Johann Wolfgang Goethe

das Universalgenie

Deutschlands größter Dichter, auch Theaterleiter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann

 

 

1749 - 1832
 

 

Er hat größte und schönste dichterische Kunstwerke geschaffen und viele weise und richtige Erkenntnisse ausgesprochen.

Das dichterische Schaffen des Künstlers Goethe im Thüringer Wald ist  hervorzuheben, denn hier sind einige seiner berühmten Dichtungen entstanden bzw. erweitert worden.
z. B.:

- vierter Akt der "Iphigenie"

- Wanderers Nachtlied: "Über allen Gipfeln ist Ruh"

Über allen Gipfeln
Ist Ruh'
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde
Warte nur, balde
Ruhest Du auch.

-"Ilmenau"

 

Es gibt tausende Seiten von Goethebiografien im Netz. Noch eine Biografie wäre etwas zu viel, daher verweise ich unten auf Seiten mit ausreichenden Informationen und halte mich bezüglich der Biografie bewusst kurz.

 

Das Frankfurter Arbeitszimmer
J.W. Goethe, um 1769/72
Bleistift, grau laviert und aquarelliert,
auf weißem Papier
Stiftung Weimarer Klassik, Museen
Quelle: biblint.de

 

Goethe Statue Leipzig

 

Goethe der Zeichner und Maler

»Streit um eine Puppe«
Zeichnung Goethes (Kreide, Feder, Tusche).

Quelle: www.exlibris.de

 

1787/88. Bleistift, Feder in Braun, graubraun laviert, auf weißem Papier. 15,0 * 24,6 cm. Stiftung Weimarer Klassik, Museen

 

 

Der Farbenkreis entstand im Kontext der Studien zur Farbenlehre als Schema für das Kapitel Allegorischer, symbolischer, mystischer Gebrauch der Farbe. Jeder Farbe wird eine menschliche Eigenschaft zugeordnet; die Beschriftung in den konzentrisch und radial geteilten Feldern stammt von Goethes Hand.

 

Dass Goethe in späteren Jahren als Naturforscher eine eigene Farbenlehre entwickelt hat, ist nicht zufällig, sondern liegt tief in seinem ganzen Wesen begründet.

 

Erklärungen zum Farbkreis

Aus: Goethe und die Kunst, S. 141


Johann Wolfgang von Goethe:
Pyramide am Ufer eines Sees
bei Vollmond, 1788  Quelle
hier

Johann Wolfgang Goethe, Wartburg mit Mönch und Nonne, 14.12.1807 (?).
 Bleistift, Sepialavierung auf ursprünglich weißem Papier, Rahmungslinien. 
Stiftung Weimarer Klassik, Goethe- und Schiller-Archiv

Quelle: biblint.de

 

Goethes Vermittlung von Bild und Begriff:

 

Werke in der Dichtkunst:

 

Goethe Schriften hier

 

Goethe als Forscher

 

Goethe: Zeit - Leben - Werk, eine CD-ROM als Gemeinschaftsproduktion versch. Verlage und der Stiftung Weimarer Klassik

 


Johann Heinrich Wilhelm Tischbein:

Porträt Goethes in der Campagna.

Goethe in Italien

 

 

Goethe und die Frauen

Entstehung des Faust

 

Goethe-Haus in Weimar

 

Eltern Goethes

Goethes Vater, Johann Caspar Goethe

Die Mutter, Katharina Elisabeth Textor

"Vom Vater hab ich die Statur,
Des Lebens ernstes Führen,
Vom Mütterchen die Frohnatur
Und Lust zu fabulieren. "

Cornelia Friederike Christiane Goethe

Johann Wolfgang Goethe wurde 1749 in Frankfurt geboren. Jurastudium 1768 in Leipzig , musste wegen schwerer Karankeit unterbrochen werden, wurde ab 1771 in Straßburg fortgesetzt. 1775 beruft ihn Herzog Karl August als Minister und Erzieher nach Weimar. Im literarischen Kreis der Hofgesellschaft lernt er Charlotte von Stein kennen. Von 1786 bis 1788 Italienreisen.

Seit 1794 enge Zusammenarbeit mit Friedrich Schiller, den er nach Weimar geholt hatte. In dieser Zeit beschäftigt er sich verstärkt mit naturwissenschaftlichen Fragen. Nach 1800 unterhält er vielerlei Verbindungen zum Kreis der Romantiker, besonders Friedrich von Hardenberg (Novalis), Clemens Brentano, Bettine und Achim von Arnim und Joseph von Eichendorff;

 

Den politischen Wirren der nachnapoleonischen Zeit entfliehend entdeckt er Mittelalter und orientalische Literatur und beschäftigt sich autobiographisch mit einzelnen Abschnitten des eigenen Lebens. 1832 ist er in Weimar gestorben.

