K21 Kunstsammlung Nordrhein Westfalen
Martin Kippenberger
K21 Kunstsammlung
Ständehausstraße 1
40217 Düsseldorf
+49 (0)211 8381 - 600
Martin Kippenberger
10. Juni - 10. September 2006
Vorankündigung
Kippenberger Kulturbaeuerin
Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Gesamtwerk des 1997 verstorbenen Künstlers und zeigt in ausgewählten Beispielen Martin Kippenbergers Gemälde und konzeptuelle Malereiprojekte ("Lieber Maler, male mir ...", 1981, "Heavy Burschi", 1991, "Die weißen Bilder", 1992) ebenso wie Skulpturenensembles, Multiples, Zeichnungen, Plakate, Bücher und bislang unveröffentlichte Materialien.
In den unterschiedlichen Werkgruppen Kippenbergers und vor dem Hintergrund seiner gezielt eingesetzten Rolle als "Selbstdarsteller"
entfaltet sich ein Panorama von Ansätzen, die immer wieder nach der Funktion der Kunst und des Künstlers in unserer Gesellschaft fragen.
Im Zentrum der Retrospektive steht ein berühmtes, aber selten gezeigtes Hauptwerk der neueren Kunstgeschichte: Die raumgreifende Installation "The Happy End of Franz Kafka's ‚Amerika'" aus dem Jahr 1994. Das auf grünem Spielfeld arrangierte Panoptikum von zahlreichen Tisch-Stuhl-Kombinationen entwickelt ein szenisches Setting für die Durchführung von Einstellungsgesprächen. Ausgangspunkt ist die im Kafka-Roman beschriebene Anwerbung von Artisten und Arbeitskräften für einem Zirkus.
Ironisch, parodistisch, subversiv und gleichzeitig mit hohem ethischen und künstlerischen Anspruch entfaltet Kippenberger hier in der für ihn typischen Synthese aus visueller Opulenz und klarer Reflexion das Bedeutungsspektrum von individuell, sozial und künstlerisch wirksamen
Ein- und Ausschlussverfahren.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit Tate Modern, London.
Die Pressekonferenz findet am Freitag, 09. Juni 2006, um 11.00 Uhr in
K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im Ständehaus statt.
Juan Muñoz
Rooms of my Mind
14. Oktober 2006 – 4. Februar 2007
Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Werk des spanischen Bildhauers, der in den achtziger Jahren einer der wichtigsten Erneuerer einer figurativen und narrativen Bildhauerei war. Neben einzelnen Skulpturen und Skulpturengruppen werden Zeichnungen und nicht zuletzt Hörstücke präsentiert, in denen das umfassende Interesse von Muñoz am Faszinosum des Raums und der Illusion sichtbar wird.
Die Ausstellung versucht, die wichtigsten Aspekte eines Werkes anschaulich zu machen, das sich nie in der Schaffung einzelner Skulpturen oder Figuren erschöpft. Wichtiger noch als die erfindungsreiche plastische Formulierung im Einzelnen ist dem Künstler die Schaffung einer Gesamtatmosphäre, in der ein mit menschlichen Emotionen und Vorstellungen aufgeladener Raum im Mittelpunkt steht.
Die Ausstellung ist Teil der Quadriennale 2006, Düsseldorf.
Änderungen vorbehalten! Stand:21.02.2006
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