Jede Kunstepoche  steht auch jeweils für einen ganz individuellen Schmuckstil, wobei damals wie heute die Mode sehr starke Auswirkungen auf diesen hatte.

Biedermeier

die neue bürgerliche Kultur

 

Bezeichnung:

In Österreich die Zeitspanne zwischen dem Wiener Kongress 1814 und der Revolution von 1848, in Frankreich bekannt als Restauration.
Übergangsphase zwischen der Romantik und dem Realismus.

Die bürgerliche Freiheit wurde durch die Befreiungskriege nicht erreicht. Es herrschte wieder der Absolutismus.

Nach den Revolutionskriegen wollen die Menschen endlich  Ruhe und Ordnung. Privates Glück und inneren Frieden haben Priorität. Rückzug in die innere Häuslichkeit.

[Das Volk glaubt an eine Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit und unterwirft sich der staatlichen und sozialen Ordnung.]

Der bürgerliche Biedermeier Stil äußert sich in Kleidung, Wohnkunst und Möbelkunst. Schlichte und einfache Behaglichkeit, Gediegenheit, klare und leicht geschwungene Formen sind bevorzugt.

Die Malerei dieser Zeit ist gekennzeichnet durch  Beschaulichkeit und gute Beobachtung.

 

 biedermeier-ohrgehänge

 

herrlicher Schmuck biedermeier

 

Mode: Schmuck:

Die bürgerliche Gesellschaft Deutschlands und Österreichs trug schon allein rein aus wirtschaftlichen Gründen sehr sparsam und wenig Schmuck. Eine Ausnahme bildeten allerdings die obligatorischen Ohrgehänge. Diese waren ein Muss.

 

Kleidung und Schmuck bildeten im Bürgertum keinerlei Stileinheit mehr.

Die betuchtere Dame oder die Adlige trug neben dem Diadem (bis ca 1820) im Haar zusätzlich Zierkämme und Haarnadeln.

 

Haar Demi Parure 19. Jahrh.

 

Schaumgoldbroschen mit Türkis, Koralle und Perlen Citrin und Topas kam in Mode.

 

 

prachtvoller Schmuck aus edlen Materialien. Goldschmuck

 


 

Ab  ca 1820 bevorzugte man naturalistische Blumenranken oder die sogenannte

"Ferronière",(eine Art Stirnband) ein Juwel , das an einer Gold- oder Perlenkette hängend  um den Kopf gelegt wurde.

Weiter getragene Pretiosen waren Broschen, lange Colliers, lange Ohrhänger und kostbare Gürtelschnallen, Ringe.

Gürtelschnallen für hohe Taille

Hammelkeulenärmel  = stark aufgebauschte Ärmel

hier gut sichtbar

Die Taille rutscht wieder tiefer, im Gegensatz zum Empire


 

biedermeier Schmuckset

 

frau im Biedermeier

 

Damenmode:

Das Frauengewand verkürzte sich bis über die Knöchel.

Es war viel dekorativer als in der Zeit des Empire.

Die Kleider waren kegel - und auch walzenförmig.

Die Abendkleidung  begann sich von der Tageskleidung im heutigen Sinn des Wortes sehr wesentlich zu unterscheiden.

Geschlitzte Puffärmel werden modern, hohe  Krägen oder Krägen mit breit ausladenden Spitzenornamenten.
 

Herrenmode:

Im Biedermeier trugen die Herrn den Frack mit "Vatermörderkragen"- Hemd, langen Hosen, Halbschuhe, Zylinder und gestreifte Westen.

Die Männer tragen Bartstreifen an den Wangen, so genannte "Favoris" .



 

 

Historischer Hintergrund
Wiener Kongresse
Gründung des Deutschen Bundes (1815)
Karlsbader Beschlüsse (1819)
Restaurationspolitik (1815-1848)
Industrialisierung
Viele Probleme
Elend des Volkes
 

 

Der bekannteste Maler des Biedermeier war Karl Spitzweg.

weitere bekannte Maler des Biedermeier:

Moritz von Schwind, Friedrich Gauermann, Eduard Gärtner, Adolph Menzel , Ludwig Richter,  Joseph Kriehuber und Ferdinand Georg Waldmüller.

 

Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)
Franz Grillparzer (1791-1872)
Karl Immermann (1796-1840)
Eduard Mörike(1804-1875)
Adalbert Stifter (1805-1868)
 

Biedermeiers in Österreich

, mit Bildern.

  • Die Geschichte des

 

moritz von schwind


Moritz von Schwind im Haus des Künstlers

Ludwig Adrian Richter Begegnung

 

 

 

 

 

 

herrliches Schmuckset Biedermeier

fantastisches Biedermeier Schmuck Set