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Bucerius Kunstforum

Frida Kahlo

15. Juni bis 17. September 2006

Pressetext

 

Autoretratto con changuito
Selbstportrait mit Äffchen
1945
Öl auf Hartfaser
56 x 41,5 cm
Museo Dolores Olmedo Patiño, Xochimilco, Mexiko
© 2006 Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust. Av. Cinco de Mayo No. 2, Col. Centro, Del. Cuauhtémoc 06059, México, D.F.
 


Das Bucerius Kunst Forum am Hamburger Rathausmarkt widmet seine diesjährige Sommerausstellung dem Werk der mexikanischen Malerin Frida Kahlo (1907 – 1954). Vom 15. Juni bis zum 17. September werden ca. 35 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle der berühmten Künstlerin aus allen Schaffensphasen gezeigt. Da kein deutsches Museum ein Bild der Malerin besitzt, ist dies seit über zehn Jahren die erste Möglichkeit, Frida Kahlos Kunst in Deutschland im Original zu sehen.

 

Hospital Henry Ford
Henry Ford Hospital
1932
Öl auf Metall
31 x 38,5 cm
Museo Dolores Olmedo Patiño, Xochimilco, Mexiko
© 2006 Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust. Av. Cinco de Mayo No. 2, Col. Centro, Del. Cuauhtémoc 06059, México, D.F.
 


Frida Kahlo gilt als bedeutendste Künstlerin Südamerikas und als Ausnahmetalent ihrer Generation. Ihre Bilder – insgesamt gibt es nur rund 200 Gemälde und einige Zeichnungen – sind eine gemalte
Autobiographie, die ihr Leid und ihre Leidenschaft dokumentiert. Auf dem Rückweg von der Schule wurde Frida Kahlo 1925 das Opfer eines schweren Verkehrsunfalls. Wiederholte Operationen an der Wirbelsäule,
lange Krankenhausaufenthalte und mehrere tragische Fehlgeburten bestimmten ihr Leben.

Nach dem lebensbedrohlichen Unfall erholte sich die 18-jährige Frida Kahlo nur langsam von den inneren Verletzungen und Knochenbrüchen. Während ihrer Krankheit begann sie zu malen. Ihr Vater hatte ihr
Staffelei und Farben an das Krankenbett gebracht. Wilhelm Kahlo war Fotograf und malte zuweilen selbst Landschaften und Blumenstillleben.

In Pforzheim geboren, war er als junger Mann von seiner Familie
nach Mexiko geschickt worden, um dort den Handel mit Schmuck und Eisenwaren zu erlernen. Er war geblieben, hatte geheiratet und seiner Tochter den deutschen Namen Frieda gegeben, für den sie selbst
später die spanische Schreibweise Frida übernahm.

Ein professionelles Interesse trieb Frida Kahlo in ihrer künstlerischen Arbeit voran. Kaum waren die ersten Gemälde der Autodidaktin vollendet, bat sie in ihrer kompromisslosen Weise zwei der bedeutendsten mexikanischen Künstler dieser Zeit, ihre Bilder anzusehen und fragte sie, ob es sich lohne, weiter zu malen:
José Clemente Orozco und Diego Rivera, ihren späteren Ehemann. Obwohl Kahlos kleinformatige Bilder ganz anders waren als Orozcos und Riveras politischen Themen gewidmete, monumentale Wandmalereien,
erkannten beide Künstler die Qualität und überzeugten Frida Kahlo, weiter zu arbeiten.

Ihre ersten Bilder waren Portraits von Schulfreunden, die sie in einem an die Neue Sachlichkeit in Deutschland erinnernden Duktus malte. Später verglich sie selbst ihren Stil mit der Malerei Sandro Botticellis. Ob sie zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass auch Künstler wie Picasso wieder begannen, in Anlehnung an altmeisterliche Traditionen zu malen, kann nicht mit Sicherheit bestätigt werden.

Kahlos Biographin Hayden Herrera hat den Unterschied zu Diego Riveras Gesellschaftspanoramen, die exemplarisch für die moderne Kunst in Mexiko stehen, damit gedeutet, dass Frida Kahlo wegen ihrer
Krankheit auf die kleine Welt ihrer unmittelbaren Umgebung bezogen blieb. Deshalb habe sie vor allem Selbstbildnisse, Portraits und Stillleben gemalt.