Bis ins höchste Alter war Goethe von einer erstaunlichen Schaffenskraft. Seine Lebenserinnerungen schrieb er auf in seinem Werk "Dichtung und Wahrheit". Kurz vor seinem Tod vollendete er den 2. Teil des Dramas "Faust", das zur Weltliteratur gehört.

Biografie ausführlich hier

Goethe Leben und Werk

ausführliche Seiten zu Leben und Werk


Goethe der Dichter:

Die Bekanntschaft Goethes mit der Pfarrerstochter Friederike Brion spiegelt sich in den Sesenheimer Liedern, darunter die bekannten Gedichte Willkommen und Abschied und

Mailied

Mailied


Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch,

Und Freud und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd, o Sonne!
O Glück, o Lust!

O Lieb, o Liebe,
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft.

Wie ich dich liebe
Mit warmem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud und Mut

Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!

 

 An Friederike Brion

Ein grauer, trüber Morgen
Bedeckt mein liebes Feld,
Im Nebel tief verborgen
Liegt um mich her die Welt.
O liebliche Friedrike,
Dürft ich nach dir zurück,
In einem deiner Blicke
Liegt Sonnenschein und Glück.

Der Baum, in dessen Rinde
Mein Nam bei deinem steht,
Wird bleich vom rauhen Winde,
Der jede Lust verweht.
Der Wiesen grüner Schimmer
Wird trüb wie mein Gesicht,
Sie sehen die Sonne nimmer,
Und ich Friedriken nicht.

Bald geh ich in die Reben
Und herbste Trauben ein;
Umher ist alles Leben,
Es strudelt neuer Wein.
Doch in der öden Laube,
Ach, denk ich, wär sie hier;
Ich brächt ihr diese Traube,
Und sie - was gäb sie mir?


Erwache, Friederike,
Vertreib die Nacht,
Die einer deiner Blicke
Zum Tage macht.
Der Vögel sanft Geflüster
Ruft liebevoll,
Daß mein geliebt Geschwister
Erwachen soll.

Es zittert Morgenschimmer
Mit blödem Licht
Errötend durch dein Zimmer
Und weckt dich nicht.
Am Busen deiner Schwester,
Der für dich schlagt,
Entschläfst du immer fester,
Je mehr es tagt.

Die Nachtigall im Schlafe
Hast du versäumt;
So höre nun zur Strafe,
Was ich gereimt.
Schwer lag auf meinem Busen
Des Reimes Joch;
Die schönste meiner Musen,
Du - schliefst ja noch.



Balde seh ich Rickgen wieder
Balde bald umarm ich Sie
Munter tanzten meine Lieder
Nach der süßten Melodie,
Ach wie schön hats mir geklungen
Wenn sie meine Lieder sang
Lange hab ich nicht gesungen
Lange Liebe Liebe lang
Denn mich ängstgen tiefe Schmerzen
Wenn mein Mädchen mir entflieht
Und der wahre Gram im Herzen
Geht nicht über in ein Lied
Doch jetzt sing (ich) und ich habe
Volle Freude süß und rein
ja, ich gäbe diese Gabe
Nicht für alle Klöster Wein.

 

 

Heideröslein

Sah ein Knab' ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
war so jung und morgenschön,
lief er schnell, es nah zu sehn,
sah's mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!
Röslein sprach: Ich steche dich,
daß du ewig denkst an mich,
und ich will's nicht leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
's Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
half ihm doch kein Weh und Ach,
mußt' es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Friederike Brion

 Goethe und
Friderike Brion in Sessenheim

In diesem Augenblick trat sie wirklich in die Türe; und da ging fürwahr an diesem landlichen Himmel ein allerliebster Stern auf. Beide Töchter trugen sich noch deutsch, wie man es zu nennen pflegte, und diese fast verdrängte Nationaltracht kleidete Friedriken besonders gut. Ein kurzes weißes rundes Röckchen mit einer Falbel, nicht länger, als daß die nettsten Füßchen bis an die Knöchel sichtbar blie-ben; ein knappes weißes Mieder und eine schwarze Taffetschürze - so stand sie auf der Grenze zwischen Bäuerin und Städterin. Schlank und leicht. als wenn sie nichts an sich zu tragen hätte, schritt sie, und beinahe schien für die gewaltigen blonden Zöpfe des lieblichen Köpfchens der Hals zu zart. Aus heiteren blauen Augen blickte sie sehr deutlich umher, und das artige Stumpfnäschen forschte so frei in die Luft, als wenn es in der Welt keine Sorge geben könnte; der Strohhut hing ihr am Arm, und so hatte ich das Vergnügen, sie beim ersten Blick auf einmal in ihrer ganzen Anmut und Lieblichkeit zu sehn und zu erkennen. (Dichtung & Wahrheit II/10, S. 433)

