Frida Kahlo

1907-1954

 

Die Kämpferin, die Rebellin

Die Auseinandersetzung mit dem Schmerz

Schon zu Lebzeiten war die mexikanische Malerin Frida Kahlo eine Legende, heute ist sie längst zum Mythos geworden.

Sie malte um ihr Leben. Durch ein Busunglück zur Invalidin geworden, überwand sie Leid, Schmerz, Liebeskummer und Lebensüberdruß in zum Teil erschütternden Bildern.

 

 

Kahlo beim Malen des Bildes the two Fridas

Frida im Männeranzug mit Mitgliedern ihrer Familie 1926

 

Ihr Lebens- und Leidensweg:

1907 wird Frida Kahlo als Magdalena Carmen Frida in Coyoacán, Mexiko geboren. 3.Tochter der Mexikanerin Mathilde Calderón de Kahlo und des Deutschen Wilhelm Kahlo.

1910 brach die mexikanische Revolution aus. Mit diesem Ereignis identifizierte sich Frida Kahlo später so stark, dass sie 1910 als ihr Geburtsdatum angab.

1913 erkrankt sie an Kinderlähmung und behält einen leicht verkrümmten rechten Fuß zurück.

1922 besucht sie als eines von 35 Mädchen unter insgesamt 2000 Schülern die Escuela Nacional Preparatoria, um sich auf ein Medizinstudium vorzubereiten. Ihre Bewunderung gilt Diego Rivera, der n dieser Schule das Wandbild "die Schöpfung" malt.

1925 sie erleidet einen schweren Verkehrsunfall beim Zusammenstoß einer Straßenbahn mit dem Bus, in dem sie sich mit ihrem Freund Alejandro Goméz Arias befindet.

Sie verbringt einen Monat im Krankenhaus und beginnt in der Zeit ihrer Genesung zu Malen.

       [Zitat:"Es hängt mir zum Hals heraus, so gebrechlich zu sein wie eine alte Frau. Ich führe ein Leben als Blumentopf und komme nicht über den Balkon hinaus; mir ist sooooo langweilig!" ]

1928sie wird Mitglied der Kommunistischen Partei Mexikos (PCM)und trifft hier erneut auf Diego Rivera. Es entsteht eine Liebesbeziehung.

   

                             Hochzeit 1929 Kahlo und Rivera

Kahlo und Diego heiraten am 21. August 1929. Kahlo verlässt die kommunistische Partei, als Diego von dieser ausgeschlossen wird.

1930 Erste Abtreibung wegen ungünstiger Beckenlage.

Diego Rivera erhält USA Aufträge und das Ehepaar zieht nach San Francisco.

 

Dexter, Emma/ Barson, Tanya/ Kahlo, Frida/ Ankori, Gannit

 
1931 Kahlo lernt den Arzt Dr. Leo Eloesser kennen. Er wird bis zu ihrem Lebensende ohr ärztlicher Ratgeber.

Zunahme der Schmerzen und Deformation ihres rechten Beines.

1932 Übersiedlung nach Detroit. Nach 3,5 Monaten endet die 2. Schwangerschaft Kahlos mit einer Fehlgeburt

 

Portrait of Dr. Leo Eloesser

1933 Umzug nach New York, wo Rivera ein Wandgemälde im Rockefeller Center malt. Zum Jahresende Umzug nach Mexico, St. Angel

 

Haus in St. Angel

 

Frida vor Diego's Wandgemälde

[weitere Werke diegos:hier]

1934 Erneute Abtreibung und erste Operation am rechten Fuß, wobei mehrere Zehenglieder entfernt werden.Diego beginnt eine Liebesbeziehung mit Fridas jüngerer Schwester Cristina.

1935 Frida verlässt für mehrere Monate das Haus in St- Angel. Sie lernt den amerikanische Bildhauer Isamu Noguchi kennen und geht mit ihm ein Verhältnis ein.

1936 3. Fußoperation.

1937 Leo Trotzki und Natalia Sedova kommen nach Mexiko und Kahlo stellt ihnen das Blaue Haus in Coyoacán zur Verfügung. Trotzki hielt sich während seines Exils in Mexiko zwei Jahre lang im „Blauem Haus“ in Coyoacán auf und wurde zeitweise Fridas Geliebter.

