Ausstellungsvorschau Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen K20

 

Ausstellungsvorschau 2006/2007

Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen K20

K20K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Grabbeplatz 5

40213 Düsseldorf

Das Internet-Angebot ist abrufbar unter www.kunstsammlung.de.

HENRI MATISSE
Figur Farbe Raum

29. Oktober 2005 bis 19. Februar 2006

Pressemitteilung

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt ab Herbst 2005 eine um­fassende Ausstellung zum Werk des französischen Künstlers Henri Matisse (1869-1954). Anzahl und Qualität der Leihgaben machen die Schau zu einer der bedeutendsten Matisse-Ausstellungen in Europa seit der großen Retrospektive im Pariser Grand Palais 1970.

Henri Matisse zählt zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahr­hunderts. Seine Werke haben ihm noch zu Lebzeiten Welt­ruhm ver­schafft. Sein umangreiches malerisches Œuvre, seine Zeichnungen, Graphiken und Skulpturen sowie seine Buchillustrationen und Papierschnitte sind Zeugnisse eines außerordentlich produktiven Schaffens. Von stetem Drang nach Weiterentwicklung und Verdichtung geprägt, hat seine Kunst Generationen von Kunstbetrachtern immer wieder herausgefordert, fasziniert, angeregt, leidenschaftliche Zustimmung wie deutliche Ablehnung hervorgerufen.

Die Ausstellung wird Matisse‘ Werk in allen Schaffensphasen breit auffächern – von den kleinen dunklen und kraftvollen Bildern der Frühzeit über die meisterlichen Kompositionen der fauvistischen und der experimentellen Phase bis zu den intimen Bildschöpfungen der so genannten Nizza-Periode und den strahlend hellen und schwebend leichten Papierschnitten des Spätwerks. Der Schwerpunkt liegt auf Matisse‘ malerischem Werk, zu sehen sind aber auch dichte Ensembles seiner Bronzeplastiken, seiner graphischen Arbeiten und seiner delikaten Zeichnungen.

 

In einer hochrangigen Werkauswahl untersucht die Ausstellung Matisse‘ wichtigstes Sujet, das er während seines gesamten künstlerischen Schaffens umkreist hat: die weibliche Figur im Interieur. Zahlreiche Darstellungen von Innenräumen zeigen weibliche Figuren beim Lesen, Schlafen oder Tagträumen, in orientalische Stoffe gehüllt oder als Odalisken verkleidet auf Chaiselongues lagernd. In diesen Themenkreis spielen einige weitere Sujets hinein: Porträts, Stillleben, Atelierinterieurs sowie Ausblicke vom Innen- in den Außenraum. Exquisite Leihgaben internationaler Museen und Privatsammlungen beleuchten dieses ergiebige Thema, an dem Matisse seine reiche Form- und Farbphantasie entwickelt und immer wieder aufs Neue erprobt hat.

Gezeigt werden von Matisse rund 90 Gemälde der Jahre 1895 bis 1948, 60 Zeichnungen der Jahre 1898 bis 1944, 25 Plastiken der Jahre 1894 bis 1949 und 20 graphische Arbeiten der Jahre 1906 bis 1952.

 

Ergänzend geben rund 35 historische Fotografien von Hélène Adant, Brassaï, Henri Cartier-Bresson, Lucien Hervé, Michel Sima und Willy Maywald die Sicht bedeutender Künstler-Fotografen auf Matisse‘ weibliche Modelle und seine kunstvoll inszenierten Atelierräume. Vertreten sind aber auch Fotografien, die Matisse selbst aufgenommen hat.

Speziell für die Ausstellung hat Heinz Peter Schwerfel einen Film über Matisse‘ Interieurs produziert, der in der Ausstellung zu sehen ist.

Zu den über 100 namhaften Leihgebern zählen rund 50 Museen in Europa und gut 20 Museen in den USA, darunter das Art Institute in Chicago, Tate in London, das Museum of Modern Art und das Metropolitan Museum in New York sowie die Eremitage in Sankt Petersburg. Vertreten sind zudem Leihgaben u.a. aus Brasilien, Dänemark, Norwegen, Schweden sowie aus dem Inland. Besondere Unterstützung erfährt die Ausstellung auch durch Leihgaben aus der Familie des Künstlers.

Kuratorin der Ausstellung: Pia Müller-Tamm

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog (Hatje Cantz-Verlag) in deutscher und in englischer Sprache mit Texten von Gottfried Boehm, Stefan Grohé, Melanie Horst, Peter Kropmanns, Rémi Labrusse, Isabelle Monod-Fontaine, Maria Müller, Pia Müller-Tamm, Beate Söntgen, Margret Stuffmann und Katharina Sykora. Preis im Museum: 25 €.

