Biografie Hermann Nitsch
Zur Biographie von Hermann Nitsch
Werdegang
1938 geb. in Wien
1957 Idee des Orgien-Mysterien-Theater, eines sechs Tage dauernden Festspiels, welches ihn von da ab unablässig beschäftigt und in welchem sich alle seine Bestrebungen sammeln. Das O.M.Theater ist eine neue Form eines Gesamtkunstwerkes: Reale Geschehnisse werden inszeniert und alle fünf Sinne der Spielteilnehmer werden direkt beansprucht.
1960–66 Aktions- und Ausstellungstätigkeit in Wien, die mehrere Prozesse und drei Gefängnis-strafen nach sich zieht, worauf er Österreich verlässt und bis 1978 in Deutschland lebt.
1966 Destruction in Art Symposium, London, Aufführung der 20. Aktion
1968 Cinematheque, New York: Aufführung der 25., 26. und 27. Aktion
1970 weitere Aktionen in den USA
1971 Ankauf von Schloss Prinzendorf
1972 12-Stunden-Aktion in New York
1974 Aufführung der 24-stündigen 50. Aktion (1. Tag u. 1. Nacht des 6-Tage-Spieles) in Prinzendorf.
1984 Aufführung der 72-stündigen 80. Aktion (drei Tage u. Nächte des 6-Tage Spieles) in Prinzendorf.
1987 20. Malaktion in der Wiener Secession
1988 Heirat mit Rita Leitenbor. sie wird ihm eine unersetzliche Hilfe bei der Realisierung seines Lebenswerks
1989–dato lehrt an der Hochschule für Bildende Kunst (Städelschule) in Frankfurt
1995 Ausstattung der Oper „Hérodiade“ von Jules Massenet an der Wiener Staatsoper.
1966–dato Aktionen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte in zahlreichen Städten Europas, der USA, sowie Australiens
1996 Aufführung der 96. Aktion, 12 Stunden, San Martino, Neapel; 38. Malaktion, Schömerhaus Klosterneuburg
1997 40. Malaktion, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien
1998 6-Tage-Spiel des O.M.Theaters in Prinzendorf
1999 Ausstellung der Relikte des 6-Tage-Spiels im MMK Palais Liechtenstein, Wien und Kiscelli Museum, Budapest; konzertante Aufführung der Musik des 6-Tage-Spiels im Radiokulturhaus, Wien, im Hamburger Bahnhof, Berlin, und in der Ausstellungshalle der BRD, Bonn.
2000 Videopräsentationen der Langfassung des 6-Tage-Spiels u.a. in Los Angeles, Frankfurt und Mönchengladbach
2001 Gesamtausstattung der Oper „Satyagraha“ v. Philip Glass, Festspielhaus St. Pölten; ständiges Arbeiten am Projekt des O.M.Theaters. Erweiterung des malerischen und theatralen Konzeptes um ein architektonisches und musikalisches.
Ausstellungen (Auswahl):
1983 Van-Abbe Museum, Eindhoven
1988 David Nolan Gallery, New York städtische Galerie im Lenbachhaus, München
1989 Luhring & Augustine, New York Galerie Donguy, Paris
1990 Galerie Maeght Lelong, Zürich
1991 Galleria Civica d´arte Contemporanea, Trient
1992 Retrospektive anlässlich der Weltausstellung in Sevilla, Pabellon de las Artes
1993 Nationalgalerie, Prag
1996 Palazzo delle Exposizioni, Rom (Retrospektive)
1997 Retrospektive, Konsthallen göteborg Retrospektive, Musée d’Art et d’Histoire, Luxembourg Underwoodstreet Gallery, London
1999 Museum Moderner Kunst, Stiftung Ludwig Wien, Palais Liechtenstein, White Box Gallery (mit Günter Brus), New York
2000 Galleria Credito Valtellinese Resitorio delle Delline, Milano Galerie Thoha, Shopping Park Soravia, Bratislava
Ausstellungsbeteiligungen: (Auswahl)
1970 Happening und Fluxus, Kunstverein Köln
1972 Documenta V, Kassel
1982 Documenta VII, Kassel,Teilnahme an der Biennale in Sydney
1990 Gegenwart-Ewigkeit, Gropiusbau Berlin; L’Art au Corps, Musée d’Art Contemporain, Marseille
1997 Die Epoche der Moderne – Kunst im 20. Jhdt., Martin-Gropius-Bau, Berlin; Body, the Art Gallery of New South Wales, Sydney
1998 Out of Actions, MAK, Wien, MAC, Barcelona, MAC, Tokyo
1999 Museum für Moderne Kunst, Stiftung Ludwig; Palais Liechtenstein, Wien; Kiscelli Museum, Budapest; Galerie Weilinger, Salzburg; White Box Gallery, New York (zusammen mit G. Brus)
2000 Chaim Soutine – Jüdisches Museum, Wien
2003 Ausstellung: Meran, Wien, Neapel, Athen, Frankfurt; Orgelkonzert in der Heilig-Geist-Kirche in Frankfurt, Uraufführung der Sinfonie „Punta Campanella“; Präsentation der Gesamtausgabe der Musik des 6-Tage-Spieles, Haus der Musik, Wien; Lehraktion in Graz; Retrospektive in der Sammlung Essl, Klosterneuburg; 15. Aktion Sammlung Essl
2004 2-Tage-Spiel des O.M.Theaters in Prinzendorf; Mike-Weiss-Gallery, New-York-Ausstellung: Graphische Sammlung im Städelmuseum, Frankfurt; Augsburg; Rosenheim; Ravenna; 31.7.–2.8.2004 das 2-Tage-Spiel des O.M.Theaters Schloss Prinzendorf; Gastprofessur an der Universität Wien, Institut für Theaterwissenschaften
2005 Verleihung der Goldenen Ehrenmedaille der Stadt Wien; Station Museum of Contemporary Art, Houston (USA); ‚Die Aktionen 1962 – 2003’, Slought Foundation Philadelphia (USA); Ausstellungsbeteiligungen: Jesus Christ Superstar, Bruce Silverstein Photography 140 Years of Jesus Christ in Photography New York ; Arte contemporaneo Austriaco y Pintura de la Posguerra, Mexico City; „The Triumph of Painting“, Saatchi&Saatchi, London; Ausstellung der Kulturpreisträger des Landes Niederösterreich 2004, St. Pölten; Ausstattung zu "Le Renard" an der Wiener Staatsoper; Lehrtätigkeit an den Sommerakademien Halbenrain Steiermark und Galerie Weihergut, Salzburg; 122. Aktion im Burgtheater, Wien; Verleihung des österreichischen Staatspreises
2006 Galerie Curtze, Wien; Galerie White Space, Peking; Galerie Lössl, Gmunden; Galerie Mike Weiss, „Hermann Nitsch – Orgien-Mysterien-Theater“, Nationalgalerie Berlin
weitere Infos zu Hermann Nitsch
Hermann Nitsch Martin Gropius Bau
Vorschau Berliner Festspiele Martin Gropius Bau
Gabriele Münter Preis 2007
Ausstellung
Ort: Martin-Gropius-Bau
31. Januar bis 9. April 2007