weise der gezeigten Aufnahmen des öfteren, aber, besonders für Neuinteressierte, bietet das Buch in seiner ungeheuren Fülle einen wunderbaren Einblick in die Welt des Catchens und Wrestlings.

 Mike Kelley /Peter Fischli /David Weiss
Mike Kelley /Peter Fischli /David Weiss
Daniel Kothenschulte, Boris Groys, Bice Curiger, Mike Kelley und Patrick Frey
Goetz, Ingvild, Kunstverlag, G.m.b.H. 2000 Taschenbuch 136 Seiten







 

Zum Sterben schön! Alter Totentanz und Sterbekunst von 1500 bis heute

Museum Schnütgen
6. September bis 26. November 2006