1938 erste Einzelausstellung Kahlos in der Galerie Julien Levy in New York. Kahlo beginnt eine Liebesbeziehung mit dem Photografen Nockolas Muray.

Porträtfotografien, die Nickolas Muray von Frida Kahlo während ihres Liebesverhältnisses und auch nach ihrer Trennung machte, sind in einem von Salomon Grimberg herausgegebenen Bildband zu sehen. Zu lesen sind in dem Buch außer einem Essay des Herausgebers Briefe, die Frida Kahlo und Nickolas Muray sich schrieben.

1939 Reise nach Paris. Lernt dort die surrealistischen Maler kennen. Nach Rückkehr zieht Frida in ihr elterliches Haus. Ende des Jahres werden Frida und Diego geschieden.

[Aus Kummer über die Trennung schuf Frida ihr „Selbstbildnis
mit abgeschnittenem Haar“ (1940): Frida hat sich ihr von Diego geliebtes langes Haar abgeschnitten, das auf dem Bild in Büscheln auf dem Fußboden liegt, und die ansonsten von ihr bevorzugte Tracht mexikanischer Frauen mit einem Herrenanzug vertauscht. ]

1940 Frida fährt zur Behandlung zu Dr. Eloesser nach San Franzisko. Im Dezember heiraten Frida Kahlo und Diego Rivera zum 2. Mal.

[Die Liebe Fridas zu Diego und ihre turbulente Ehe bildeten ein wichtiges Thema ihrer Kunst. ]

1941 Ehepaar Kahlo-Rivera wohnt im blauen Haus in Coyoacán.

1942 Frida Kahlo beginnt mit Tagebuchaufzeichnungen. Ihr gemaltes Tagebuch, in dem sie eine Brücke zwischen dem Schmerz ihres Körpers und der Herrlichkeit der Welt schlug.

Heute eine wichtige Quelle zu ihrem Denken und Fühlen.Darin kommentierte sie nicht nur das aktuelle Geschehen, sondern ging auch auf ihre Krankheit und Jugend ein. Sie beschäftigte sich mit Themen wie Sexualität und Fruchtbarkeit, Magie und Esoterik sowie mit ihren psychischen und physischen Leiden.

 

Frida Kahlo gemaltes Tagebuch

 

1943 sie erhält einen Lehrstuhl an der Kunstschule La Esmeralda. Ihr Gesundheitszustand wird schlechter.

1946 wird ihr vom Kultusministerium der Nationalpreis für Malerei für das Bild Moses verliehen. In New York Operation an der Wirbelsäule.

1948 erneuter Eintritt in die kommunistische Partei Mexikos.

1950 Sieben erneute Operationen an der Wirbelsäule. Neun Monate Krankenhausaufenthalt.

1951 Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist Frieda an den Rollstuhl gefesselt. Ständige Einnahme von Schmerzmitteln. Sie malt im Liegen weiter.

1952 beteiligt sich an der Sammlung von Unterschriften zur Unterstützung der Friedensbewegung. Diego stellt sie bei dieser Tätigkeit in seinem Wandbild "der Alpdruck des Krieges und der Traum vom Frieden " dar.

 

 

1953 Erste Einzelausstellung ihrer Werke in Mexiko. An der Eröffnung kann die Künstlerin nur liegend teilnehmen. Ihr rechtes Bein wird bis zum Knie amputiert.

1954 Sie erkrankt an einer Lungenentzündung, nimmt aber noch während der Rekonvaleszens gegen den Rat ihrer Ärzte an einer Demonstration gegen die nordamerikanische Intervention in Guatemala teil.

Sie stirbt am 13. Juli im Blauen Haus.

1958 Das Museum Frida Kahlo wird eröffnet und nach dem Willen des 1957 verstorbenen Diego Rivera dem mexikanischen Volk übergeben.

 

Museum

 

 

 

Der Film Frida mit Selma Hayek und hier

"Zitat"Filmpremiere in Deutschland am 6. März 2003

Salma Hayek: Viva Frida

Sie ist kämpferisch wie die Frau, deren Leben sie im Film "Frida" verkörpert: die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek. In einem Interview des GQ-Magazins offenbart Salma, was die legendäre behinderte Malerin Frida Kahlo für sie bedeutet: "Für mich ist dies nicht nur ein Film über den starken Willen einer faszinierenden Frau, sondern auch die Geschichte einer bedingungslosen Liebe."

