Sehen lernen, den Blick für das Wesentliche schärfen, das Gesehene mit Pinsel und Farbe darstellen.
1.Malen mit Aquarellfarben


Ein Aquarell (latein. aqua=Wasser) ist ein mit Wasserfarben angefertigtes Gemälde. Es zeichnet sich häufig durch verwischte Konturen aus.
Aquarelle leben vom Gegensatz zwischen lasierend und deckend aufgetragenen Farben. Im Allgemeinen wird beginnend mit helleren Farbtönen zu dunkleren Farben gearbeitet. Dabei wird auch der Untergrund mit in die Komposition einbezogen, teils durchscheinend, teils aber auch unverändert stehen bleibend. Oft wird Farbe in den vorher angefeuchteten Untergrund oder in noch feuchte farbige Bildpartien gesetzt (Nass-in-Nass-Technik), so dass Farben ineinander verlaufen und dabei die für diese Malweise charakteristischen Strukturen entstehen.

B.Eisinger-Wolf "blaue Blumen" Nass in Nass Technik
Die Aquarellmalerei wurde schon sehr früh angewandt, aber vor allem im ausgehenden Mittelalter durch Kolorierung von Holzschnitten für Einblattdruck entwickelt. Einer der Hauptmeister in der Aquarellmalerei war Dürer. Die neuzeitlich reine Aquarelltechnik förderten vor allem William Turner und die englische Water Colour Societies.

B.Eisinger-Wolf "Landschaftskomposition" Lasurtechnik
Der experimentelle Umgang mit Aquarellfarben lässt Entstehungs- und Erlebnisprozesse zu, die zum Entdecken, Verständnis und Konkretisieren neuer Bildwelten führen.
Ein Aquarell wirkt auf den Betrachter leicht, fast spielerisch. Trotz der weit verbreiteten gegenteiligen Auffassung ist die Aquarellmalerei eine sehr schwer zu erlernende Maltechnik. Viel schwerer jedenfalls als solche Verfahren, die mit deckenden Farben arbeiten. Eine Korrektur eines einmal gesetzten Pinselstrickes ist nicht mehr möglich.
Erlernbar ist die Technik aber durchaus und wird jeden, der damit angefangen hat, verzaubern.

B.Eisinger-Wolf "Rittersporn" Mischtechnik
Techniken:
Lasurtechnik:
lasierend aufgetragene Farbe lässt das, was darunter ist, durchscheinen. Ob das der Papiergrund selbst oder eine bereits angelegte Farbfläche ist, spielt dabei keine Rolle.
Verlaufstechnik:
Der Verlauf einer Farbe kann zweierlei sein, das Verschwinden der Farbe durch Verdünstung oder der weiche Übergang von einer Farbe in die andere.

B.Eisinger-Wolf " Sommer abstrakt" Mischtechnik
Nass in Nass:
Diese Bezeichnung charakterisiert im Grunde die Herstellungsart. Die nasse Farbe wird in eine bereits nasse Fläche gesetzt. Ob die Fläche nur mit klarem Wasser angefeuchtet ist oder ob es sich dabei um eine nasse Farbfläche handelt, ist ohne Belang.

B.Eisinger-Wolf "Komposition in rot" nass in nass
Abwaschtechnik:
Dabei wird das Papier, nachdem die zuerst angelegte Fläche getrocknet ist, in einem Wasserbad fast völlig abgewaschen. Die Reste sind im feuchten oder getrockneten Zustand Grundlage für die weitere Gestaltung des Blattes.

B.Eisinger-Wolf " Tulipi"
Auswaschtechnik:
Bei der Auswaschtechnik werden bestimmte farbige Bildpartien erneut angefeuchtet und mit trockenem Pinsel, Schwämmchen, Saugpapier oder ähnlichem wieder entfernt.
Granuliertechnik:
Diese setzt die Verwendung von sehr grobkörnigen Aquarellpapier voraus. Wichtig bei diesem Verfahren ist, dass der Pinsel nicht zu satt mit Wasser gefüllt ist, er sollte flach und zügig über das Papier geführt werden.

B.Eisinger-Wolf " Landschaft mit Haus" Mischtechnik