< A. R. Penck >

Biographie über A.R. Penck


Ralf Winkler, bekannt geworden unter A.R. Penck, ist ein deutscher Grafiker, Bildhauer und Maler. Er war auch unter verschiedenen Pseudonymen bekannt, wie T.M., a.Y., Mickey Spilane, Mike Hammer oder ganz einfach nur Y. Geboren ist A.R. Penck am 05. Oktober 1939 in Dresden. Mal- und Zeichenunterreicht bekam A.R. Penck, oder richtigerweise Ralf Winkler, in der Zeit von 1953 bis 1954 von Jürgen Böttcher (dieser ist auch unter dem Künstlernamen Strawalde bekannt). Eine Lehre als Zeichner absolvierte Winkler von 1955 bis 1956 bei der DEWAG. Erfolglos bewarb sich Winkler vier mal seit dem Jahre 1956 an der Hochschule für Bildende und Angewandte Künste in Berlin Ost sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Winkler war immer der Auffassung, die Ablehnung kam durch seine politische Haltung; Tatsache war aber, dass beide Hochschulen sein Talent als nicht genügend befanden.

Seine Lehre brach Winkler daraufhin ab und arbeitete und anderem als Briefträger, Nachtwächter, Heizer und auch als Kleindarsteller, zum Beispiel in dem Film Jahrgang 45. 1966 nahm Ralf Winkler das Pseudonym
A.R. Penck an. Dieses Pseudonym ist nach dem Forscher der Eiszeit Albrecht Penck benannt. Ab dem Jahr 1969 bekam Ralf Winkler immer mehr Probleme mit der Staatssicherheit. Sämtliche Bilder von ihm wurden beschlagnahmt und seine Mitgliedschaft bei der VBK (Verband Bildender Künstler der DDR) wurde abgelehnt. 1971 hat er sich der Gruppe Lücke - diese besteht aus Künstlern - angeschlossen. 1973 nahm Ralf Winkler zusätzlich noch die Pseudonyme T. M. und Mike Hammer an. Ab dem Jahre 1975 nahmen die Kontrollen bei Winkler durch die Stasi zu. 1976 hat Ralf Winkler seinen Künstlerkollegen Jörg Immendorff aus Westdeutschland kennengelernt. Die beiden arbeiteten die nächsten Jahre zusammen, wo sie sich für die Abschaffung der deutschen Grenze einsetzten.

Ab dem Jahre 1977 wurden die Gemälde, die er von nun an auch mit dem Pseudonym Y signierte, vom Zoll beschlagnahmt. Vernichtet wurde ein Teil seiner Werke als im Mai 1979 in sein Atelier eingebrochen wurde. Ralf Winkler siedelte am 03. August 1980 in den Westen, wo er anfangs in Köln - genauer in Kerpen - lebte. Ein Jahr später erhielt er von der Goethe Stiftung den Rembrandt Preis. Wiederum zwei Jahre später zog Winkler nach London. 1988 kam der Ruf als Professor für Malerei für Ralf Winkler an der Kunstakademie Düsseldorf. A.R. Penck lebt seit 2003, dem Jahr seiner Emeritierung, in Dublin, wo er noch weiterhin an verschiedenen Werken arbeitet.