Mit eben dieser bedingungslosen Liebe zum Film "Frida" ging auch Salma Hayek zu Werke.

 
Frida Kahlos Leben wurde mehrmals im Kino dargestellt.

 * Zum ersten Mal 1965 in The Life and Death of Frida Kahlo, erzählt von Karen and David Crommie. Als der Film 1966 am Internationalen Filmfestival von San Francisco gezeigt wurde, war Frida Kahlo dem Kinopublikum noch weitgehend unbekannt.

* Frida, naturaleza viva des mexikanischen Regisseurs Paul Leduc entstand im Jahr 1984, Ofelia Medina interpretiert in authentischer Weise Leben und Leiden von Frida Kahlo. Die Erzählung geschieht in chronologisch nicht linearem Stil, Erinnerungen, Fragmente werden aneinander gereiht, viele der Szenen sind akustisch untermalt mit Musik und Radioprogrammen dieser Zeit, die Geschehnisse spielen sich oft wortlos ab. Kahlos Welt von Schmerz, Isolation, Einsamkeit und Leid wird miterlebbar.

* Im Jahre 2000 entstand der experimentelle Kurzfilm Frida Kahlo's Corse von Liz Crow.

* Die bis jetzt letzte Verfilmung stammt aus dem Jahre 2002. Miramax veröffentlichte Frida mit Salma Hayek als Hauptdarstellerin. Der Film basiert auf der von Hayden Herrera veröffentlichten Biographie Frida Kahlos. Diese Hollywood-Produktion machte Frida Kahlo einer breiten Öffentlichkeit bekannt. In ihm tritt auch Chavela Vargas kurz auf ("La Llorona").
[Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Frida_Kahlo ]

 

Quellenangabe:Benedikt Taschen 1992 ISBN 3-822-0431-2

Bücher über Frida Kahlo

bei art-perfect

 

 

Frida wird zu Unrecht als Surrealistin eingeschätzt, wo sie selbst betonte, nie Träume, sondern immer nur ihre Realität gemalt zu haben

Ausstellungen

02.07.06 - 27.08.06
Frida Kahlo & Nickolas Muray kunst Meran

15.06.06 - 24.09.06
Frida Kahlo Bucerius Kunst Forum, Hamburg

17.02.06 - 14.05.06
SELF PORTRAIT Art Gallery of New South Wales, Sydney

 

 

 

 

Wichtiger Hinweis

Viele Kunstwerke unterliegen der Nutzungsgenehmigung durch die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in Bonn, die für mich als Aussteller mit erheblichen Gebühren verbunden ist.

Ich bin daher gerade im Bereich der klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst gezwungen, Bildmaterial zu den jeweiligen Biografien der Künstler ab 1900 in Form der gleichzeitig zum Verkauf angebotenen Buchtitel zur Verfügung zu stellen.

Ich denke, Sie haben Verständnis und sehen meine Seiten nicht als Buchladen an.





 

 


Zitat:

"Ich male mich selbst, da ich oft alleine bin und das, was ich bin am Besten kenne..."

 

 

"Wir sollten etwas aus unserem Leben machen. Jedenfalls bin ich wie eine Katze - mich bringt so schnell nichts um ..." - "Für mich gibt es nichts Schöneres als zu reisen. Ich würde am liebsten ans Ende der Welt gehen ..." - "Niemand will mehr mit mir befreundet sein, weil ich so einen schlechten Ruf habe. Aber ich mag mich so, wie ich bin ..."

"Diego ist der zweitgrößte Unfall in meinem Leben"

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In ihren gut 200 Werken verarbeitet sie ihr Schicksal, die Schmerzen, die körperliche Behinderung, die Kinderlosigkeit, jedoch die meisten Bilder sind Selbstportraits. 1959 wird das Museum Frida Kahlos - Casa Azul "das blaue Haus" - in México eröffnet, ohne Zweifel eines der intimsten Museen der Welt und nach dem Willen des 1957 verstorbenen Diego Rivera dem Mexikanischen Volk übergeben. Das kleine blaue Haus, enthält neben persönlichen Dingen und Werken des Ehepaares auch Bilder und Skulpturen mexikanischer Künstler des 18. und 19. Jahrhunderts. 1984 erklärte die mexikanische Regierung die Werke von Frida Kahlo zum nationalen Erbe. Eine regelrechte Andenkenindustrie vermarktet das Erbe der Frida Kahlo.