Aus europäischer Perspektive hingegen nimmt man viele Gemeinsamkeiten zwischen Kahlos Malerei und der deutschen und französischen Kunst ihrer Generation wahr. Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum stellt die Frage, ob es nicht diese internationale Ausrichtung war, die bis heute den Ruhm der Kahlo ausmacht. So schätzte der Begründer des Surrealismus, André Breton, Frida Kahlos Kunst sehr und organisierte gemeinsam mit Marcel Duchamp 1939 in Paris eine Ausstellung für sie. Pablo Picasso schenkte Frida Kahlo nicht nur ein Paar Ohrringe, sondern auch das schöne Kompliment, niemand könne einen Kopf so malen wie sie.

 

Die Kunst Frida Kahlos zählt heute zum mexikanischen Nationalerbe, und es war der Wille ihres Mannes Diego Rivera, dass die Bilder des Frida Kahlo-Museums Mexiko niemals verlassen dürfen. Dem Bucerius
Kunst Forum ist es gelungen, noch im Jahr vor ihrem 100. Geburtstag mit der berühmten Sammlung Dolores Olmedo Patiño die größte private Sammlung von Werken Frida Kahlos erstmals nach 1993
wieder nach Deutschland zu holen.
 

Kristina Schilling, Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (192 Seiten mit Abbildungen aller ausgestellten Werke, ca. 19,90 €).

Weitere Informationen unter
www.buceriuskunstforum.de.

 

 

Bücher Frida Kahlo hier

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Daten und Fakten

Frida Kahlo

15. Juni bis 17. September 2006
Bucerius Kunst Forum gGmbH
Rathausmarkt 2, D – 20095 Hamburg
Telefon ++49 (0)40/36 09 96 0
Telefax ++49 (0)40/36 09 96 36
eMail: info@buceriuskunstforum.de
www.buceriuskunstforum.de

Ausstellungsfläche 450 m² im Erdgeschoss, 180 m² im Untergeschoss

Umfang ca. 35 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle Frida Kahlos, Werke der
europäischen Avantgarde von Max Ernst, René Magritte, Christian
Schad u. a. sowie altmexikanische Objekte

Leihgaben Die Leihgaben stammen überwiegend aus der Sammlung Dolores
Olmedo Patiño, dem größten Privatbestand an Werken Frida Kahlos.
Hinzu kommen weitere Werke aus mexikanischen und amerikanischen
Sammlungen.

Ausstellungskonzept Ortrud Westheider, Künstlerische Leiterin, Bucerius Kunst Forum
 


Katalog Hrsg. von Ortrud Westheider und Karsten Müller, mit Beiträgen von
Elisabeth Bronfen, Bettina Gockel, Ortrud Westheider u. a., ca. 192
Seiten, Abbildungen aller ausgestellten Werke, ca. 19,90 €

Öffnungszeiten täglich 11 bis 19 Uhr, donnerstags 11 bis 22 Uhr, auch an allen
Feiertagen

Café Canaletto Wolf Henning v. Kameke
T ++49 (0)40/36 09 96 10, F ++49 (0)40/36 09 96 11
info@cafe-canaletto.de

Shop Buchservice Hilda Babette Tilmann
T ++49 (0)40/36 09 96 12, F ++49 (0)40/36 09 96 46

Weitere Presse-Informationen und Bildmaterial:
Kristina Schilling, Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, 20095 Hamburg
Telefon: ++49 (0)40/36 09 96 77, Telefax: ++49 (0)40/36 09 96 71, schilling@buceriuskunstforum.de


Eintrittspreise Erwachsene 5,– €
Ermäßigt 3,– €
Gruppen ab 12 P. 3,– € p. P.
montags Einheitspreis 2,50 €
Kinder unter 18 Jahren und Mitglieder des Bucerius Kunst Clubs:
Eintritt frei
Ausstellungsrundgänge Lunch Führung
Preis € 2,– zzgl. Eintritt
Mo, Mi, Fr 13 Uhr
Brunch Führung
Preis € 2,– zzgl. Eintritt

So & feiertags 12 Uhr
After Work Führung
Preis € 2,– zzgl. Eintritt
Di, Do 18 Uhr
Gruppenführungen,
fremdsprachige und
private Führungen,
Führungen für Schulklassen
Der Museumsdienst Hamburg
T ++49 (0)40/428 13 10, F ++49 (0)40/42 82 43 24
museumsdienst@kb.hamburg.de
Tarife auf Anfrage