Film/DVD: Preis im Museum: 12 €.

Am 2./3. Dezember 2005 findet ein wissenschaftliches Symposium zu Henri Matisse in der Kunstsammlung statt.

Die Ausstellung wird gefördert durch:

1007 Peugeot Deutschland GmbH, Schwarzkopf & Henkel GmbH

Medienpartner:

Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH, Deutschlandfunk - DeutschlandRadio Kultur, Ströer Out of Home Media AG

Partner:

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft, Broich Premium Catering GmbH, InterContinental Düsseldorf, Stadtsparkasse Düsseldorf, Verlag Dr. Otto Schmidt KG

 

K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen am Grabbeplatz

Cornelia Heising

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Marketing

Grabbeplatz 5 · 40213 Düsseldorf

Tel. (0211) 8381-146 · Fax (0211) 8381-202

Email: heising@kunstsammlung.de · www.kunstsammlung.de

www.henrimatisse.de

Matisse-Servicenummer 0800 8381-000

 Museen im 21. Jahrhundert: Ideen, Projekte, Bauten
1. April bis 25. Juni 2006

Als erste Station einer internationalen Tournee zeigt K20 eine Ausstellung zur Museumsarchitektur im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Es werden 24 aktuelle Projekte von internationalen Architekten aus Europa, Nordamerika und Japan vorgestellt. Jedes Vorhaben wird anhand sorgfältig ausgewählter Zeichnungen, Pläne, Skizzen, Photographien und Modelle belegt und die Bauten in den jeweiligen kulturellen und urbanistischen Zusammenhang eingebettet. Der begleitende Katalog führt mit Essays von Edelbert Köb, Werner Oechslin, Thierry Greub und Hiroyuki Suzuki in die Thematik ein und dient als Dokumentation der etwa 350 Leihgaben. Konzipiert wird die Ausstellung vom Art Centre Basel, das seit mehr als zwanzig Jahren internationale Wanderaustellungen organisiert.

Spektakuläre Museumsbauten steigern die Attraktivität der Städte, rücken abseits liegende Orte durch ihre augenfällige Präsenz ins öffentliche Bewußtsein oder verleihen Industriebrachen eine neue Funktion. Museen scheinen die Aufgabe von Wahrzeichen übernommen zu haben, die früher den Kathedralen zukam. Sie gelten als kulturelle Identifikationssymbole in einer Gesellschaft, die sich nicht zuletzt durch die fortschreitende Globalisierung in einer Phase der Verunsicherung befindet.

Francis Bacon

The Human Body
16. September 2006 bis 07. Januar 2007


Dramatische Darstellungen von menschlichen Körpern sind allgegenwärtig im Werk des bedeutendsten englischen Malers des 20. Jahrhunderts: Francis Bacon (1909–1992). Wie kein anderer Maler seiner Generation hat Bacon das Drama des verwundbaren, schutzlos ausgelieferten Körpers inszeniert. Er suchte Erfahrungen zu formulieren, die sich zwischen den extremen Polen von Kreuzigung und Schlachthof bewegen, die die Affinität zwischen Mensch und Tier in erschreckender Direktheit thematisieren.

Im Zentrum der retrospektiv angelegten Ausstellung mit 40 – 50 Werken aus allen Schaffensphasen werden Bacons beunruhigende und zugleich fesselnde Studien des menschlichen Körpers stehen: Die von Erinnerungen durchtränkten Porträts der Freunde und Liebhaber ebenso wie die Studien anonymer Kreaturen. Bacon verweigert ein intaktes Bild des menschlichen Körpers und lenkt uns auf die moderne Fragestellung eines Selbst, das seine stabile Identität verloren hat, ein Selbst in seiner Welt keinen gesicherten Ort mehr zu finden vermag.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts Quadriennale 2006 der Stadt Düsseldorf.

