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Künstlerbiografie

Egon Schiele

1890-1918
 porträt schiele

1890 kommt am 12. Juni in Tulln, einer kleinen Stadt in der Nähe Wiens zur Welt.

1896 Volksschule i Tulln

1902 Realgymnasium in Tulln und nach Übersiedlung Realgymnasium in Klosterneuburg.

1905 Der Vater stirbt, nachdem er bereits infolge Geisteskrankheit pensioniert worden war.

Schiele malt eine große Zahl an Gemälden, u. a. die ersten Selbstporträts.

 SELBSTPORTRÄT

Schiele Selbstporträt 1907 Öl auf Karton

 

1906 Eintritt in die Wiener Akademie.

1907 Gerät unter den Einfluss des Stils von Gustav Klimt und der Wiener Secession.

1908 Erste Ausstellungsbeteiligung im Kaisersaal des Stiftes Klosterneuburg.

1909 Teilnahme an der 2. Ausstellung der Kunstschau in Wien. Er verlässt die Akademie und gründet mit Freunden die " Neukunstgruppe". Erste Ausstellung dieser Gruppe in der Galerie Pisko.

1910 Findet seinen eigenen Stil. Malt zusammen mit dem exzentrischen Theatermaler Erwin Osen in Krumau. Es entstehen viele expressive Aktdarstellungen. Erste Gedichte.

1911 Muss wegen seiner wilden Ehe mit dem Model Wally Neuzil Krumau verlassen. Verbindung zu dem Münchener Kunsthändler Hans Goltz. Wird Mitglied der Künstlervereinigung "Sema" in München. Erste Publikationen über Egon Schiele von Albert Gütersloh und Arthur Roessler.

 

 Akt

Akt gegen farbigen Stoff 1911 Bleistift und Deckfarbe auf Papier

 

 2 Maedchen

Zwei Mädchen 1911 Bleistift und Deckfarbe

 

1912 Mehrere Ausstellungen, u. a. in Wien, München und Köln.

Am 13. April dreiwöchige Untersuchungshaft. Konfiszierung erotischer Zeichnungen. Im St. Pöltener Prozeß Verurteilung zu 3 Tagen Haft wegen Verbreitung unsittlicher Zeichnungen.

Anklage wegen " Kinderschändung" wird fallengelassen. Während seines Gefängnisaufenthaltes entstehen zahlreiche Zeichnungen, in denen er den Zustand des Gefängnisdaseins dokumentiert. Er bezieht ein neues Atelier in Wien.

 Gefangener

Gefangener 1912 Aquarell und Bleistift

 

 Gefängnis

"Nicht gestraft sondern gereinigt fühl ich mich"1912 Gouache, Aquarell, Bleistift

 

 

1913 Er tritt dem Bund Österreichischer Künster bei.

Mehrere Ausstellungsbeteiligungen in Budapest,  Köln, Dresden, München, Paris und Rom.

1914 Unterricht in der Technik der Radierung.

 

 

 Frauenakt

liegende Frau mit blondem Haar 1914, Gouache, Wasserfarbe und Bleistift

 

1915 Er löst das Verhältnis zu Wally Neuzil. Heiratet am 17. Juni Edith Harms. Als Soldat in Prag, dann in Wien.

1916 Viele Ausstellungsbeteiligungen, u.a. im Rahmen der "Wiener Kunstschau". Ein Schiele Heft wird gedruckt.

1917 Der Buchhändler Richard Lanyi druckt eine Mappe mit 12 Lichtdrucken nach Zeichnungen Schieles. Beteiligung an Ausstellungen österreichischer Kunst.

 

 

 die Umarmung

Die Umarmung Detail 1917 Öl auf Leinwand

 

1918 am 6. Februar stirbt Gustav Klimt. Versetzung Schieles ans Heeresmuseum in Wien. Großer Erfolg bei der Wiener Sucessions-Ausstellung im März. Er verkauft dort die Mehrzahl seiner 50 ausgestellten Bilder.

Plakat für die 49. Ausstellung der Sucession 1918

 

Wichtige Ausstellungsbeteiligungen in Zürich, Prag und Dresden.

Am 28. Oktober stirbt Edith, und bald darauf am 31. Oktober Egon Schiele, beide an der spanischen Grippe.

 

 

sitzendes Paar 1915 Gouache und Bleistift
 

 

 

Mutter mit kind 1914 schiele

Mutter mit Kind 1914 Gouache mit Bleistift


 

Tod und Mädchen 1915/6 Öl auf Leinwand

 

 

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Die nackte Wahrheit
Die nackte Wahrheit
Tobias G. Natter und Max Hollein
Prestel - 2005-02 - Gebundene Ausgabe






Kurzbeschreibung
Kaum eine andere Stadt versinnbildlicht so sehr die morbide Stimmung des Fin-de-Si cle, den Abschied von einer Epoche, wie Wien. Während die katholisch-konservative Kaiserstadt noch einmal mit letzten großbürgerlichen Architekturprojekten aufbegehrte, vollzog sich daneben ein künstlerischer Aufbruch, reich an visueller, sinnlicher und intellektueller Energie. Dessen Protagonisten sind vor allen anderen Klimt, Schiele und Kokoschka, die mit den Themen ihrer Bilder die Gesellschaft schockierten und brüskierten. Die vorliegende Publikation zeigt, warum diese Künstler Skandale provozierten, obwohl dies nie ihre Absicht war, warum die Gesellschaft noch nicht für deren visionäre Ideen bereit war.

