November 2006
Europäischer Monat der Fotografie 2006 in Berlin
„berühmt“ – Fotografien
Ausstellung
Ort: Martin-Gropius-Bau
3. November 2006 – 7. Januar 2007
Veranstalter
Museumspädagogischer Dienst Berlin
Eine Ausstellung der Fotografengemeinschaft „klubfoto“
im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie 2006
| www.mdf-berlin.de
Ermöglicht durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Wer oder was ist eigentlich berühmt, wer möchte es sein oder wie sieht die moderne Ruhmeshalle aus? 73 Fotografen und Fotografinnen aus unterschiedlichsten Genres wie Mode, Still-Life, Porträt, Werbung, Journalismus oder Kunst, sind der Einladung von „klubfoto“ gefolgt und zeigen Ihre Antworten, Kommentare, Assoziationen zu berühmt. Neben zahlreichen Hamburgern kommen die Teilnehmer u.a. aus Berlin, München, Stuttgart, Köln, Leipzig, Mailand, Budapest, Barcelona und Zürich.
berühmt ist die sechste und bislang größte Gruppenausstellung der Hamburger klubfoto-Macher – Axel Martens, Martin Luther, Simone Thürnau, Andrea Henkens – und wurde im April 2006 bereits mit großem Erfolg im Pressehaus von Gruner + Jahr in Hamburg gezeigt.
Zur Ausstellung erscheint berühmt – eine Art Magazin mit allen 73 Fotos und 12 Texten für € 6,–.
Im Rahmen des europäischen Monats der Fotografie 2006 wird auch die Ausstellung Mutations I gezeigt, die vom 3. November 2006 bis 7. Januar 2007 im Martin-Gropius-Bau zu sehen ist.
Europäischer Monat der Fotografie
1980 in Paris erstmals veranstaltet und seitdem zum erfolgreichen, alle zwei Jahre mit Spannung erwarteten Foto-Festival avanciert, erhielt der „Monat der Fotografie“ im November 2004 auf Pariser Initiative durch die Teilnahme von Berlin und Wien eine europäische Dimension. Im November 2006 wird der Europäische Monat der Fotografie erneut erweitert: Bratislava und Luxemburg werden mit ihren Festivals einbezogen, im März 2007 wird sich das Moskauer, im April 2007 das Festival in Rom dem Teilnehmerkreis anschließen.
Zweck des Monats ist es in allen Städten, durch ein konzentriertes Angebot von Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen für einige Wochen die Aufmerksamkeit des Publikums auf das Medium Fotografie zu fokussieren. Durch die Ausstellung Mutations I wird ein Netzwerk zwischen allen beteiligten Städten hergestellt. Gemeinsam von allen sieben Teilnehmerstädten konzipiert und realisiert, wird Mutations I exemplarische Arbeiten aus der jungen europäischen Fotoszene präsentieren.
Den Auftakt zum Europäischen Monat der Fotografie 2006 in Berlin wird die Eröffnung der Ausstellung Sasha Stone: Berlin in Bildern in der Berlinischen Galerie machen. Insgesamt wird im November 2006 ein Angebot von über 100 Ausstellungen und Veranstaltungen in Museen, Kulturinstituten, Galerien und an anderen Orten der Stadt Berlins Rolle als vitale Stadt der Fotografie unter Beweis stellen.