Bucerius Kunst Club Informationen zum Förderverein des Bucerius Kunst Forums unter
T ++49 (0)40/36 09 96 31
Kinder Kunst Club freitags von 15–17 Uhr und samstags von 10 –12 Uhr
Kinderführung mit anschließendem Malkurs zur Ausstellung
für Kinder von 6 bis 12 Jahren, Teilnahme € 5,–
Anmeldung unter T ++49 (0)40/36 09 96 0, F ++49 (0)40/36 09 96 36
oder kinder@buceriuskunstforum.de
Programm „Art & Business“ Informationen zu Empfängen und Sonderveranstaltungen
unter T ++49 (0)40/36 09 96 31

 

Ausstellungsvorschau 2006/2007 weiter hier

Ausstellungsvorschau 2006

18. Februar bis 25. Mai 2006
Vor 100 Jahren. Rodin in Deutschland


Auguste Rodin (1840 – 1917) ist der bedeutendste Bildhauer des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Er gilt als Begründer der modernen Plastik. Sein Werk prägte bis in die Gegenwart viele Generationen von Künstlern und ist heute so aktuell wie vor einhundert Jahren. Viele seiner Arbeiten gehören zu den Publikumslieblingen der großen internationalen Ausstellungshäuser und Museen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen u.a. Der Denker, Der Kuss oder Die Bürger von Calais.

Vor allem die Bekanntschaft Rodins mit seinem Privatsekretär Rainer Maria Rilke (1875-1926) und die Beziehung zu seiner langjährigen Assistentin, seines Modells und seiner Geliebten Camille Claudel sind weit bekannt. Letztere wurde unter dem Titel Camille Claudel mit Gerard Depardieu und Isabelle Adjani in den Titelrollen verfilmt (1988).

Bereits zu Lebzeiten genoss der 1840 in einem Pariser Armenviertel geborene Künstler weltweite Anerkennung und wurde als Genie verehrt. Um 1900 eroberte Auguste Rodin auch das deutsche Publikum mit einer Serie von Ausstellungen, die durch ihre moderne Präsentationsweise hervortraten. Ungewöhnlich war für diese Zeit die Zusammenstellung der Materialien: Rodin zeigte neben den vollendeten Bronzen und Marmorarbeiten auch die vorbereitenden Gipse. Mit Skizzen und Fragmenten gab er Einblick in den Entstehungsprozess, und der Besucher hatte das Gefühl, in die Werkstatt des Künstlers einzutreten und dabei Augenzeuge des schöpferischen Prozesses zu werden.

Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zeigt über 65 große Hauptwerke, Variationen und Assemblagen.


Zeichnungen und frühe Fotografien ergänzen die Präsentation und geben eine Anmutung der Ausstellungspraxis
Rodins. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Musée Rodin Paris und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Skulpturensammlung. Sie wird im Anschluss in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Skulpturensammlung, zu sehen sein.

Sechs Ausstellungen in acht verschiedenen deutschen Museen und Ausstellungshäusern setzen sich in
den Jahren 2005/2006 mit der facettenreichen Kunst Rodins und ihrer Wirkung in Deutschland auseinander.
Die am „Rodin-Jahr 2006“ teilnehmenden Ausstellungen stehen unter der Schirmherrschaft des französischen
Senatspräsidenten sowie des deutschen Bundesratspräsidenten.

Frida Kahlo

15. Juni bis 17. September 2006


Der Kult um die mexikanische Künstlerin Frida Kahlo (1907 – 1954) hat viele Facetten. Sie gilt als bedeutendste
Künstlerin Südamerikas und als Ausnahmetalent ihrer Generation. Ihre Bilder, insgesamt gibt es
rund 200 Gemälde und einige Zeichnungen, sind eine gemalte Autobiographie, die ihr Leid und ihre Lei-
denschaft dokumentieren.
Ein schweres Busunglück, bei dem eine Haltestange den Unterleib der Achtzehnjährigen durchbohrt,


bestimmt ihr Martyrium. Unmittelbar nach ihrem Unfall beginnt sie zu malen. Schwere, unzählige Operationen
an der Wirbelsäule, lange Krankenhausaufenthalte und mehrere tragische Fehlgeburten bestimmen
ihr Leben. Ihre körperliche Versehrtheit aber auch ihre wechselreiche Beziehung zu dem berühmten
mexikanischen Künstler Diego Rivera, mit dem sie zweimal verheiratet war, finden sich in ihren metaphorischen
Bildwelten wieder.