Über den Autor
Max Hollein ist seit 2002 Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Dr. Tobias Natter ist Kurator der Sammlung des 20. Jahrhunderts der Österreichischen Galerie Belvedere und Kurator der Ausstellung ›Nackte Wahrheit. Klimt, Schiele, Kokoschka und andere Skandale‹.

Die Welt von Klimt, Schiele und Kokoschka
Die Welt von Klimt, Schiele und Kokoschka
Tobias G. Natter
Dumont Literatur und Kunst Verlag - 2004-09 - Gebundene Ausgabe



 

 


Kurzbeschreibung
Um 1900 erlebt die Donaumetropole den Aufbruch der österreichischen Kunst zur Moderne. An der Spitze dieser Bewegung steht der Erneuerer Gustav Klimt, dessen secessionistischer Jugendstil die schwüle Extravaganz der Makart’schen Salonmalerei verdrängt. Zum Expressionismus finden Vertreter der jüngeren Generation – allen voran der »Wiener Oberwildling« Oskar Kokoschka und Egon Schiele, der mit tabuloser Neugier Sexualität und Erotik zu thematisieren wagt. Nährboden für diese atemberaubende Entwicklung ist die Habsburger Monarchie, die um die Jahrhundertwende einen rasanten Modernisierungsschub erlebt. Auslöser dieses Umbruchs ist ein Wirtschaftsboom, der eine neue Elite von Intellektuellen und Industrieunternehmern hervorbringt. In diesem Gemisch aus Konvention und Liberalismus, aus gediegener Eleganz und provokativem Fortschritt, bildet sich ein neuer Typ von Mäzenen und Kunstsammlern, der aktiven Anteil an Leben und Werk der Künstler nimmt. Spannend und facettenreich beschreibt Tobias Natter die Verbindungen zwischen dem strahlenden Künstler-Dreigestirn Klimt, Schiele, Kokoschka und den Personen, die den materiellen Rahmen für ihre frühen Erfolge schufen. Aus dem gemeinsamen Wirken der Künstler und ihrer Sammler formt sich ein Zeitbild, in dem der Gedanke des Gesamtkunstwerkes Kunst und Leben zusammenführte und ein von Künstlern entworfenes Design den Alltag veredelte.

Egon Schiele - Aquarelle und Zeichnungen
Egon Schiele - Aquarelle und Zeichnungen
Jane Kallir
Brandstätter - 2003-04 - Gebundene Ausgabe






Kurzbeschreibung
Bevor er 1918 im Alter von erst 28 Jahren starb, hatte der österreichische Expressionist Egon Schiele ein ungeheuer umfangreiches Werk geschaffen. Abgesehen von einigen hundert Ölgemälden waren darunter beinahe 3000 Zeichnungen und Gouachen. Da diese fragilen Werke in Sammlungen auf der ganzen Welt verstreut und teilweise schwer zugänglich sind, sind repräsentative Schiele-Ausstellungen eine Seltenheit. Zusammen mit einem umfassenden Überblick über die Werke auf Papier bietet dieses Buch die einmalige Gelegenheit, die rasante künstlerische Entwicklung dieses Meisters der Zeichnung im Laufe seiner kurzen, nur zwölf Jahre dauernden Karriere zu verfolgen. Es deckt alle Themen von Schieles Arbeit in diesem Medium ab: Portraits, Land-schaften, Akte, Erotisches und Selbstportraits. Etliche Werke in diesem Band werden erstmals in Farbe abgebildet.

Schiele
Schiele
Wolfgang G. Fischer
Taschen Verlag - 2004-06 - Broschiert







Kurzbeschreibung
Zu damiliger Zeit umstritten und geächtet gehört Egon Schiele (1890-1918) neben Gustav Klimt zu den wichtigsten österreichischen Künstlern. Der Band beschäftigt sich mit Schieles Leben und malerischen Werk wie auch seinen erotischen Zeichnungen.