 


 

 


 

 

The Love Affairs of Frida Kahlo




Der Kinofilm
 

 

Frida art

 

links

mexico info

 

Diego





Kunststätten
museen+hallen
Casa Azul - The Frida Kahlo Museum

Museo Frida Kahlo
247 Londres
Coyoacan
Mexico City
Mexico
fon 011-525-658-8732

 

Sammlungen

Albright-Knox Art Gallery, Buffalo
Casa Azul - The Frida Kahlo Museum, Mexico City
MALBA - Coleccion Costantini, Buenos Aires
MMoCA Madison
Museo de Arte Moderno, Mexico City
Museum of Modern Art, New York
Nagoya City Art Museum
National Museum of Women in the Arts, Washington
Phoenix Art Museum

 


Frida Kahlo - italienische homepage

Frida Kahlo - artcyclopedia

 






Diego über Frida:

 „Sie ist die einzige Frau in der
Geschichte der Kunst, die mit absoluter und schonungsloser Aufrichtigkeit,
und man könnte sagen, mit ruhiger Gewalt, diejenigen allgemeinen und
besonderen Themen aufgriff, die ausschließlich Frauen betreffen.“


Auktionen

Die „Wurzeln” kommen am 24. Mai bei Sotheby's in New York zur Auktion und sind mit einer Schätzung von fünf bis sieben Millionen Dollar versehen. Es ist zu vermuten, daß das kleine starke Bild diese Marge übersteigt: Teuerstes Werk Kahlos ist zur Zeit ein schwächeres Selbstbildnis von 1929, das bei Sotheby's im Mai 2000 einem ungenannten Amerikaner bei 4,6 Millionen Dollar zugeschlagen wurde, taxiert auf drei bis vier Millionen.

Ihm folgt ein „Selbstbildnis mit Affe und Papagei” von 1942 aus der einstigen IBM-Sammlung, das 1995 bei Sotheby's zum Aufruf kam; der argentinische Geschäftsmann Eduardo Constantini bot dafür 2,9 Millionen Dollar. „Roots” nun befand sich laut Katalog mehr als zwanzig Jahre in einer „nordamerikanischen Sammlung”, vermutlich in der Kollektion von Marilyn O. Lubetkin im texanischen Houston. Als Vorprovenienzen verzeichnet „Frida Kahlo. Das Gesamtwerk” (1988) Eduardo Morillo Safa, er und seine Frau Rosita waren Bekannte Frida Kahlos; Dolores Olmedo-Patiño, in deren Hände Kahlos Nachlaß über Diego Rivera gelangte; und Sotheby's (ohne Jahresangabe).

Text: F.A.Z., 4. März 2006

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DIE ZEIT 51/2002
Bombe in Farbe


Die Malerin Frida Kahlo wird zur Pop-Ikone. Jetzt werden Teile ihres Nachlasses versteigert Von Claudia Herstatt

Sie war schon zu Lebzeiten eine Legende: schön, hoch begabt, politisch engagiert, nie aufgebend trotz schwerer Krankheit. Picasso, Duchamp und Kandinsky bewunderten ihr Talent. Jetzt, fast fünfzig Jahre nach ihrem Tod, scheint die mexikanische Malerin Frida Kahlo (1907 bis 1954) auch zur Pop-Ikone zu werden. Waren damals der russische Revolutionär Leo Trotzkij und der Galerist Heinz Berggruen von ihrer Persönlichkeit fasziniert, gehören heute Madonna und Robert DeNiro zu ihren Bewunderern und Sammlern. Im Internet chatten inzwischen jugendliche Fans über die schillernden Facetten ihres 47 Jahre kurzen Lebens. 2,3 Millionen Karten wurden zum Start des in Hollywood-Manier gedrehten Films Frida in den USA verkauft; die Hauptrolle spielt die allen Lesern von Hochglanzblättern bekannte Selma Hayek. Das Melodram über die „Malerin der Schmerzen“ (so ihre Biografin Hayden Herrera) steht in Mexiko seit Wochen auf Platz eins; im Februar kommt es in die deutschen Kinos.
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