Künstlerkollegen wie André Breton und Pablo Picasso waren von Frida Kahlos subtil verschlüsselter Symbolsprache fasziniert. Sie hatte eine große persönliche Anziehungskraft, eine unglaubliche Lebenslust und ein Gespür für intellektuelle und herausragende Persönlichkeiten ihrer Zeit. Auch kennt man ihre Liebschaften und Affären mit Größen wie Leo Trotzki, dem sie 1937 Zuflucht gewährte, dem Fotografen Nicolas Murray oder der mexikanischen Sängerin Chavela Vargas. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Frida Kahlo zuletzt durch die Hollywood-Produktion Frida (2002, Salma Hayek als Hauptdarstellerin) bekannt.

Die Kunst Frida Kahlos zählt heute zum mexikanischen Nationalerbe und es war der Wille ihres Mannes Diego Rivera, dass die Bilder des Frida Kahlo-Museums Mexiko niemals verlassen dürfen. Dem Bucerius
Kunst Forum ist es gelungen, noch im Jahr vor ihrem 100. Geburtstag mit der berühmten Sammlung Dolores Olmedo Patiño den größten privaten Leihbestand an Werken Frida Kahlos erstmals nach 1993 wieder nach Deutschland zu holen.



Kleopatra und die Cäsaren

28. Oktober 2006 bis 4. Februar 2007


An keiner anderen Frau der Weltgeschichte hat sich die Phantasie so vieler und so verschiedener Persönlichkeiten entzündet wie an Kleopatra (69 – 30 v. Chr.). Als letzte Pharaonin des ptolemäischen Volkes setzte sie ihre Reize dazu ein, als Geliebte der beiden mächtigsten Männer ihrer Zeit, Cäsar und Marc Anton, und als Mutter von deren Kindern, Ägypten eine Rolle im Spiel der Mächte zu sichern. Augustus, Nachfolger Cäsars und Begründer des Römischen Kaiserreiches, besiegte Marc Anton und Kleopatra in der epochalen Seeschlacht von Aktium (31 v.Chr.) und tat alles, Kleopatras Nachruhm auszulöschen.
Kleopatras Wirkung auf Männer ist bis heute sagenumwoben. Cassius, einer der Anführer des Mordkomplotts gegen Cäsar, kannte Kleopatra persönlich und schrieb: „Sie war überhaupt eine Frau von einzigartiger
Schönheit und damals in der Blüte ihrer Jugend besonders berückend. Auch führte sie eine sehr gepflegte Sprache und verstand es, jedermann auf gewinnende Art zu begegnen. Herrlich war es, sie anzusehen und ihr zu lauschen, und sie konnte so jeden, selbst einen liebessatten Mann in bereits fortge- schrittenem Alter, sich gefügig machen.“

Besucher des Bucerius Kunst Forums können sich von Kleopatras Schönheit selber überzeugen, denn die Ausstellung will beweisen, dass es sich bei der berühmten Statue Venus vom Esquilin aus den Kapitolinischen Museen Roms um eine Kopie der Kleopatra-Skulptur handelt, die Julius Cäsar für den Venustempel anfertigen ließ. Zum ersten Mal in der Geschichte der zahlreichen Kleopatra-Ausstellungen wird die Venus vom Esquilin zusammen mit allen anderen von Kleopatra erhaltenen Bildnissen zu sehen sein, so dass ein unmittelbarer Vergleich der Gesichtszüge möglich ist.

Es wird dabei nicht nur das Bild einer machtbewussten, ja skrupellosen Herrscherin gezeichnet, sondern auch Kleopatras Rolle als Mutter von vier Kindern, deren antike Bildwerke ebenfalls zu sehen sein werden.
Ihre Söhne – von Julius Cäsar und Marc Anton für Großes bestimmt – fielen ihren politischen Gegnern zum Opfer oder starben jung. Einzig ihre Tochter, Kleopatra Selene, stieg zur Königin von Mauretanien auf.

Die antiken Skulpturen werden in der Ausstellung von etwa 20 Gemälden aus dem 16. bis 19. Jahrhundert umgeben, die bestimmte Stationen im Leben der Kleopatra reflektieren und eine Jahrhunderte lange Faszination für die Priesterin, Politikerin und Geliebte nachzeichnen.


Kristina Schilling, Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum,




 

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