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Erlebnis Farbe
Aquarelle aus dem Brücke Museum Berlin


 
 

Museum Moderner Kunst - Stiftung Wörlen
Bräugasse 17 - D-94032 Passau
 

Erlebnis Farbe

Aquarelle aus dem Brücke Museum Berlin

Eröffnung: Freitag, 21. September um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 22. September 2007 bis 6. Januar 2008



Die Aquarelle der „Brücke“ gehören zu dem Kostbarsten, was die deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Das Museum Moderner Kunst – Stiftung Wörlen zeigt vom 21. September 2007 bis 6. Januar 2008 anlässlich des 40jährigen Bestehens des Brücke-Museums Berlin einen großartigen Überblick über das Aquarell-Schaffen der „Brücke“-Maler.



Neue Wege des kreativen Ausdrucks zu finden – das stand im Mittelpunkt der 1905 gegründeten Künstlergruppe „Brücke“. Ob Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel oder Karl Schmidt-Rottluff – das Aquarell als expressionistische Kunstform reflektiert wie kein anderes Medium die Faszination für Farbe. Wie viele andere Künstler ihrer Generation galt das Interesse der Dresdner Architekturstudenten zunächst einer atmosphärischen Wiedergabe des Gesehenen und Erlebten. Motive wie Landschaft oder Akte in der Natur wurden zum Ausdrucksträger für das innere Erleben der Welt und die subjektive Empfindung der Künstler.

Ernst Ludwig Kirchner, Fränzi mit Bogen und Akt, 1910, © Dr. Wolfgang Henze, Wichtrach/Bern, Schweiz

 

 


Die Suche nach Mitteln spontaner Ausdruckskraft führte zum Bruch mit akademischen Traditionen und definierte zugleich die epochale Bedeutung des Expressionismus. Für die „Brücke“ - Künstler mit jener Vorliebe für eine unvermittelte Arbeitsweise erwies sich die dickflüssige Ölfarbe häufig als zu schwerfällig und langsam. Mit Begeisterung widmeten sie sich daher dem Medium des Aquarells, das gleichsam eine Aufwertung zum autonomen Kunstwerk erfuhr und innerhalb der deutschen Kunst eine neue Bedeutung erhält. Der rasante Umgang mit den Wasserfarben ermöglichte den Expressionisten noch überzeugender als im Ölbild der Farbe ein selbständiges, kraftvolles und strahlendes Eigenleben zu geben und damit mit neuen, unorthodoxen Gestaltungsmitteln die Kunstwelt des 20. Jahrhunderts zu revolutionieren.

Walter Gramatté, Selbstbildnis auf Hiddensee, 1921, © The Eckhardt-Gramatté Foundation, Winnipeg, Kanada

 

Mit ca. 130 Exponaten unterstreicht diese bedeutende Ausstellung nicht nur den Stellenwert des Aquarells innerhalb der „Brücke“ - Zeit, sondern widmet sich auch intensiv der Entwicklung jedes einzelnen Künstlers. So gibt Ernst Ludwig Kirchner dem Aquarell nach impressionistischen Anfängen eine neue inhaltliche Farbdimension. Auch bei Max Pechstein trägt die Farbe eine herausragende Bedeutung; inspiriert durch den Fauvismus entwickelt er einen leidenschaftlich-expressiven Farbstil. Besonders beeindrucken allerdings bei
Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff der erstaunliche Umfang, den das Aquarell-Schaffen innerhalb ihres Œvres einnimmt. Die ausführliche Darstellung auch ihres Spätwerkes bis in die 1960er Jahre verdeutlicht die Kontinuität, mit der sie das Aquarell als künstlerisches Ausdrucksmittel nutzen. Ergänzt werden die Arbeiten durch Werke der befreundeten Künstler Max Kaus, Anton Kerschbaumer und Walter Gramatté, die in den 1920er Jahren die Arbeits- und Ideengemeinschaft der „Brücke“ weiterleben ließen.


Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit dem Brücke Museum Berlin. Der im Hirmer Verlag erschienene Katalog ist für € 18,- im Museumsshop erhältlich.



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Kurzbeschreibung
Mit mehr als 1200 Werken stellt die Sammlung des Industriellen Carl Hagemann (1867-1940) eine der bedeutendsten privaten Sammlungen expressionistischer Kunst dar. Insbesondere die Maler der Künstlergruppe Brücke, wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Emil Nolde, standen im Zentrum von Hagemanns Aufmerksamkeit. Als Sammler, Förderer und Freund brachte er sich voller Überzeugung - auch in den schwierigen Jahren nach 1933 - und dennoch behutsam in den künstlerischen Werdegang der von ihm unterstützten Künstler ein. Um einem breiteren Publikum Hagemanns außerordentliches Engagement vorzustellen, rekonstruiert die Publikation das historische Profil seiner Sammlung, präsentiert ihre expressionistischen Glanzstücke und beleuchtet sowohl die Person Hagemanns als auch dessen Umfeld.

Ausstellungen: Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie, Frankfurt/Main 9.12.2004-23.1.2005 · Museum Folkwang Essen 24.2.-22.5.2005

 


 







 

 

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Die Brücke

Zitiert von

http://www.burda-museum.de/die_bruecke.htm

Am 7. Juni 1905 wurde in Dresden von den vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl die Künstlervereinigung "die Brücke" gegründet.

Das Ziel der Künstler Ziel war es, neue Wege im künstlerischen Ausdruck zu finden und sich vom herkömmlichen Stil der Akademien zu lösen. Damit ist "die Brücke" eine der ältesten deutschen Vereinigungen, die neben der Gruppierung "der Blaue Reiter" auf die Entwicklung der klassischen Moderne entscheidenden Einfluss hatte
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Brücke Mitglieder

Ernst Ludwig Kirchner (1905-1913)
Karl Schmidt-Rottluff (1905-1913)
Fritz Bleyl (1905-1909)
Erich Heckel (1905-1913)
Max Pechstein (1906-1912)
Emil Nolde (1906-1907) Otto Mueller (1910-1913)
 

Chronologie Brücke

Geschichte der Brücke

Brücke Museum Berlin

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