Ambiance - Des Deux Côtés du Rhin
 

15. Oktober 2005 bis 12. Februar 2006

 

Unter dem Titel "Des Deux Côtés du Rhin - Auf beiden Seiten des Rheins" präsentieren K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und das Museum Ludwig, Köln ein gemeinsames Projekt, das aus zwei parallelen Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst sowie einem Rahmenprogramm besteht. Zusammengestellt werden beide Ausstellungen aus den Sammlungen der Fonds regionaux d’art contemporain Frankreichs (FRAC), die im letzten Jahr ihr zwanzigstes Jubiläum gefeiert haben. Die Gruppenausstellungen mit den Titeln "Ambiance" (K21) und "Mouvement" (Museum Ludwig) zeigen internationale Kunst seit den sechziger Jahren mit einem Schwerpunkt auf der Gegenwart. Mit freundlicher Unterstützung der AFAA, der Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Deutschland und der Délégation aux arts plastiques des Ministère de la Culture et de la Communication. In Kooperation mit der Association Nationale des Directeurs de FRAC.

 Ein Ausstellungsprojekt gemeinsam mit Museum Ludwig, Köln.

 

 

40JahreVideokunst.de

Digitales Erbe: Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute
24. März bis 21. Mai 2006


 
Die Ausstellung „40JahreVideokunst.de“ geht aus einem Projekt zur dringlichen Konservierung, Restaurierung und Vermittlung von Videokunst der letzten 40 Jahre hervor. Insgesamt 60 der konservierten und restaurierten Videokunstwerke werden von einer hochkarätig besetzten Jury ausgewählt und nach unterschiedlichen, ausgewählten Themenschwerpunkten in K21 und vier weiteren Häusern zeitgleich präsentiert. Die untereinander vernetzten Ausstellungsmodule vermitteln einen Überblick über die Geschichte der Videokunst in Deutschland.


Ein Ausstellungsprojekt des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM), des Museums der bildenden Künste, Leipzig, der städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, der Kunsthalle Bremen und K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.


Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes.

www.40jahrevideokunst.de


Martin Kippenberger (1953-1997)
10. Juni bis 10. September 2006


Ausgehend von „The Happy End of Franz Kafka’s ‚Amerika‘“ unternimmt die Ausstellung einen Rückblick auf das gesamte Werk des jung verstorbenen Künstlers und zeigt in ausgewählten Beispielen Kippenbergers Gemälde und konzeptuelle Malereiprojekte („Lieber Maler, male mir ...“, 1981, „Heavy Burschi“, 1991, „Die weißen Bilder“, 1992), sowie Skulpturenensembles, Multiples, Zeichnungen, Plakate, Bücher und bislang unveröffentlichte Materialien.


Im Zentrum der Retrospektive steht ein berühmtes, aber selten gezeigtes Hauptwerk der neueren Kunstgeschichte: Martin Kippenbergers raum-greifende Installation „The Happy End of Franz Kafka’s ‚Amerika‘“ aus dem Jahr 1994. Das auf grünem Spielfeld arrangierte Panoptikum von mehreren Dutzend Tischen und Stühlen entwickelt ein vielschichtiges szenisches Setting für die Durchführung von Einstellungsgesprächen. Dieses resultiert aus der bei Kafka beschriebenen Anwerbung von Artisten und Arbeitskräften zur Mitwirkung an einem Zirkus. Ironisch, parodistisch, subversiv und gleichzeitig mit hohem ethischen und künstlerischen Anspruch entfaltet Kippenberger in der für ihn typischen Synthese aus visueller Opulenz und klarer Reflexion das Bedeutungsspektrum von individuell, sozial und künstlerisch wirksamen Ein- und Ausschlussverfahren.



Juan Muñoz - Rooms of my Mind
14. Oktober 2006 bis Anfang Februar 2007

 

 



Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Werk des spanischen Bild-hauers, der in den achtziger Jahren einer der wichtigsten Erneuerer einer figurativen und narrativen Bildhauerei war. Neben einzelnen Skulpturen und Skulpturengruppen werden Zeichnungen und nicht zuletzt Hörstücke präsentiert, in denen das umfassende Interesse von Muñoz am Faszinosum des Raums und der Illusion sichtbar wird.


Die Ausstellung versucht, die wichtigsten Aspekte eines Werkes anschaulich zu machen, das sich nie in der Schaffung einzelner Skulpturen oder Figuren erschöpft. Wichtiger noch als die erfindungsreiche plastische Formulierung im Einzelnen ist dem Künstler die Schaffung einer Gesamt-atmosphäre, in der ein mit menschlichen Emotionen und Vorstellungen aufgeladener Raum im Mittelpunkt steht.


Die Ausstellung ist Teil des Projekts Quadriennale 2006 der Stadt Düsseldorf.


 

Weiterer Ausblick auf 2007

 

Picasso - Malen gegen die Zeit

03. Februar 2007 bis 28. Mai 2007

Kurator: Werner Spies