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Stiftung Stadtmuseum Berlin, Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins
Im Museum Ephraim-Palais
Poststr. 16, 10178 Berlin
camera berolinensis
Das Berliner Album des Fotografen F. Albert Schwartz (1836-1906)
20.10.2006 - 07.01.2007
Eröffnung: 19.10.2006, 18 Uhr
F. Albert Schwartz gilt als der führende Stadtbildfotograf des 19. Jahrhunderts. Selbst von dem rasanten Umbau Berlins von der königlichen Residenz zur kaiserlichen Metropole betroffen, hielt er fast ein halbes Jahrhundert lang diesen Prozess als „Gewissen der Stadt“ für die Nachwelt fest. Es sind bis heute vor allem seine Bilder, die weit über die Region hinaus unsere Vorstellung vom alten Berlin prägen. Sein Werk ist zum einen Basis für die Erforschung von Kunst und Kultur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, jedoch ebenso einer der zentralen Bezugspunkte für Architekten und Stadtplaner der Gegenwart, die vor der Aufgabe stehen, die noch immer durch die Einwirkungen von Krieg und Teilung gezeichnete Stadt mit historischer Verantwortung zu formen. Anhand eines in den 1880er Jahren angelegten Firmenalbums des Ateliers wird das Bildprogramm der etwa 175 herausragenden in Berlin ansässigen Fotografen vorgestellt. Das Album vereint in sich auf 91 Seiten etwa 360 fotografische Ansichten der Jahre 1865-1905, die Schwartz als einen der bedeutendsten Architektur- und Stadtbildfotografen Berlins ausweisen. Präsentiert werden 60 Seiten dieses Albums, die – ergänzt mit ausführlichen Kommentaren und Karten-Ausschnitten – belegen, dass Schwartz von seinem Selbstverständnis her vorrangig ein historisch-dokumentarisches Interesse an dem sich in dieser Zeit vollziehenden, weit greifenden Stadtumbau hatte.

Astrid Salomon: „berühmt“, 2006
© Astrid Salomon
Highlights des diesjährigen Europäischen Monats der Fotografie in Berlin
27. Oktober bis 30. November 2006
DAS VERBORGENE MUSEUM, Dokumentation der Kunst von Frauen e.V.
Schlüterstr. 70, 10625 Berlin

Die 1895 in Paderborn geborene Ella Bergmann-Michel studierte zwischen 1915 und 1918 an der „Großherzoglichen Hochschule für Bildende Kunst“ in Weimar; 1919 machte sie mit konstruktivistischen Materialcollagen zum ersten Mal öffentlich auf sich aufmerksam. Zusammen mit ihrem Mann, Robert Michel, richtet sie ab 1920 das gemeinsame Domizil, die „Schmelzmühle“ im Taunus als Atelier und Künstlertreffpunkt ein. (Kurt Schwitters, László Moholy-Nagy, Willi Baumeister, Jan Tschichold). Sie wird Mitglied der Gruppe „Das Neue Frankfurt“. Ab 1926 beginnt sie zu fotografieren, macht Licht-, Raum- und Bewegungsstudien, die sie an Motiven ihrer alltäglichen Umgebung ausprobiert. Zur Dokumentaristin wird sie mit ihren Filmen zu brisanten sozialen Themen wie: „Wo wohnen alte Leute“, „Fliegende Händler“, etc. Unter dem Druck der politischen Verhältnisse nach 1933 – die Filmreportage über die „Letzte Wahl“ zum Reichstag blieb unvollendet – stellte Ella Bergmann-Michel ihre öffentliche Tätigkeit als Künstlerin bis 1945 ein. Die Ausstellung ist eine Übernahme aus dem Museum Folkwang, Essen.
Arsenal Kino
Potsdamer Platz, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Filmabend ELLA BERGMANN-MICHEL
In Zusammenarbeit mit dem Arsenal Kino
Montag, 20.11.2006, 19.30 Uhr
Regie, Kamera, Schnitt: Ella Bergmann-Michel:
Wo die alten Leute wohnen, 1931, 12:56 Min., 35mm
Erwerbslose kochen für Erwerbslose, 1932, 9:24 Min., 35mm
Fliegende Händler, 1932, 21:14 Min., 35mm
Fischfang in der Rhön, 1932, 10 Min., 35mm
Letzte Wahl, 1932/33, 13:10 Min., 35mm
Mein Herz schlägt blau, 1989, 30 Min.
Dokumentarfilm von Jutta Hercher und Maria Hemmleb
Die Filmemacherin Jutta Hercher führt in die Filme von Ella Bergmann-Michel ein und stellt ihr Filmportrait über die Künstlerin vor.
Jutta Hercher und Sünke Michel, Künstlerin und Schwiegertochter von Ella Bergmann-Michel, sind zum anschließenden Gespräch anwesend.