Egon Schiele - Horst Janssen, Selbstinszenierung, Eros und Tod
Egon Schiele - Horst Janssen, Selbstinszenierung, Eros und Tod
Egon Schiele, Horst Janssen und Claudia Breitkopf-Weinmann
St. Gertrude - 2004-03 - Gebundene Ausgabe




Kurzbeschreibung
"Schiele wie Janssen sind Grenzgänger zwischen Erotik, Sexualität und Pornographie. Beide Künstler haben gemeinsam, dass sie schonungslos gegen sich selbst verfahren. Schiele und Janssen sind überdies die einzigen Künstler, die sich ebenso oft wie Rembrandt selbst inszeniert und bespiegelt haben. Janssen ist eher mit Rembrandt, Ensor, Klinger und Goya vergleichbar als mit Schiele. Nur manche seiner späteren Werke nehmen direkt zu Schiele Bezug oder zeigen eine formale Ähnlichkeit. Doch beide sind Meister der Grafik, und was bei Schiele die Linie für den Ausdruck leistet, löst Janssen mit vielschichtigen, verspielten Verquickungen von Vorder- und Hintergründen, surrealen Szenerien und dem Kippen von Ebenen und Wirklichkeiten, die er mit Strichen verbindet, von denen man nie weiß, ob sie Grenzen, Schatten oder Zeichen setzen." (zitiert nach den Texten von Rudolf Leopold)

 

Egon Schiele und Arthur Roessler
Egon Schiele und Arthur Roessler
Egon Schiele, Tobias G. Natter und Ursula Storch
Hatje Cantz Verlag - 2004-07 - Gebundene Ausgabe



Kurzbeschreibung
Schon 1909 erkennt der Publizist Arthur Roessler die Bedeutung des damals 19jährigen Egon Schiele. In der Folge rührt er für den jungen Künstler die Werbetrommel, führt ihn in die wenigen Sammlerzirkel der Stadt ein und vermittelt ihm damit seine ersten Aufträge. Auch in Roesslers eigener Kunstsammlung war Schiele mit einer exzellenten Werkauswahl vertreten. Diese Werke bilden den Grundstock der bemerkenswerten Schiele-Bestände des Wien Museums. Die erstmalige Rekonstruktion der Sammlung, ergänzt um Leihgaben aus dem In- und Ausland, steht nun im Mittelpunkt der Betrachtungen in "Schiele und Roessler. Der Maler und sein Förderer. Kunst und Networking im frühen 20. Jahrhundert". Am Beispiel von Schieles biografischem Werdegang fragt die Veröffentlichung nach den Mechanismen des Beziehungsgeflechts in der Kunstszene und in der Wiener Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts.

 

Egon Schiele
Egon Schiele
Egon Schiele und Reinhard Steiner
Taschen Verlag - 1999-12 - Sondereinband







Egon Schiele Liebe und Tod
Egon Schiele Liebe und Tod
Egon Schiele und Jane Kallir
Hatje Cantz Verlag - 2005-03 - Gebundene Ausgabe




Aus der Amazon.de-Redaktion
Er war so etwas wie das Enfant terrible der Wiener Moderne: Egon Schiele, der ein überaus kontrovers diskutiertes Werk hinterließ -- und dies, obwohl er bereits 1918, im Alter von nur 28 Jahren, an der Spanischen Grippe starb. Wegen seiner seltsam verrenkten, nackten Körper junger Frauen in unverhohlen lasziver Positur brachten erboste Bürger -- und die konservative Justiz -- den jungen Maler schon bald in die Nähe der Pornographie. Heute jedoch gilt Schiele als Wegbereiter der modernen Kunst zur Jahrhundertwende in Österreich.

Wie stark sich Schiele am Anfang von der ornamentalen Flächigkeit Gustav Klimts inspirieren ließ, bevor er zu seinem ganz eigenen, persönlichen Stil und einer (im Vergleich zu van Gogh oder Picasso freilich relativ zurückhaltenden) Expressivität fand, zeigt der Ausstellungskatalog Egon Schiele. Liebe und Tod, der, ausgehend von den hochkarätigen Exponaten der Wiener Albertina, an Hand von Gemälden, farbigen Zeichnungen und Gemälden, die ganze Spannbreite des Oeuvres deutlich macht -- und der zeigt, wie stark bei Schiele Eros und Thanatos, wie stark also Sexualität, Erotik und Tod beieinander liegen.

Mit Jane Kallir hat der Verlag Hatje Cantz für Egon Schiele. Liebe und Tod eine kompetente Autorin gewinnen können. Immerhin handelt es sich bei Kallir um die Co-Direktorin der renommierten New Yorker Galerie St. Etienne; ihr Großvater Otto Kallir brachte einer breiten Öffentlichkeit in den USA die Wiener Moderne erstmals in vollem Umfang nahe. Dementsprechend sind die Texte des Bandes auch besonders informativ und anschaulich ausgefallen -- eine sinnvolle Ergänzung zu den herausragend gut reproduzierten Bildern Schieles, die auch heute noch -- neben aller dekorativen Qualität -- einiges von ihrer provokanten Ausstrahlung behalten haben. -- Isa Gerck

Kurzbeschreibung
Eine glänzende Studie zu Leben und Werk Egon Schieles, Star und Enfant terrible der Wiener Avantgarde-Szene.

Als Egon Schiele 1918 im Alter von nur 28 Jahren an der Spanischen Grippe verstarb, hatte der bedeutendste österreichische Expressionist ein großes, gleichwohl heftig diskutiertes Werk hinterlassen. Zunächst beeinflusst von Gustav Klimt, entwickelte Schiele bald seinen persönlichen Stil und gab die dekorative Ornamentik zugunsten einer starken Expressivität...
 

 
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