 

Goethe über Friderike
Goethe-Aufenthalt in Straßburg
Goethe-Memorial in Sessenheim
Goethe-Büste

Goethe in Baden-Württemberg

Johann Wolfgang von Goethe
Spezialthemen

Goethe Wörterbuch

Der junge Goethe in seiner Zeit

Goethe Zeitportal

Biograpie und Gedichte von Lyrik online

Pommenerings Gedichtauswahl

Aphorismen von Goethe (Fundgrube für Zitate und Aphorismen in engl. Sprache) 

 Pfarrhaus in Sessenheim
Rötelzeichnung von Goethe

 



Kurzbeschreibung
Rund 200 der wichtigsten Blätter aus Goethes zeichnerischem Werk: opulent präsentiert - chronologisch geordnet - erschlossen durch detailgenaue Kommentare - verbunden zu einer Gesamtschau Goethes als Zeichner - eingebettet in den kunsthistorischen Zusammenhang. 'Die Auswahl von fast zweihundert Blättern, darunter auch einigen wissenschaftlichen Demonstrationszeichnungen, ist repräsentativ und die Kommentierung gründlicher als alles Bisherige.' 'Für jeden Goethe-Freund ist dieses Buch ein großer Gewinn.' FAZ.

"Ich bin jetzt ganz Zeichner. Habe Mut und Glück" schrieb Goethe im Dezember 1772 an Herder. Goethe, der sich der Zeichenkunst sein Leben lang verpflichtet fühlte, bleibt den klassizistischen Vorstellungen, die er mit Schiller entwickelt hat, durchaus nicht verhaftet - in manchen gelungenen Blättern nähert sich seine Bildsprache jener der romantischen Zeitgenossen an. 200 der wichtigsten Blätter aus seinem zeichnerischen Werk werden chronologisch besprochen; die Präsentation gliedert sich in drei Teile: Frühzeit - Italienische Reise - spätere Weimarer Zeit. Jedes einzelne Bild ist brillant wiedergegeben, ausführlich kommentiert und anhand von Vergleichsabbildungen in den kunsthistorischen Bezug gestellt. Die Einzelkommentare ergeben als Ganzes erstmals eine detailgetreue Gesamtschau von Goethes Entwicklung als Zeichner. Text: P. Maisak. 26 x 39 cm, ca. 280 S., ca. 200 z.T. farbige Abb., Ln. mit SU. im Leinenschuber.

GOETHES GARTENHAUS von der Rückseite.
Federzeichnung leicht aquarelliert. Wahrscheinlich Herbst 1779 oder 1780

BROCKENSZENE ZUM FAUST. Tuschpinsel.

Entstehungszeit 1810 – 1812 im Zusammenhang mit der von Pius Alexander Wolf und Riemer geplanten Erstaufführung des "Faust". Die Szene stellt einen Ausschnitt aus dem Aufstieg Fausts und Mephistos auf den Brocken dar, vielleicht sogar mit der Gretchenerscheinung rechts. Großartige Darstellung des Aufruhrs der Elemente in der steinigen, dürren nächtlichen Landschaft und Zeugnis für die kraftvolle innere Bildschau des alten Goethe.

DAME AM SPINETT. Federzeichnung.

Wohl Frankfurter Zeichnung 1772 – 1775.

Um 1776/79. Feder in Grau laviert, auf weißem Papier. 29,0 * 47,0 cm. Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum

Die Originale der Handzeichnungen entstammen dem Goethe-Nationalmuseum in Weimar

Dreißig Handzeichnungen
von
Goethe

 

 

Goethe, Johann Wolfgang (Zuschreibung), Bildnis der Ulrike von Levetzkow, Bild, Weimar, Nationale Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur, Goethe-Nationalmuseum

Gruppenbildnis der Familie Goethe

Öl auf Holz, 820 x 565 mm (mit Rahmen), 750 x 495 mm (ohne Rahmen). Signatur unten links: J.C. Seekatz 1762. Goethe-Nationalmuseum, Weimar.