Barockbrosche

Barockbrosche

Schmuck und Mode des Barock

 

Barock

Der Ausdruck Barock bezeichnet die kunstgeschichtliche Stilepoche ca. von 1600 bis 1770, die der Renaissance folgte bzw. dem Klassizismus vorausging.

Der Barock wird kunstgeschichtlich nochmals in die Epochen Frühbarock, Hochbarock und Spätbarock unterteilt.

Das Zeitalter des Barock wurde von drei wesentlichen Grundkräften bestimmt: dem Absolutismus, der Kirche und der Tradition der Antike.


Barock wird auch als Zeitalter der Theatralik und Inszenierung bezeichnet. Barock drückt in allen Kunstbereichen die Abkehr von den klaren harmonischen Formen der Renaissance aus und die Vorliebe für Schmuck, Bewegtheit und Üppigkeit.
 

Der Barock ist also  gekennzeichnet durch die bewegte Linie in Grundriss und Aufbau, durch Sinnenfreudigkeit bis hin zur Pracht, leidenschaftlichen Ausdruck bis zur Ekstase. Ausgangspunkt des Barock war Italien.

Im Kunsthandwerk ist Barock der Stil des Übergangs von der strengen Ordnung zur Gelöstheit, der Übergang von der architektonischen Formgebung der Renaissance zur eher malerisch großzügigen Verarbeitung des Materials.
 

Die Schmuckherstellung im Barockzeitalter stand stark unter dem Einfluss Frankreichs, insbesondere während der Regierungszeit des "Sonnenkönigs" Ludwig XIV.

Das prunkliebende Barockzeitalter entwickelte eine grosse Vorliebe für Diamanten.

In diesem Zeitalter beginnt sich aber auch  Silber als Material für allerlei Gebrauchsgegenstände durchzusetzen.

Auch die spanische Mode, unter deren Einfluss sich Europa befand, wurde nun von französischer Mode und dieser abgelöst.

 

spanische mode-Originalgemälde von Peter Paul Rubens von 1600

spanische Mode mit grossen Krägen-Frühbarock

französische mode

der Kragen weicht - Anstatt der steifen Reifröcke wurde eine Vielzahl von Unterröcken getragen, die aber nach wie vor die Hüfte betonten. Das Decolleté war tief und breit und ließ den oberen Teil der hochgedrückten Brust sehen. Im Verlauf des 17. Jh. wurde das Decolleté immer breiter und ovaler, wärend das Mieder wieder steifer wurde.

Holländer, Flamen und Spanier machten diese von Frankreich regierte Mode allerdings nicht mit und hielten an den grossen Krägen fest

Die Spanier hielten ebenfalls an der Steifheit fest. Zu sehen an den Gemälden des Künstlers Velázquez. Die Reifröcke wurden extrem breit.


 


 sonnenkönig Ludwig XIV

Ludwig XIV

(Der König förderte Künste und Wissenschaften, was zu einer hohen Blüte der französischen Kultur führte.)

Schmuck stellt sich in einer kaum da gewesenen Üppigkeit und Bewegtheit von Formen dar. Der figürliche Schmuck der Renaissance bekommt mehr und mehr florales Aussehen, bedingt durch Orienthandel.

barock Brosche

 

Diamanten werden bevorzugt in Silber gefasst. Neuer Schliff mit 32 Facetten (Mazarinschliff).

Kardinal Mazarin ermöglichte den damaligen Steinschleifern das Experimentieren am Edelstein, und somit wurden ab dem Jahr 1650  auch andere kostbare Edelsteine geschliffen und facettiert. Aufkommen des Rosenschliffs. Der bis dato übliche Cabochonschliff geriet mehr und mehr in den Hintergrund.

Die ersten Diamantimitationen entwickelten sich ebenfalls im 17. Jahrhundert, es handelte sich hier um "Kieselglas" auf Basis Bleioxid.
 

Einzelschmuckstücke , wie Ketten oder Armbänder sind eher selten. Dominierend hingegen sind Broschen und Ohrringe.

schmuck des Barock

 barockbrosche reich verziert

Barockbroschen

barockbrosche mit diamanten besetzt

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